Google eröffnet erstes Ladengeschäft in London
Es gibt bereits Microsoft-Stores und es gibt Apple-Stores – und ab sofort zeigt auch Google im Ladengeschäft Flagge. Der Suchmaschinenriese hat letzte Woche seine erste eigene Ausstellungsfläche in einem Londoner Elektronikmarkt eröffnet.
Die so genannte Chrome Zone soll ein Ort sein, an dem Kunden Chromebook-Notebooks ausprobieren und kaufen können. Als Google seine ersten Chromebooks launchte, waren die Geräte lediglich online erhältlich. Aber ähnlich wie beim Smartphone Nexus One scheint Google realisiert zu haben, dass man die für die Kundschaft ungewohnten Chrome-basierten Notebooks physisch in realen Geschäften zeigen muss, wenn sie eine breite Kundschaft erreichen sollen.
Und das funktioniert anscheinend: CNET zitierte eine Verkäuferin aus der Chrome Zone im Londoner PC World, laut der es dort seit der Eröffnung "sehr, sehr geschäftig" zuging. "Wenn Leute das Gerät ausprobieren und damit herumspielen, dann macht das einen riesigen Unterschied in ihrem Verständnis aus, worum es beim Chromebook überhaupt geht", resümiert Arvind Desikan, Head of Consumer Marketing bei Google UK, treffend gegenüber dem Evening Standard.
Google plant zudem die Eröffnung einer weiteren britischen Chrome Zone in Essex – ebenfalls im PC World – und hat wohl weltweit schon eine ganze Reihe von Pilot-Stores auf dem Radar. Bisher hat das Unternehmen aber nicht verlauten lassen, ob man auch "echte" eigene Ladengeschäft plane und nicht nur mit den Chrome Zones in Elektronik-Märkten unterziehen will.
Wir können durchaus verstehen, warum Google etwas zurückhaltend agiert, wenn es darum geht, im großen Stil in den Retail-Markt einzusteigen. Räumlichkeiten anmieten und umbauen oder gleich neue bauen und das Anheuern und Trainieren von ausreichend Personal ist kostenintensiv und aufwändig. Da macht es erst mal Sinn, sich erst mal mit einem Laden-im-Laden-Konzept wie dem der Chrome Zones anzufreunden und zu schauen, wie gut das Ganze ankommt.
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