Die Freude des einen ist oft das Leid des anderen. Wer Facebook kennt und nutzt, hat bestimmt auch schon mal das ein oder andere Online-Spiel angeklickt oder entnervt Anfragen für einen bestimmten Rohstoff eines Freundes (dessen Gesicht man in der Realität über drei Ecken schon mal gesehen hat) ignoriert. Seit zwei Tagen bietet nun auch Google einem bislang eingeschränkten Kundenkreis Test-Nutzern seiner Plus-Plattform auch die Möglichkeit Online-Spiele zu spielen.
Bislang stehen bekannte Titel wie Sodoku, Angry Birds, Diamond Dash, Bejeweled Blitz, Dragon Age Legends, oder Zynga Poker zur Verfügung. Im Gegensatz zum Konkurrenten Facebook, haben die Spiele ihren eigenen Menüpunkt und laufen nicht standardmäßig über den Hauptstream. Wer also kein Freund von Online-Spielen ist, hat die Möglichkeit die Menüoption zu ignorieren. Klickt man ihn jedoch an, ergeben sich diverse Möglichkeiten: nebst eigenem Spielen, kann man Freunde zu Spielen einladen, andere, laufende Spiele als Beobachter verfolgen, oder sich über Spiele-Updates informieren.
Sogenannte Social Games enthalten oft die Möglichkeit, für echtes Geld virtuelle Güter zu kaufen. Berichten der Süddeutschen Zeitung zufolge stellen die Online-Spiele eine ansehnliche Einnahmequelle dar. Facebook soll stattliche 30 Prozent der Transaktionen als Provision einnehmen. Schätzungen zufolge sollen diese Einnahmen rund ein Drittel des Gesamtumsatzes ausmachen. Google hingegen soll nur fünf Prozent an Provision verlangen. Die Spiele-Funktion wird Unternehmensangaben zufolge in mehreren Schritten eingeführt werden.
