Übertaktung Nvidia mit D.O.T.
Achtung! Übertaktung kann die Grafikkarte beschädigen, alle zusätzlichen Erhöhungen der Taktrate sind auf eigene Gefahr. Beschädigungen können als absichtliche Handlung angesehen werden und den Verlust der Garantie bedeuten.
Den Übertaktungszusatz von MSI mit der Bezeichnung D.O.T. (Dynamic Overclocking Technology) kann man wie bei der ATI-Testkarte nicht gesondert auf der Homepage des Herstellers finden, er ist in einen angepassten Treiber integriert. Nicht aktuell, aber deutlich frischer als bei den ATI Produkten, ist der Grafiktreiber, angeboten wird Version 182.06, aktuell bei Nvidia ist Geforce 186.18. Die zusätzliche D.O.T.-Sektion wird über die Bildanpassungen von Windows aufgerufen, hat ebenfalls sechs Profile, die eine Übertaktung in bestimmten Stufen vorgibt. Wie bei ATI muss man die Einstellungen selbst testen, wobei mit der Nvidia-Karte deutlich weniger Stufen stabil laufen. Das täuscht auf den ersten Blick, da die GTX 260 (216SPs) von MSI schon stark übertaktet ausgeliefert wird. Nvidia-Referenz sind 576 MHz (GPU) und 1242 MHz (Shader), der MSI-Standardtakt beträgt 655 und 1404 MHz. Für Nvidia typisch, Shader- und GPU-Takt sind getrennt, bei ATI ist der Shader-Takt an den Takt des Grafikprozessors gekoppelt.
Overclocking-Modus | Taktrate |
|---|---|
Standardtakt | 655/1404/999 |
MSI D.O.T. Private | 668/1432/1018 |
MSI D.O.T. Sergeant | 681/1460/1038 |
MSI D.O.T. Captain | 694/1488/1058 |
MSI D.O.T. Colonel | 707/1516/1078 |
MSI D.O.T. General | 713/1530/1088 |
MSI D.O.T. Commander | 720/1544/1098 |
(GPU/Shader/Speicher in MHz)
Auch bei Nvidia gilt, ob eine Einstellung läuft, muss man selbst austesten, das kann von Karte zu Karte völlig unterschiedlich ausfallen, eine pauschale Regel gibt es nicht. Das Nvidia-Testmodell lässt sich zusätzlich mit der D.O.T.-Einstellung Captain betreiben, mehr geht nicht. Spielt man einen aktuellen Nvidia-Referenztreiber ins System, wird die Sektion mit D.O.T. deaktiviert und verschwindet.
Solange eine Taktrate sauber läuft, wird man nichts bemerken. Ein optimiertes Lüfterprofil, wie es die Testkarte hat, gleicht die zusätzliche Hitze des Grafikprozessors, die durch die Übertaktung entsteht, mit mehr Drehzahl aus. Zur Temperaturüberwachung eignet sich das kostenlose Tool GPU-Z, Drehzahl und GPU-Hitze werden bei vielen Grafikchips ausgelesen und können in ein Log-File gespeichert werden, womit man die Werte nachträglich prüfen kann. Da man die Werte erst später auslesen kann, muss man sich an die optimalen Belastungswerte herantasten. Alle Tests sollten nur kurze Zeit dauern, in der Regel erreicht ein Grafikchip unter Last nach zwei bis fünf Minuten seine Maximaltemperatur.
Zum Vergleich benötigt man Referenzwerte mit Standardtakt, damit man die Veränderungen durch die Übertaktung erkennen kann. Dreht der Lüfter nicht hoch, muss man die Temperatur genau überwachen. Aktuelle Grafikchips drosseln normalerweise die Leistung, sobald sie eine kritische Temperatur (z.b. 105 Grad Celsius) erreichen. In der Praxis sollte man 90 bis 100 Grad nicht überschreiten, bei schwächeren und älteren Grafikkarten sind es oft nur 80 Grad Celsius.
