Deutschlandchef von HP setzt Spekulationen über PC-Geschäft ein Ende

Der Konzern Hewlett Packard macht in letzter Zeit viel auf sich aufmerksam. Sei es durch korrigierte Absatzprognosen, die Ankündigung eines Strategiewechsels, einem Firesale, einer großen Kündigungswelle oder durch Neubesetzung des Chefsessels. Alles in allem sorgte der Konzern für viel Verwirrung und Unmut, sowohl bei den Anlegern, seinen Mitarbeitern und nicht zuletzt bei den Kunden. Zumindest in Bezug auf das gerüchteumwobene Thema „Strategiewechsel“ scheint sich der Nebel etwas zu lichten.

Aus mehreren Quellen, die sich auf ein Interview der deutschen Nachrichtenagentur dpa mit Volker Smid, seines Zeichens Deutschlandchef des Konzerns, beziehen, geht hervor, dass sich HP zukünftig nicht aus dem PC-Geschäft verabschieden wolle: „Natürlich werden wir weiter PCs bauen“, stellte er klar.  „Wir überlegen die Art und Weise, wie wir das Geschäft weiterbetreiben, aber nicht, ob wir es weiterbetreiben“, hieß es.

Mitte August sorgte der von dem inzwischen zurückgetretenen Chef Leo Apotheker angekündigte Strategiewechsel für Furore. Fairnesshalber muss gesagt werden, dass seitens HP keine klare Stellungnahme folgte und stets offen blieb, ob die PC-Sparte nun verkauft werden sollte, oder lediglich eine Abspaltung gemeint war. Auch Apothekers Nachfolgerin, Whitman, bezog keine klare Stellung, sondern kündigte lediglich in einem Telefoninterview an, den von ihrem Vorgänger eingeschlagenen Weg weitergehen zu wollen.  Mit Smids klarer Aussage nun, sind den Spekulationen ein Ende gemacht worden.

Der Deutschlandchef machte zudem deutlich, dass der Konzern verstärkt Dienstleistungen rund um den Computer-Betrieb anbieten werde und dieses Segment zukünftig eine zentrale Rolle spiele, schließlich würden Kunden gerade HPs Gesamt-Konzept, bestehend aus Servergeschäft, Netzwerk, Speicher, Software und Service, schätzen. Im Interview gab er zu bedenken: “Wenn ich einen Unternehmenskunden frage, was für ihn bedeutender ist, die Tatsache, dass wir PCs bauen oder dass wir sie für ihn betreiben können, dann würden sie sagen, der Betrieb hat eine hohe Priorität. Es ist eine Zusatzkomponente, dass das gleiche Unternehmen auch den PC baut.“

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3 Kommentare
    Dein Kommentar
  • adi0815
    Ist es nicht merkwürdig, dass der HP Deutschlandchef einen Entscheid zum Strategiewechsel des Konzerns mitteilt, ohne dass sich ein zuständiger Entscheidungsträger auf Konzernebene äussert? Der HP Deutschlandchef wird wohl kaum einen Strategiewechsel des Konzerns entscheiden und allenfalls nur am Rande mitwirken können.

    Daher handelt es sich wohl eher um eine Meinungsäusserung zur Beruhigung von Anlegern, Kunden und Mitarbeitern, bis ein tatsächlicher Konzernentscheid mitgeteilt wird.
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  • cs-loki@web.de
    das sehe ich ähnlich
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  • crazymath
    passt nicht ganz zu dem Thema.

    Aber der Lenker (Herr Apotheker) bekommt für seine Schandtat und Fehlentscheide knapp 10 Millionen ausbezahlt...immerhin sanken die Aktien dank ihm um nur 45%...

    Wo darf ich mich bewerben?

    Quelle:
    (Achtung, das Lesen der News macht einen wirklich wahnsinnig, wenn man bedenkt, dass letzte Woche 800 Mitarbeiter von HP entlassen wurden und diese "Sorry der Ausdruck" SAU 10Mio für seinen so genannte Arbeit einstreicht...)
    http://www.bluewin.ch/de/index.php/24,468562/Geldsegen_f%C3%BCr_Apotheker_nach_Rausschmiss_bei_Hewlett-Packard/de/news/wirtschaft/sda/
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