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Apple iPad 2 WiFi+3G: Praxis und Messwerte

Die Königsklasse: High-End-Tablets mit Spaßfaktor von Acer, Apple, HTC und Motorola
Von , Patrick Afschar

In der Praxis ...

Gegenüber dem Vorgängermodell hat das Apple iPad deutlich abgespeckt – und das sowohl bei der Dicke als auch beim Gewicht. Mit nur 606 Gramm ist es das bisher leichteste Gerät der 10-Zoll-Klasse im Labor von Tom’s Hardware. Gerade wenn man das iPad längere Zeit in Händen hält, machen sich die eingesparten 100 Gramm schnell positiv bemerkbar. Überhaupt liegt das iPad 2 sehr gut in der Hand – auch und gerade im Vergleich mit der getesteten Honeycomb-Konkurrenz. Das Display ist nach wie vor das Highlight des iPads. Die Darstellung ist sehr scharf, und die Farben leuchten. Obwohl die anderen Geräte im Test ebenfalls für ihre Displays Lob verdienen – ganz kommen sie an das iPad nicht heran. Die Blickwinkelabhängigkeit ist gering, die Leuchtkraft sehr hoch – ideale Voraussetzungen für ungetrübten Filmgenuss. Die Ausgabe hoch auflösenden Videomaterials über den optionalen HDMI-Adapter funktioniert reibungslos.

Die beiden eingebauten Kameras geben hingegen mehr Anlass zur Kritik. Während die Front-Kamera für die Hauptaufgabe FaceTime noch ausreicht, enttäuscht die Auflösung der rückseitigen Kamera. Für Videoaufnahmen ist das in Ordnung, zum Fotografieren eignet sich die geringe Auflösung von weniger als einem Megapixel nur bedingt. Es fehlt sowohl an Detailschärfe als auch an Farbbrillanz.

Die Bedienung an sich fällt sehr leicht. Da bereits an vielen Stellen mehr als ausführlich über iOS berichtet wurde, ist im Grunde alles gesagt. Wer mit den Restriktionen seitens Apple zu Recht kommt (iTunes-Zwang, kein Flash, etc), wird mit der Handhabung des iPad 2 sicher keine Schwierigkeiten haben.

... und im Testlabor

Leider gibt es nicht für alle Android-Benchmarks ein Pendant für iOS, sodass wir hier nur mit Linpack testen können. Doch allein dieser eine Test gibt schon einen deutlichen Hinweis auf die Performance des iPad 2. Mit knapp 170 MFLOPS liegt das iPad 2 in dieser Disziplin weit vor der Android-Konkurrenz. Gegenüber dem Vorgänger hat sich das iPad in dieser Disziplin fast um den Faktor 5 verbessert. Beim Browser-lastigen SunSpider-Benchmark schneidet das iPad 2 sehr gut ab, liegt aber nicht ganz an der Spitze. Ganz anders sieht es bei der Akkulaufzeit aus: Fast neun Stunden Video bei voller Helligkeit – da kommt keines der Konkurrenzgeräte heran. Ebenfalls einen sehr guten Wert erreicht das iPad 2 bei der Bildschirmhelligkeit. Es leuchtet mit maximal 349 cd/m². Noch bemerkenswerter ist, dass sich die Helligkeit bis auf 9 cm/m² herunter regeln lässt. Das schafft keines der anderen Geräte.

Das iPad 2 ist in Sachen Verarbeitung immer noch das Maß der Dinge, auch wenn die Konkurrenz deutlich aufgeholt hat. Bei der Leistung kann sich das iPad 2 jedoch ebenso wenig vom Testfeld absetzen wie bei der Ausstattung. Im Gegenteil: Optionale Adapter verteuern das Tablet-Vergnügen, Flash-Inhalte sind dem iPad nach wie vor fern. Außerdem ist die rückseitige Kamera nicht wirklich gut. Die Hauptaufgaben eines Tablets – Internet, E-Mail, Fotos, Videos und Spiele – erledigt das iPad 2 aber mit Bravour.

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