Um das Risiko von Beschädigungen gering zu halten, wählt man immer die kleinste Stufe der vorgegebenen Übertaktungsprofile. Bei der Nvidia-Testkarte muss man etwas vorsichtiger vorgehen, da die Standardwerte schon stark übertaktet sind und man schneller an die Grenzen stößt. Nachdem das Profil gewählt wurde, wird die Taktrate übernommen. Um den Grafikprozessor unter Last zu betreiben, wechselt man in ein 3D-Spiel oder einen 3D-Benchmark. Ideal ist eine hohe Auflösung mit anisotroper Filterung (AF) ohne Kantenglättung (AA).
Läuft die Taktrate nicht, wird man entweder Bildfehler sehen, die Darstellung verfärbt sich unnatürlich, bekommt flackernde Flächen, kleine Blöcke, Pixelfehler oder das System friert ein. Entweder wird dann der Grafiktreiber kurz deaktiviert und man fällt auf den Desktop zurück oder das System stürzt komplett ab und der PC startet neu, was bei der Nvidia-Karte mit zu hoher Taktung deutlich schneller passiert. In diesen Fällen kann man die erhöhte Taktrate vergessen.
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"Bei Nvidia gibt es keine Möglichkeit, einfach mal schnell einen Schieberegler im Treiber zu ziehen, um ein paar Prozent mehr Leistung zu erhalten. Zum Ausgleich verankern Hersteller wie eVGA, MSI, Zotac, Asus, Gainward erhöhte Taktraten in das 3D-Bios. Wer seine Standardkarte per Software tunen will, sollte sich das Tool Precision von eVGA anschauen, da Riva Tuner 224 keine aktuellen Nvidia-Grafiktreiber unterstützt."
Ihr seht die Sache doch viel zu kompliziert. Von NVidia selbst gibt es eine software welche man zum Treiber installiert mit der diese "schiebregler" hinzugefügt werden.
Und auch mit riva Tuner lässt sich auch bei nicht unterstütztem treiber die karte manipulieren. Dazu muss man nur in den Experteneinstellungen einen Wert ändern.
Zudem wird bestimmt bald ein riva tuner erhältlich sein bei dem die aktuellen Treiber wieder unterstützt werden.
Palit 4870 1GB Modell: Unter last 69°C nach 1 Stunde Furmark, offenes Case und Raumtemp. gute 28,5°C (Thermometer, Dachgeschoss halt).

Und dabei ist die schon mit 1.263v befeuert, also Kühlermäßig ein Gigang für 5€ Aufpreis ;-)
Zwar nicht mehr modern, aber wollts nur erwähnen
Aber nätürlich gibt es bei Nvidia die Möglichkeit im Treiber die Taktraten zu ändern, wie holgiheftig ja bereits schrieb.
Es müssen nur die Nvidia System Tools installiert werden und schon gibt es im Grafiktreiber zusätzliche Einstellmöglichkeiten.
Die System Tools sind zwar für Mainboards mit Nvidia Chipsatz gedacht, aber es gibt auch keine Probleme, wenn man sie wie ich auf einem X58 Chipsatz verwendet.
Man kann die System Tools zwar nicht so verwenden wie auf einem Mainboard mit Nvidia Chipsatz, aber es geht hier ja nur um die zusätzlichen Einstellungen im Grafiktreiber.
Rivatuner Übertaktung funktioniert auch mit neuem Nvidia Treiber.
Es muss nur die Treiberversion eingegeben werden.
unter power user, open databases (hexadecimal deaktivieren),
Den Eintrag für Treiberversion suchen und die Versionsnummer ohne Komma
eingeben (z.B. 18618). Rivatuner emuliert dann den Treiber und Overclocking
funktioniert wieder.
Im ATI CCC kann man sowohl über- wie auch untertakten. Für einen Standard PC sehe ich keinen Grund, irgend ein tool dazu zu verwenden, denn bei halbem Speichertakt, eingestellt im CCC, sinkt die Temperatur und Stromaufnahme genügend.
