Kosteneffiziente SAS-Controller: Highpoint gegen Adaptec
Inhaltsverzeichnis
- 1. David gegen Goliath – Highpoint gegen Adaptec
- 2. Serial Attached SCSI und SATA
- 3. Highpoint RocketRAID 2540X4
- 4. Highpoint: Web GUI und Array-Erstellung
- 5. Adaptec RAID 5405
Highpoint hatte als eines der ersten Unternehmen günstige Storage-Controllern für den Mainstream-Markt im Portfolio. Diese Controller-Chips fand man zur Jahrtausendwende auf Oberklasse-Motherboards, die bis vor wenigen Jahren derartige Eigenschaften entweder gänzlich vermissen ließen oder nur auf Controller-Karten zu finden waren.Dies ermöglichte Herstellern wie 3Ware, Highpoint oder Promise, professionelle RAID-Fähigkeiten zu erschwinglichen Preisen anbieten zu können. Allerdings gibt es aufgrund des konsolidierten Speichermarktes mittlerweile ausreichend Ports und Features, sei es Serial ATA (SATA) für den Mainstream oder Serial Attached SCSI (SAS) für Server und Workstations. Storage-Anbieter wie Highpoint konzentrieren sich nun darauf, ihren Kunden mehr für‘s Geld zu bieten als etablierte Unternehmen wie Adaptec. Wir haben zwei SAS-RAID-Controller miteinander verglichen.
RAID-Controller – die Optionen
Anbieter von Storage-Produkten haben es mittlerweile nicht besonders leicht, einen Host-Adapter mit merklich besseren Funktionen anzubieten als bereits erhältliche Produkte. RAID-Controller auf Basis von so genanntem Host-Based-RAID wie die Raidcore-Controller (leider derzeit nicht zu bekommen) bieten ultimative Flexibilität, sind allerdings von der Performance des Host-Systems abhängig. Die VST Pro-Software gab es für Storage-Controller von Drittanbietern wie beispielsweise den On-Board-Controllern von Intel. Alle On-Board RAID-Lösungen werden ebenfalls RAID auf Host-Basis genannt. Software-RAID wird dagegen vollständig auf einem Host-Betriebssystem ausgeführt und eignet sich nicht für alle Szenarien, da das Storage-Array komplett vom Host-System abhängig ist.
Hardware-RAID
Für viele Menschen sind Hardware-unterstützte RAID-Controller das einzig Richtige, wenn das Thema RAID ernst genommen wird. Hardware-RAID nutzt eine dedizierte Controller-Karte, die mitsamt eigener Firmware, Verwaltungs-Tools, einem Beschleunigungs-Chip für die Berechnung von Paritätsdaten (XOR-Einheit) und dediziertem Cache angeboten wird. Diese Controller funktionieren mit den meisten Betriebssystemen (Treiber erforderlich), nehmen dabei allerdings – im Gegensatz zu oben erwähnten Lösungen – nicht besonders viele Ressourcen in Anspruch.
Ist Billig-RAID gut genug?
Highpoint bietet alle möglichen, teils ungewöhnliche Lösungen, sei es ein Host-Adapter in kompaktem Formfaktor (der RocketRAID 2680 ist gerade einmal 8,4 cm lang) oder SAS-RAID-Controller zu SATA-Preisen. Wir warfen einen Blick auf den RocketRAID 2640X4, ein 4-Port SAS-Controller mit RAID-Fähigkeiten für PCI Express und etwa 150 Euro. Hat dieses Produkt eine Chance gegen den Basis-4-Port SAS RAID-5405 von Adaptec (300 Euro)?
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"Dieses Mal war das Basis-Modell 5405 an der Reihe, der preiswerteste Speicher-Controller von Adaptec"
Das zweifle ich jetzt aber stark an. Der 3405 kostet weniger:-)
Was ich gerne in dem Artikel gesehen hätte, ist der Stromverbrauch der Raid Karten selbst. Die Karten von Adaptec sind nämlich nich tgerade sparsam.
Nette Formulierung
Leider wieder mal ein "Test" von RAID Controllern ohne die wirklich spannenden Punkte: was passiert wenn man das RAID wirklich benötigt ?
Wie verhält sich das RAID im degraded-Zustand ?
Wie lange sind die Rebuild-Zeiten?
Wie sieht es mit der Alarmierung aus ?
Piepst der Controller selbst oder eine Überwachungssoftware ?
Wie hoch ist die CPU-Last (insbesondere bei hoher Last/rebuild im RAID5/6) ?
Lassen sich beim Hersteller die RAID-Platten auf ältere und neuere Controller migrieren ?
Absolut richtig Mecki!
