Google arbeitet an Android-basierter HUD-Brille

Im Kielwasser dieses Berichts tauchten Meldungen auf anderen Webseiten auf, die den NYT-Artikel inhaltlich ergänzten. So behauptete beispielsweise 9t05Google, dass Google an einer HUD-Brille (Heads Up Display) arbeite. Jetzt hat 9to5Google anscheinend weitere Details ausgegraben.

Die Quelle der Webseite will den Prototypen der Brille schon gesehen haben und beschreibt ihn als der oben abgebildeten Oakley Thumps ähnelnd. Die Brille soll eine nach vorn gerichtete Kamera mit Blitz integrieren, die zum Sammeln von Informationen oder zum Aufnehmen von Bildern genutzt werden kann und ganz generell der Unterstützung von Augmented-Reality-Apps dienen soll. Die eingebaute Kamera soll "extrem klein" sein und wird daher wahrscheinlich nur wenige Megapixel Auflösung und keinen nennenswerten optischen Apparat haben.

Der HUD-Aspekt – also die Einblendung von Informationen im Gesichtsfeld – soll auf eines der beiden Brillengläser beschränkt sein, das trotz früherer Gerüchte weder transparent sein noch eine beidseitige 3D-Konfiguration unterstützen soll. Technisch soll die HUD-Brille auf Android-Smartphone-Hardware der letzten Generation basieren, wir können uns also vermutlich auf einen ein GHz schnellen ARM-A8-Prozessor, 256 MByte RAM und acht GByte Flash-Speicher freuen. Dazu kommen noch Sprachsteuerung und Sprachausgabe und die generellen Funktionen eines Smartphones.

Ein besonders von 9to5Google hervorgehobenes Feature ist das integrierte Navigationssystem, das anscheinend über ein durch Neigen des Kopfes gesteuertes Scroll-&-Click-System bedient wird. Diese Art der Bedienung soll ausgesprochen intuitiv und – einmal erlernt – für andere Menschen in der Umgebung kaum wahrnehmbar sein.

Dennoch ist man sich bei Google anscheinend unsicher, welchen Anklang eine solche HUD-Brille am Markt finden würde. Laut 9to5Google erwägt das Unternehmen daher wohl ein Pilot-Programm wie letztes Jahr bei den Cr-48-Chromebooks, obwohl die HUD-Brille noch weit von der Fertigstellung entfernt ist und nur wenige Prototypen existieren. Google könnte daher im Rahmen eines solchen Programms Beta-Versionen der HUD-Brille verteilen – und das sogar schon recht bald.

Wie sieht es aus: Würde ihr euch eine solche HUD-Brille zulegen? Was müsste sie verbindlich bieten und was würdet ihr maximal dafür ausgeben wollen?

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7 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • dabiggy
    Hört sich lustig an, wobei dies immer ein gimmik sein wird und ich bei vielen stunden mit der brille auf dem kopf, angst um meine augen hätte durch die dauerbelastung..

    300 EUR wenn es smartphone ersetzt (voicetelefonie, filme schauen, games spielen, AR)
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  • MUHAHHAAH@guest
    ich denke dass millitär würde auf diese technicken gespannt sein. können müsste es Entfernungs messer, luftfeuchtigkeits anzeige , temperatur, nachtsicht,wärmebild , ballistische gläser die vor splitter schützen , vieleicht funk um im gefecht mit der truppe im kontakt zu sein naja spielkram aber im militär gut dennkbar :D

    eine brille wie ich sie mir denke würde an die 8000-10000 € wert sein
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  • gogolf@guest
    Wäre genial für das Modellflug-Hobby (Flugzeug, Heli, Drohne).
    Man könnte Infos zu Telemetrie-Daten einspiegeln und zusätzlich Grenzwerte über Sprachausgabe ausgeben. Interessant wären z.B. Spannung des Akkus, Temperatur des Motors, Grenzwerte für Motorstrom oder Servo-Ströme.

    Wenn es sowas gäbe, wäre mir das ca. 150 € wert
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