Was ich auch beim Vergleich zwischen ATI und NVidia ungerecht finde, zumindest wenn man das Verhältnis FPS zu Preis anschaut ist das bei ATI fehlende Physx. Es steckt zwar noch in den kinderschuhen, aber ich sehe darin die zukunft der 3d-simulationen. Und auch schon jetzt lassen sich damit in manchen spielen Bilder produzieren, wie es mit ATI nicht geht und auch fürs video-encoding kann es nützlich sein. Man müsste strenggenommen daher für einen Preisvergleich zu den ATI-karten noch den Preis einer Physx-zusatzkarte addieren.
Schade ich hatte gehoffe das in diesem artikel mehr ueber spannungserhoehung gesagt wird... meine 8800 GTX ist wassergekuehlt und ich frage mich schon die ganze zeit ob ich mit einer spannungserhoehung mehr als 612 bzw. 621 MHz stabil bekomme und meine GPU-Temp geht fast nie ueber 50°C hinaus, bei 30°C Raumtemperatur. naja ich hab die versteckt botschaft verstanden NICHT DIE GPU-SPANNUNG ERHOEHEN!!!
Trotzdem gibt es so viele fragen die zu klaeren waeren. 1. Ist spannungserhoehung nur dann gefaehrlich wenn der kuehler nicht dagegen anarbeiten kann.
2. In welchem rahmen bewegen sich die spannungserhoehungen fuer verschiedene GPUs
3. Und letztentlich wie wirkten sich spannungserhoehungen auf den maximal Takt aus...
@ miagil1
Habe auch eine Wassergekühlte 8800 GTX bzw. ein SLI-Sys, diese bekomme ich aber ohne Probleme auf 648 MHz hochgeprügelt und da ist noch nicht Schluss... meine Temp. liegen dann auch immer so um die 45°C mehr nicht.
Da habe ich wohl ne gute Charge erwischt ;-)
Welchen Hersteller hast du ??
Zum Thema Spannungserhöhung :
Wie ich weises geht es nicht bei der 8 Serie von nDivia ins GPU-Bios einzugreifen und die Spannung zu erhöhen, nur über VMod ( löten am PCB ) und das ist mir zu riskant.
Danke für den Tipp zu Ntune. Die habe ich mir seit Monaten nicht mehr angesehen, weil sie den Shadertakt nicht ansteuern konnten. Danach bin ich zu Riva Tuner umgestiegen. Ich halte Precision mit 1.3 MByte momentan für das unkompliziertere OC-Tool (Nvidia-Karten).

Riva Tuner 224 für Treiber 186.18 aktivieren
Installieren
in Sektion Power User
Riva Tuner\System ausklappen
ForceDriverVersion suchen
18618 eingeben
Riva Tuner startet dann neu
Overclocking ist frei geschaltet
Es werden sogar nach OC die 2D-Profile korrekt angesteuert.
Danke für den Tipp an den Anonymen Nutzer
Zu den Spannungserhöhungen:
MSI prügelt bei der Spannungserhöhung der GTX 260 das Lüfterprofil so gewaltig nach oben, ob das sinnvoll ist, keine Ahnung. Spannungserhöhungen sind wie bei CPUs, es kann laufen oder auch nicht, wie stark man die Lebenszeit verkürzt, da gibt es nicht mal bei CPUs verlässliche Aussagen.
Der Einfluss auf die Taktrate ist wie bei der CPU, durch mehr Spannung sind höhere Taktraten möglich, die sonst nicht stabil laufen. Die Grenzen werden wie bei CPUs mal höher mal niedriger liegen, je nach Revision und Herstellung + Glück. Eine allgemeine Aussage oder einen alllgemeinen Artikel, der für mehrere Karten/GPUs pauschal gilt, stelle ich mir schwer vor.