Core i7-980X: Was taugt Intels Sechskern-CPU?
Inhaltsverzeichnis
- 1. 6 Kerne auf 32 nm vs. 4 Kerne auf 45 nm
- 2. Gulftown vs. Bloomfield – 6 vs. 4 Cores – 32 vs. 45 nm
- 3. Testkonfiguration und Benchmarks
Intel bietet als erstes Unternehmen einen Prozessor mit sechs Kernen. Doch liegt der Chip auch bezüglich der Performance pro Watt an erster Stelle? Wir haben die Effizienz des neuen Gulftown-Prozessors analysiert.
Intel bringt als erstes Unternehmen einen Desktop-Prozessor mit sechs Kernen auf den Markt. Der Core i7-980X, auch Gulftown genannt, ist für LGA 1366-Systeme erhältlich und verspricht ein völlig neues Performance-Niveau. Da die neue 6-Core-CPU in 32-nm gefertigt wird, erreicht sie mit 3,33 GHz die gleiche Taktrate wie ein Vier-Kern Core i7-975X und das bei ebenfalls gleichen thermischen Rahmenbedingungen von 130 W. Ist das allerdings auch eine Garantie für mehr Performance pro Watt?
Wir sind etwas skeptisch, da Intel in jüngster Vergangenheit nicht immer überzeugen konnte, obwohl die entsprechende Technologie vorhanden ist. Ein Beispiel ist das Fehlen der PCI Express 2.0-Konnektivität auf allen Lanes, die nicht für die Grafikunterstützung ausgelegt wurden. Leider gilt dies für alle aktuellen Intel-Plattformen. Ein weiteres Beispiel ist der Core i5-750s Prozessor, welcher als Energiespar-CPU gedacht ist. Dieser Prozessor nimmt zwar tatsächlich weniger Leistung auf, bietet allerdings auch weniger Performance, was wiederum bedeutet, dass seine Performance pro Watt effektiv sinkt. Deshalb werden wir auch genauestens darauf achten, wie sich der Gulftown hinsichtlich der Effizienz verhält.
Die Wiederbelebung des Sockels LGA 1366
Nun gibt es einen Grund, der für den Kauf der Enthusiasten-Plattform von Intel spricht. Die Dual x16 PCI Express 2.0-Fähigkeiten dieser Plattform sind lediglich für Grafik-Enthusiasten von Bedeutung. Allerdings ist auch klar, dass Intel in absehbarer Zeit nicht damit plant, 6-Core CPUs für den Mainstream-Sockel LGA 1156 auf den Markt zu bringen. Daher wird die 1366-Plattform mit dem neuen Core i7-980X wiederbelebt, da Anwender derzeit einen preiswerten Core i7 Quad-Core kaufen und kommendes Jahr dann auf einen Hexa-Core aufrüsten könnten.
Motherboard-Hersteller überarbeiten ihre bestehenden Produkte normalerweise nicht - von ein paar neuen Board-Revisionen hier und da mal abgesehen. Im Normalfall benötigt man lediglich eine aktualisierte BIOS-Version mit Gulftown-Unterstützung, flasht diese und installieren dann das neue Sechs-Kern-Monster für $1,000.
Performance contra Effizienz
Chris Angelini hat bereits über seine Ergebnisse hinsichtlich der Performance und Übertaktung berichtet; mit thread-optimierter Software gibt es deutliche Performance-Steigerungen, wobei der neue Core i7-980X bis zu einer nominalen Geschwindigkeit von 4,13 GHz einwandfrei zu laufen scheint. Weitere Einzelheiten hierzu entnehmen Sie bitte unserem Gulftown-Artikel »Intel Core i7-980X Extreme«.
Heute geht es ausschließlich um die Leistungseffizienz des neuen Intel-Flagschiffs.

Da der Sockel 1366 eh für mehr als nur Spielen gedacht ist, die Spiele im groben und ganzen noch nichtmal den Quad unterstützen oder HT, warum sollte man einen hexacore mit HT für eine gamerplattform herausbringen?
@titan1981
1366 ist keine "gamerlattform" es ist im gegensatz des 1156 Sockels der für den "Mainstream" gedacht ist die Entusiasten-Version und wie du schon sagtest wird damit mehr gemacht als nur "gezockt".
"...Die Wiederbelebung des Sockels LGA 1366..."

Ähhh... war der Sockel denn jemals tot? Immerhin hat Intel die i7-Reihe gut gepflegt und noch vor Erscheinen des i7 980 XE war der 975er die Krönung der Schöpfung, die sicher auf Abnehmer gefunden hat. Die Plattform ging nur schlechter, weil Preis/Leistung nicht so ganz stimmig waren (bzw. die Leute eher günstigere Systeme auf Grund des i5 gebaut haben).
Auch der 980 XE ist keine günstige CPU, wird aber sicher Abnehmer finden. Als "tot" sehe ich einen Sockel an, wenn der Markt keine Boards oder CPUs für diesen mehr anbietet. Davon sind wir aber beim LGA1366 noch ganz weit entfernt.
