Verkauft HP seine Notebook-Sparte an Samsung?

Schon an mehreren Stellen hat Leo Apotheker, seit einigen Wochen an der Spitze HPs, deutlich gemacht, dass die Bedeutung der Softwarentwicklung für den Konzern weiter zunehmen wird. Erst in dieser Woche hatte das Unternehmen bestätigt, dass webOS ab 2012 auf jedem ausgelieferten HP-Computer parallel zu Windows 7 genutzt werden kann. In diesem Zusammenhang wird nun spekuliert, dass HP einen ähnlichen Schritt vollzieht wie einst IBM und die Notebook-Sparte an einen Konkurrenten abgibt.

Dabei sind die Namen Foxconn und einmal mehr Lenovo im Gespräch; die größten Chancen sieht man allerdings derzeit bei Samsung. Der koreanischen Elektronikgiganten könnte auf diese Weise im Business-Bereich erheblich an Gewicht zu legen. Außerdem würden Synergieeffekte große Einsparpotentiale eröffnen.

Wie viel an diesen Gerüchten dran ist, lässt sich jedoch nur schwer sagen. Erst vor gut zehn Jahren wurde der Konzern unter CEO Carly Fiorina mit der Übernahme von Compag zu dem Hersteller von heutiger Größe. Und die Notebook-Sparte gehört zu einer wesentlichen Säulen im Konzern - HP ist der in Europa und den USA führende Anbieter. Darüber hinaus gehört auch die Entwicklung der Tablets, in die zuletzt viel Energie gesteckt wurde, in diesen Bereich. Einige Quellen sprechen davon, dass es im vierten Quartal 2010 bereits zu intensiven Verhandlungen zwischen den beiden Konzern gekommen sein soll, diese wurden allerdings ergebnislos abgebrochen.

Auch wenn sich solche Spekulationen am Ende als haltlos erweisen sollten, eines zeigen sie doch sehr deutlich: Hewlett-Packard befindet sich im Umbruch - eine klare Strategie lässt sich aber (noch) nicht erkennen.