Die Zielgruppe sind hier klar Gamer. Und die setzen ja eh nur raid 0 ein.
Schade
Ich bin im Besitz der Highpoint Controller Karte und kann sagen, dass es ein Fehlkauf war.

Das liegt an drei Gründen:
1. Der Highpoint-Support Antwortet nicht!
2. Eventuell hat das Highpoint-Bios probleme mit Intel RAID Controllern oder nur mit dem auf dem P5W DH Deluxe
3. Die Software + Web Interface vom Highpoint Controller sind auf keinen Fall ausgereift!
Zu dem Preis kann ich nur sagen: Er ist mit großem Abstand günstiger als der Adaptec Controller! Guckt euch mal die Preise von Kabeln für SAS an!
Ich habe 2 SAS HDDs und die richtigen Kabel liegen bei dem Highpoint-Controller dabei. Beim Adaptec hätte ich dann nochmal zusätzlich investieren müssen.
Kurze Erläuterung zu meinem Problem mit dem Controller: Ich habe ein P5W DH Deluxe und dort auch schon 2 Raids eingerichtet. Die Raids funktionieren aber nur bedingt zeitgleich mit dem Highpoint Controller. Ich musste die Bootmöglichkeit den anderen Raids nehmen und die SATA Ports auf IDE-Kompatibel schalten um die Installation von Vista durchführen zu können. Asus sagt es liegt an Highpoint und Highpoint antwortet nicht ;(
Auch kommt man nicht ins Bios oder Bootmenü sobald auf dem Highpoint Controller ein Raid eingerichtet ist, wenn einer der beiden anderen Controller( Intel Ich7 und JMicro ) bootfähig ist.
Das hat nerven gekostet
Die bereits erwähnte Cheetah15k6 Serie bietet übrigens seit Monaten Kapazitäten bis zu 450 GB. Hitachi bietet solche Platten ebenfals schon länger an.
Solltet ihr aber wissen, sie stehen auch in eurer Datenbank.
Dieser Artikel hatte mich damals überzeugt, den RR2680 (8x SAS mit 4 PCIe Lanes für €160) zu kaufen. Denn zwischen den Wertungen, schimmerten die Daten immer noch durch und die sprachen für sich. Ich wollte einen energiesparenden Home-Server bauen und hatte mich hierzu zu einem Mini-ITX Board mit GM45 Notebookchipsatz und Mobile CPU entschlossen. Das hat einen PCIe x16 Slot, aber den darf man nur mit 4 Lanes füllen, sonst wird die interne Grafik komplett deaktiviert (selbst bei einem Home-Server ist Blindflug auf die Dauer schlecht). 4x250MB/s Bandbreite klangen auch nicht direkt nach einem Flaschenhals, auch wenn das mit 8 SSDs schon eng werden könnte.
Ich habe das inzwischen seit fast zwei Jahren am Laufen und neulich die Plattenkapazität noch mal gründlich aufgestockt (von 4x320GB 2.5" + 4x1TB 3.5" auf 6x2TB 3.5"). Außerdem mal diverse Benchmarks mit 4 OCZ 120GB Vertex 2 SSDs gemacht.
Fazit: Er schlägt mit SSDs die üblichen Server RAID und auch einen LSI 9260 8i welcher mit der sogenannten FastPath Option extra für SSD aufgerüstet war, um Längen. Die übliche "Intelligenz" von RAID Controllern, ist bei SSDs eben eher kontraproduktiv!
RAID Initialisierung und Rebuild dauern abhängig von der Plattengröße ziemlich lange, aber auch nicht länger als bei anderen Controllern. Man muß sich halt vergegenwärtigen, daß 10TeraByte nun mal nicht in 20 Sekunden durchgeschrieben sind. Wer aber keine Geduld hat, kann ja im Hintergrund initialisieren. Ich hatte eine Serie von WD 320GB Laufwerken, die nach Tagen oder Wochen immer mal einen Fehler warfen. Am Ende hatte ich alle durchgetauscht ohne Daten zu verlieren. So eine Aktion schafft Vertrauen!
All diese RAID Operationen kosten übrigens null Host-CPU. Meines Erachtens hat der Marvell Chip eine XOR Engine und (mindestens) 64k Puffer eingebaut.
Das schönst ist aber, daß er auf normalen Festplatten den RAID5 Write-Overhead komplett wegbügelt: Man bekommt bei sequentiellen Zugriffen immer ziemlich genau die aggregierte Bandbreite der Einzelplatten (minus eine) fürs Schreiben wie Lesen. Mit allen Software-RAIDs welche ich im Vorfeld durchprobiert hatte (Intel ICH10R, Windows, Linux MD) brach bei RAID5 die Schreibperformance dramatisch ein. Mit den 6 EcoGreen (5xxx RPM) Platten sind 420MB/s drinn.
