HIS MultiView and Sound - der Mehr-Monitor-Alleskönner im Test

Fazit und Zusammenfassung

Performance am USB 3.0-Anschluss

In diesem Fall muss man fast keine Einschränkungen hinnehmen, denn die ruckelfreie und fließende Ausgabe erfolgt in Echtzeit sogar für Spiele und Filme. Die technisch gesetzte Obergrenze von 60fps reicht auch fürs Gaming, 120 Hz-Monitore für die 3D-Wiedergabe über Brillen werden hingegen nicht unterstützt. Gaming am Hauptbildschirm und Chatten am Zweitmonitor (oder umgekehrt!) geht somit also auch bei einfachen Geräten mit nur einem Grafikausgang. Voraussetzung ist jedoch mindestens ein freier USB 3.0 Port, an Laptops leider noch nicht überall Standard.

Performance am USB 2.0-Anschluss

Ja und nein. Wenn man den so angeschlossenen Monitor nur für die einfache 2D-Desktopausgabe nutzen möchte, dann klappt das sogar bis 1920 x 1080 Pixel recht ordentlich. Schnell wechselnde Inhalte, wie z.B. Videos, Animationen oder Spiele stocken auf Grund der niedrigen Performance des USB-2.0-Anschlusses dann doch sehr deutlich. Arbeiten im Sinne von Textverarbeitung, Tabellenkalkulation & Co. kann man jedoch damit sehr ordentlich. Wer seinen einfachen Laptop mit zwei unabhängigen Monitoren betreiben möchte, kommt somit am Multi-View kaum vorbei. Den Sound muss man sich allerdings sparen.

Aus die Maus?

Beim Betrieb eines unabhängigen Zweitmonitors an einem Intel-Netbook trat ein merkwürdiger Fehler auf, den wir an einem Notebook mit Nvidia-Grafik nicht reproduzieren konnten. Falls man mit der Maus den Primärdesktop verlässt, kommt man später nicht mehr zurück, und die Maus verbleibt auf der Zweitanzeige. Diesen Fehler würden wir jedoch den Intel-Treibern anlasten, denn es gibt einen einfachen Trick. Da das Verschieben von Applikationsfenstern auf den Sekundärmonitor sowohl hin als auch zurück klaglos funktioniert, überspringt man eine eventuelle Mausbarriere ganz einfach, indem man vorm Bildschirmwechsel einfach die linke Maustaste auf einem leeren Desktopbereich drückt und diese erst auf dem neuen Desktop wieder loslässt. Klappt immer.

Zusammenfassung und Fazit

Der Multi-View + Sound von HIS ist ehrlich und macht genau das, was er soll. Wunder darf man vor allem beim Anschluss über USB 2.0 jedoch nicht erwarten, aber es hilft zumindest, in so mancher Engpass-Situation die vorhandene Hardware sinnvoller zu nutzen und vielleicht erst später ersetzen zu müssen. Ein Eyefinity-Ersatz fürs Gaming ist es nicht, aber Multiconferencing über mehrere Monitore ist eine Spielart, die dem Multi-View durchaus liegt. Schönes Handling, einfache Installation, ein passender Preis - aber leider zu wenige Kabel und Adapter. Das wäre dann aber auch wirklich der einzige, kleine Schatten in der neuen, sonnigen Mehrmonitor-Umgebung.

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6 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Natürlich muss der Grafikadapter für die richtige Darstellung als solcher geeignet sein...

    das heißt im klartext nur eine AMD grafikkarte kann man hier verwenden, da nvidia graka´s ja nur 2 monitore unterstützen!?
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  • was ist daran jetzt neu? terratec A1 hat selbst bei usb2 schon 1080p over hdmi supportet.
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  • Wie kommt denn die 2048 x 1152 er Auflösung in des Titelbild? Seit dem Samsung SyncMaster 2343 ist mir kein Monitor mehr mit dieser genialen Auflösung untergekommen.
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  • Wie schaut es denn mit solchen Lösungen für MacBooks (ohne Thunderbolt) aus?
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  • Quote:
    das heißt im klartext nur eine AMD grafikkarte kann man hier verwenden, da nvidia graka´s ja nur 2 monitore unterstützen!?
    Wie kommst Du darauf, wenn wir hier ja sogar über eine Intel-Grafik schreiben? Es geht darum, die Auflösung und die nötige Grafikleistung zu schaffen, da es eben keine dedizierte Grafiklösung ist. Der Rest ist Wurst. Steht auch so im Artikel.

    @PatrickT
    Der HIS Multi-View II Adapter hat MacTreiber, für den aktuellen gibts noch keine.

    @hans_leser
    Das TerraTec-Teil kann kein USB 3.0, keine Spieleinhalte und keinen Sound. Es geht also auch um USB 3.0 und darum, selbst auf USB 2.0 bis zu 6 Monitore anschließen zu können.
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  • Eigentlich ist das Teil genial wenn man überlegt das ein Konverter (DVI->HDMI) um einiges teurer ist!
    Wer das Teil braucht wird es wohl kaufen auch zu einem Preis von 70€.
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