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Fazit – Overclocking, dann aber richtig

Können übertaktete Grafikkarten vom Hersteller mehr als ein Referenzmodell?
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In diesem Chart wird das Gesamtergebnis (in fps) aller Benchmarks mit der maximalen Leistungsaufnahme (Watt) unter 3D-Volllast verglichen. Die Ergebnisse muss man mit Vorsicht genießen, da keine 3D-Karte permanent unter Volllast läuft und sich die Messungen auf das Gesamtsystem beziehen. Auch schneidet die Referenzkarte besser ab, was nicht bedeutet, dass sie mit Overclocking stabiler läuft. Übertaktung begünstigt die Ausbeute der Frames. Gerade bei der Retailkarte kann man erkennen, eine sanfte Erhöhung der Grafikprozessortaktrate ist nur halbes Overclocking. Hebt man den Grafikspeichertakt auch noch an, gewinnt man weitere 4 Prozent im Gesamtergebnis, wobei die Leistungsaufnahme nur um 7 Watt ansteigt.

Bei einem Preis-Leistungs-Vergleich ist klar, dass ein höheres Gesamtergebnis bei gleichem Preis besser abschneidet, wodurch alle OC-Einstellungen gewinnen. Hier geht es mehr um den Vergleich zur Referenzkarte, wo 360 Euro gegen 420 Euro stehen. Man stellt sich natürlich die Frage, ob der Aufpreis sich lohnt, wenn sich die Referenzkarte auf ähnliche Taktraten steigern lässt. Was dieser Vergleich nicht zeigt: Der Aufpreis kann sich durchaus lohnen, da ein optimierter Doppellüfter wie der TwinFrozr II auf der MSI-Karte die GPU selbst mit OC-Werten um 16 Grad kühler hält und dabei so leise bleibt, wie das Referenzmodell mit Standardtakt.

Wenn man es nüchtern betrachtet, bekommt man für den Aufpreis einer übertakteten Grafikkarte einen besseren Kühler und voreingestellte Taktraten, die das 2D-Profil nicht stören. OC-Karten, bei denen der Speichertakt nicht erhöht wurde, haben zwei Nachteile. Zum einen verliert man die Garantie, wenn man selbst nachbessert. Zum anderen hat die Praxis gezeigt, dass die Radeon HD 5870 den Speichertakt im 2D-Betrieb nicht mehr absenkt, wenn die Standardwerte verändert werden. Entscheidet man sich für ein OC-Modell vom Hersteller, sollte man einen leisen Doppellüfter bevorzugen. Eine hohe Anzahl an Heatpipes verbessert den Wärmetransport. Im Idealfall sind die gewünschten Taktraten schon eingestellt und im 3D-Bios fest verankert, wodurch man unabhängig von Tools und Treibern bleibt.

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