Bei den SSDs ist der interne Puffer (von mindestens 64k) übrigens eher kontraproduktiv, jedenfalls der Sandforce 1200 von den OCZ Vertex2. Die single-threaded Benchmarkergebnisse vom AS SSD Bench zumindest sind besser, wenn man ihn abschaltet. Eigentlich macht RAID5 bei SSDs nicht sonderlich viel Sinn (weil eigentlich sequentielle Zugriffe zerhackt werden und somit mehr write-amplification produzieren), aber mit diesem Kontroller bricht wenigstens die Leistung nicht so dramatisch ein, wie mit den üblichen HP oder IBM Server RAID Adaptern.
Mehr Ports, weniger Geld, gute SSD Kompatibilität, null CPU Overhead für RAID, problemloser ReBuild: Ich kann diesen Kontroller nur empfehlen.
Dieser Artikel hatte mich damals überzeugt, den RR2680 (8x SAS mit 4 PCIe Lanes für €160) zu kaufen. Denn zwischen den Wertungen, schimmerten die Daten immer noch durch und die sprachen für sich. Ich wollte einen energiesparenden Home-Server bauen und hatte mich hierzu zu einem Mini-ITX Board mit GM45 Notebookchipsatz und Mobile CPU entschlossen. Das hat einen PCIe x16 Slot, aber den darf man nur mit 4 Lanes füllen, sonst wird die interne Grafik komplett deaktiviert (selbst bei einem Home-Server ist Blindflug auf die Dauer schlecht). 4x250MB/s Bandbreite klangen auch nicht direkt nach einem Flaschenhals, auch wenn das mit 8 SSDs schon eng werden könnte.
Ich habe das inzwischen seit fast zwei Jahren am Laufen und neulich die Plattenkapazität noch mal gründlich aufgestockt (von 4x320GB 2.5" + 4x1TB 3.5" auf 6x2TB 3.5"). Außerdem mal diverse Benchmarks mit 4 OCZ 120GB Vertex 2 SSDs gemacht.
Fazit: Er schlägt mit SSDs die üblichen Server RAID und auch einen LSI 9260 8i welcher mit der sogenannten FastPath Option extra für SSD aufgerüstet war, um Längen. Die übliche "Intelligenz" von RAID Controllern, ist bei SSDs eben eher kontraproduktiv!
RAID Initialisierung und Rebuild dauern abhängig von der Plattengröße ziemlich lange, aber auch nicht länger als bei anderen Controllern. Man muß sich halt vergegenwärtigen, daß 10TeraByte nun mal nicht in 20 Sekunden durchgeschrieben sind. Wer aber keine Geduld hat, kann ja im Hintergrund initialisieren. Ich hatte eine Serie von WD 320GB Laufwerken, die nach Tagen oder Wochen immer mal einen Fehler warfen. Am Ende hatte ich alle durchgetauscht ohne Daten zu verlieren. So eine Aktion schafft Vertrauen!
All diese RAID Operationen kosten übrigens null Host-CPU. Meines Erachtens hat der Marvell Chip eine XOR Engine und (mindestens) 64k Puffer eingebaut.
Das schönst ist aber, daß er auf normalen Festplatten den RAID5 Write-Overhead komplett wegbügelt: Man bekommt bei sequentiellen Zugriffen immer ziemlich genau die aggregierte Bandbreite der Einzelplatten (minus eine) fürs Schreiben wie Lesen. Mit allen Software-RAIDs welche ich im Vorfeld durchprobiert hatte (Intel ICH10R, Windows, Linux MD) brach bei RAID5 die Schreibperformance dramatisch ein. Mit den 6 EcoGreen (5xxx RPM) Platten sind 420MB/s drinn.
Bei den SSDs ist der interne Puffer (von mindestens 64k) übrigens eher kontraproduktiv, jedenfalls der Sandforce 1200 von den OCZ Vertex2. Die single-threaded Benchmarkergebnisse vom AS SSD Bench zumindest sind besser, wenn man ihn abschaltet. Eigentlich macht RAID5 bei SSDs nicht sonderlich viel Sinn (weil eigentlich sequentielle Zugriffe zerhackt werden und somit mehr write-amplification produzieren), aber mit diesem Kontroller bricht wenigstens die Leistung nicht so dramatisch ein, wie mit den üblichen HP oder IBM Server RAID Adaptern.
Mehr Ports, weniger Geld, gute SSD Kompatibilität, null CPU Overhead für RAID, problemloser ReBuild: Ich kann diesen Kontroller nur empfehlen.