Google will Twitter nicht

Der weltgrößte Suchmaschinen-Anbieter ist bekannt für spektakuläre Firmen-Aufkäufe. Gerüchte, Google hätte Interesse am derzeit boomenden Microblogging-Dienst Twitter, dementiert Google-CEO Schmidt aber.

Ausdrücklich kein Interesse zeigt Google-CEO Eric Schmidt an Twitter in einem Interview mit dem US-Journalisten Charlie Rose. Vor kurzem kamen Gerüchte auf, der Suchmaschinen-Marktführer könnte sich den Microblogging-Dienst – nach früheren spektakulären Aufkäufen wie etwa Youtube oder DoubleClick – einverleiben.

Doch Schmidt geht momentan kein Risiko ein, Google »plant derzeit überhaupt keine Akquisitionen«. Andererseits wäre ein eventueller Kaufpreis zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund des Microblogging-Hypes wohl höher als Twitter im Grunde Wert ist. So lobt Schmidt Twitter zwar: »Der Erfolg der Seite ist großartig und zeigt, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, zu kommunizieren, vor allem, wenn man das öffentlich machen will«. Doch das ginge auch mit dem Google-eigenen Instant-Messenger. Auf der Technologie-Konferenz von Morgan Stanley, einem der größten US-Geldgeber, bezeichnete Schmidt Twitter sogar als »E-Mail-System für Arme«.

Als absolute Absage für einen Twitter-Kauf werten Branchenbeobachter Schmidts Aussagen jedoch nicht. Stimmt der Preis, könnte Google zuschlagen. Mit dem Aufkauf von Produkten und Firmen, die mit dem Google-eigenen Portfolio konkurrieren, hatte Google.Inc bislang ohnehin kein Problem. Zunächst wird abzuwarten sein, wie viele User Twitter in naher Zukunft vorzuweisen hat – oder ob der Zwischter-Hype nachlässt.

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5 Kommentare
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  • Anonymous
    Modeerschinungen.
    0
  • Anonymous
    *e
    0
  • jehaa
    "Mit dem Aufkauf von Produkten und Firmen, die mit dem Google-eigenen Portfolio konkurrieren, hatte Google.Inc bislang ohnehin kein Problem."

    netter kommentar
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