Was die CPU selbst betrifft: Wie schon erwähnt wurde, ist diese CPU nur für wenige Spiele zum Gamen gut, denn die meisten Spiele sind immer noch single-threaded, allerdings für den ambitionierten IT-Enhusiast, der genau weiss, was er mit Mehrkernern anfangen kann, wird die CPU sicher die Messlatte neu setzen, die AMD mit seinem bald erscheinenden X6 erstmal erreichen muss. Hierr wird sich zeigen, wie aggressiv AMD mit der Preispolitik vorgeht, denn auch wenn ein X4 965 BE nicht an die Geschwindigkeit eines i7 rankommt, so macht er durch sein durchaus akzeptables Preis/Leistungsverhältnis gerade bei erfahrenen Usern seine Runde die mit deutlich weniger Finanzeinsatz eine beachtliche Rechenperformanz erzielen wollen.
Ich für meinen Teil bin gespant, wenn AMD seinen Hexacore rausbringt, und wie dieser sich gegen den 980er behauptet.
Und eines haben i7-980 EX und X6 Phenoms gemeinsam: man muss nicht die Platione tauschen, ein Microcode-Update (BIOS) soll ausreichen, damit viele Boards auch die neuen Hexacores akzeptieren. Kluger Schachzug, gerade weil viele nicht schon wieder ein neues Board kaufen wollen
geil sechs Kerne, da sieht mein Intel Q 9550 echt alt dagegen aus.
der test ist ok. das highlight ist aber wie immer der Kommentarbereich.
AMD forever: dagegen sieht mein Q 9550 echt alt aus. rofl
also es gibt wohl kaum ein spiel bei dem deine CPU bremst, gehe mal nicht davon aus das du prof. HD renderst? ansonsten ist diese CPU der preisliche Supergau
wer so aufwendige Arbeit für den Rechner hat und parallelisiert arbeiten kann der baut sich dafür 2-3 super schnelle Rechner und teilt die arbeit unter diesen auf. das dürfte wesentlich schneller gehen.
Das ist wirklich nur was für sehr große Firmen die nicht wissenw ohin mit dem Geld. Z.B. die Uni oder irgendeine extrem wichtige Behörde xD
mfg
fbx ein Satz mit x ...
Wenn man solche schlauen Kommentare abgibt, sollte man schon einmal über den Tellerrand von Zocken und Rendern schauen. Auch wenn es manch einer nicht glauben kann, man kann Computer auch zu anderen Sachen nutzen. Es gibt z.B. im CAD/CAM Bereich und sicherlich auch anderswo allerlei Software die Arbeitsplatz bezogen läuft ( d.h. mit Dongle oder ähnlichem ). Da stellt man sich nicht mal eben schnell ein Paar Rechner hin, wenn eine Software Lizenz schon mal um die 30000,- Euro kostet. In so einem Fall ist diese CPU der Heilsbringer schlechthin.
@director: nenne uns doch mal bitte eine CAD/CAM Software, die mehr als 2 Prozessorkerne unterstütz, ausser beim Rendern, was ja nicht unbedingt die Hauptaufgabe einer CAD/CAM Software ist.
Bei nahezu jeder Software aus der Technik, die auf extreme CPU-Leistung angewiesen ist, lässt sich die Rechenleistung über ein Netzwerk verteilen. Bei FEM ist das Standard. Das Kostet dann zwar extra Lizenzgebühren ist aber viel effektiver als sich eine, an Ihrer Rechenleistung gemessen, völlig überteuerte CPU zu kaufen.
Wenn, mir als Ingenieur, mein Chef so nen Rechner mit so einer überteuerten CPU drin hinstellen würde, würde ich Ihn fragen ob er zuviel Kohle hat und mir nich lieber mal ne Gehaltserhöhung oder Prämie spendieren möchte anstatt sein Geld zum Fenster rauszuwerfen.
Diese CPU macht bei den wenigsten Anwendungen in der Technik sinn. Das einzigste was ich mir noch vorstellen könnte wäre der Bereich der Supercomputer, wo dann massenhaft Hochleistung-CPUs gebraucht werden um einfach Fläche, Stromverbrauch und Kühlung im finanzierbaren Rahmen zu halten. Da zahlt man dann aber nur einen Bruchteil des Geldes für die einzelne CPU.
@Erdenkind:
Aber wieso auch? Bei zwei Xeons mit jeweils vier Kernen laufen VMs auch schon ordentlich.
Auch wenn ich hier nicht wirklich auf Deinen Beitrag eingehe:
Es gibt Anwendungsfälle, bei denen ist die Latenz über ein Netzwerk einfach zu hoch, als daß es sich wirklich lohnen würde x-Rechner zu verwenden.
Auch ansonsten muss man genau nachrechnen, was sich wirklich lohnt: Eine kleiner Desktop + weitere Renderkisten (billigheimer, hauptsache die CPUs haben mindestens vier Kerne und anständigen Takt), oder eine dual- (oder gar quad-)CPU Workstation.
