Blu-ray: HDCP-Masterkey für HDMI-Signalübertragung geknackt

Teil des veröffentlichten HDCP Master KeysTeil des veröffentlichten HDCP Master Keys

Die digitale Signalübertragung von einem Blu-ray-Videoplayer zum Flachbildfernseher soll geschützt sein. So fordert es zumindest Hollywoods Filmindustrie. Sie will verhindern, dass Hacker die Daten am Verbindungskabel zwischen beiden Geräten anzapfen, um daraus Kopien von den Filmen anfertigen. Gleiches gilt natürlich auch für Computer, die ein Blu-ray-Laufwerk besitzen und an denen ein Monitor angeschlossen ist.

Nun stellt sich heraus, dass dieser Kopierschutz geknackt ist. Konkret handelt es sich um den Master Key für HDCP (High Definition Content Protection). Dieser wurde kürzlich im Internet veröffentlicht. Entworfen wurde das HDCP-Kopierschutzverfahren von Intel und nutzt das PanelLink-Protokoll zur Signalübertragung. Jenes kommt bei DVI- und HDMI-Kabeln zum Einsatz.

Intel-Sprecher Tom Waldrop hat bereits offiziell bestätigt, dass der Master Key der richtige sei, um die Signale entschlüsseln zu können. Einige Fachleute fürchten, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis dubiose Hacker entsprechende Hardware anbieten, um das Kopieren von hochauflösenden Videos zu vereinfachen. Für einschlägige Webseiten im Stile von The Pirate Bay wäre das ein gefundenes Fressen, denn die Qualität solcher Raubkopien käme ziemlich nahe an das Original heran.

Blu-ray-Discs besitzen ferner einen zweiten Kopierschutz, welcher das von der DVD bekannte Rippen verhindern soll. Dieses Advanced Access Content System (AACS) wurde in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls geknackt. Software-Ripper für Blu-rays sind in vielen Ländern wie auch in Deutschland illegal.

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