Und wenn man eh schon mit CAD oder profi-Render-Programmen arbeitet, dann wird man jawohl auch eine Quadro Graka einsetzen... Bei den Preisen, die dann bereits auflaufen, ist ein Sechskerner nicht mehr das Problem. Spätestens dann, wenn der nächst kleinere Prozessor mit sechs Kernen rauskommt, also mit etwas weniger Takt, hat sich die Diskussion dann erledigt.
Zwei Computer bedeutet auch 2x Verwaltungsaufwand, 2x Administrationsaufwand und unnötig viel Peripheriegeräte, die man defacto gar nicht braucht.
Es gibt Software, die ist Multithreaded, aber nicht für Verteiltes Rechnen über's Netz optimiert - und wenn man nur Photoshop als Beispiel heranzieht... (nutze ich nichtmal selbst, da ich es aufgrund seiner miserablen Bedienbarkeit nicht leiden kann)
Oder wie wäre es mit Virtualisierung? Sechs echte Kerne sind einfach besser als vier, vor allem, wenn man den VMs 2+ Kerne zuweist, damit diese überhaupt flott genug arbeiten. Nein, x einzelne Rechner sind NICHT immer die bessere Wahl, und sei es nur wegen der Bedienbarkeit, da man sechs einzelne Testrechner nicht beliebig gut stapeln kann, KVMs benötigt werden, u.s.w... Wie angenehm ist da doch eine gepflegt VM-Landschaft.
Es gibt reichlich Einsatzgebiete für solch einen Prozessor. Ob es nun ausgerechnet die als erstes vorgestellt Extreme-Teuer-Variante sein muß, daß kann ich nicht entscheiden. Das muss man am jeweiligen Einsatzzweck bemessen. Da ich jedoch nicht jeden erdenklichen Fall kenne, maße ich mir auch nicht an zu behaupten, dass es prinzipiell dumm wäre diese CPU anzuschaffen.
Da erinnere ich mich z.B. an einen Spezialfall aus einem Unternehmen, für das ich tätig war. Ein Rechner hat einen Datensatz aus 150000 (150k!) Dateien erstellt und sollte diese im Anschluss auf eine DVD brennen. Laut Kundenwunsch - Diskussion darüber ist also hinfällig.
Der damals dafür verwendete PC war ein P4, der an einem solchen Durchlauf fast 5h beschäftigt war.
Wir haben dann einen, damals brand neuen, Core2Duo X6800, also ebenfalls die Extreme-Edition, angeschafft. Der hat das ganze in grob 2h abgefrühstückt.
War der nur für diesen Zweck angeschaffte PC teuer? Ja, im Vergleich zu den normalen Desktops war er das. Hat es sich gelohnt? JA! Auf jeden Fall.
Ebenso wird es Anwendungsfälle geben, bei denen der hexa-core mit der höchsten Taktrate durch die bloße Zeitersparnis mehr Geld einspart, als er einmalig kostet.
Wie bei einer Quadro-Grafikkarte auch. Wenn einige Dinge einfach 2,5 bis 10 mal so schnell abgearbeitet werden können als sonst, dann lohnt es sich einfach den x-fachen Preis für die Graka zu zahlen.
Nein, ich werde mir DEN Prozessor sicherlich nicht kaufen.
@ Ghostrider:
meine Meinung
@ Erdenkind:
Es gibt im CAD/CAM Bereich und ja ich arbeite in diesem, etliche Programme ( z.B. Toolmaker von PTC, DepoCam usw. )die auf die Nutzung mehrerer Kerne ausgelegt sind. Ich kann mit einem i7 8 Prozesse gleichzeitig abarbeiten, wobei das Hyperthreading dabei nicht der Weisheit letzter Schluß ist. Mit dem neuen 980´ger könnte man sogar 12 Prozesse laufen lassen, wobei die Grenzen da eher beim Bediener als beim Rechner liegen.
Deshalb 6 Prozesse parallel bei einem großen Werkzeug auch über Nacht berechnen lassen und das Teil hat beim zweiten Projekt sein Geld mehr als verdient.
Der AMD Thuban wird wohl sogar in AM2+ laufen. Also auch hier wieder eine
nette Plattformstrategie von AMD:
http://www.planet3dnow.de/cgi-bin/ [...] 1268654557
Die AM3 CPUs würden alle auf AM2 und AM2+ laufen, wenn die Boardhersteller Interesse hätten ihre BIOSe zu pflegen. Von ASUS bin ich in dieser Richtung total enttäuscht. Die wollen lieber neue Boards verscherbeln als sich einen Namen als "grundsolide" zu machen.
macht doch bitte auch mal Tests mit Audio-Software
ich meine nicht so'n mp3-Konvertierungszeugs sondern DAW-Software
Der Preis ist mal wieder jenseits von gut und böse.
Titan1981 hat total recht, Quad wird ja nicht mal unterstützt, also was bringt Hexa da. Aber nett ist das Ding schon.