Eine neue Festplatte für Windows 7?
Inhaltsverzeichnis
- 1. Wie sinnvoll ist ein Festplatten-Upgrade?
- 2. Altes Laufwerk: Hitachi Deskstar E7K500
- 3. Neues Laufwerk: Hitachi Deskstar 7K2000
- 4. Testkonfiguration
- 5. HDD-Ergebnisse: Zugriffszeit und I/O-Performance
- 6. HDD-Ergebnisse: Durchsatz und Streaming
- 7. HDD-Ergebnisse: PCMark Vantage
- 8. HDD-Ergebnisse: Laufwerkstemperatur und Leistung
- 9. HDD-Ergebnisse: Performance pro Watt / Effizienz
- 10. System-Ergebnisse: PCMark Vantage-Vergleich
- 11. System-Ergebnisse: SYSmark 2007 Preview auf Windows XP vs. 7
- 12. System-Ergebnisse: Boot, Shutdown, Hibernate, Return
- 13. Fazit
Für eine Aktualisierung der Festplatte sprechen zwei Gründe. Erstens: Festplatten sind bedeutend schneller und pro Gigabyte günstiger geworden. Zweitens: Windows 7 weiß den zusätzlichen Speicherplatz zu schätzen. Wir haben diese Theorie getestet.
Normalerweise hören Anwender von Fortschritten im Storage-Segment hauptsächlich bei der Vorstellung bestimmter Flagship-Festplatten mit 500, 1000, 2000 GB sowie bei der Präsentation von Laufwerken mit hoher Umdrehungeschwindigkeit oder bei Low-Power-Modellen und so weiter. Allerdings ist jede neue Festplatten-Generation generell schneller als deren Vorgänger, wodurch sich Boot-Zeiten und die Dauer beim Starten von Anwendungen verkürzen. Dabei sollten wir auch nicht vergessen, dass es mittlerweile auch Windows 7 gibt und zahlreiche Anwender, die derzeit noch Windows XP nutzen, über ein Upgrade nachdenken. Weshalb also nicht beides miteinander kombinieren? Sofern man von Windows XP auf Windows 7 aufrüsten will, ist eine Reinstallation des Systems notwendig. Zudem könnte eine neue Festplatte dem neuen System etwas mehr Performance verschaffen. Wir haben uns einen älteren Computer vorgenommen und das installierte 500 GB-Laufwerk durch eine neue Hitachi Deskstar 7K2000 ersetzt.
Festplatten-Performance – Das sollten Sie wissen
Hier weitere Artikel zur Festplatten-Performance:
- A Look Into the Hard Drive’s Future
Überblick, Marktanteile, zukünftige Technologien
- Understanding Hard Drive Performance
Speicherdichte, Aufnahmetechnologie, Platter und Formfaktor, Zwischenspeicher
- Parallel Processing: Single, Dual, Quad Hard Drives
Vorteile von RAID-Performance
- Kapazität übertrifft Leistung: Dramatischer Trend bei Festplatten?
Fünf verschiedene Laufwerke zwischen 1991 und 2006 im Vergleich
- Schnellere Festplatten-Arrays durch Short-Stroking
Eine Performance-Analyse von Short Stroking, das den Aktivitätsradius der Köpfe und die Kapazität verringert, um dadurch die I/O-Performance zu verbessern.
Beim Kauf einer neuen Festplatte gibt es ein paar grundlegende Dinge, die Sie beachten sollten. Zunächst wären da ein paar allgemeine Festplatten-Eigenschaften, die auf alle Laufwerke zutreffen: Sie basieren auf einer oder mehreren sich drehenden Scheiben (Platter). Abnehmer (Heads), wie bei alten Schallplattenspielern, sind für das Lesen und Schreiben von Daten auf beiden Seiten jeder Platter zuständig. Zum Anschluss an den PC stehen unterschiedliche Schnittstellen zur Verfügung. Zudem nehmen auch Technologien wie ein Zwischenspeicher (Cache) und die Befehls-Reorganisation durch NCQ (Native Command Queuing) einen Einfluss auf die Performance. Das grundlegende Konzept hat sich mit der Zeit nicht verändert. Allerdings hat die Datendichte auf den magentischen Plattern in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Heutige Laufwerke mit hoher Kapazität bieten eine Gesamtkapazität von 2 TB, die über vier mechanische Platter verteilt sind.
Spielen wir also ein wenig mit den Parametern: Zugriffszeit und I/O-Performance hängen von der Agilität, Positionierungsgeschwindigkeit und Präzision der Heads ab. Allerdings spielt auch die Umdrehungsgeschwindigkeit eine Rolle, da die Wartezeit für erfragte Daten (auch als Rotationslatenz bekannt) bei höherer Umdrehungsgeschwindigkeit kürzer ist. Schnellere Geschwindigkeiten bedeuten zudem einen schnelleren sequentiellen Durchsatz, sie benötigen allerdings auch ein präziseres und robusteres Design der Festplatte. Höhere Geschwindigkeiten wirken sich allerdings auch negativ auf die Aufnahmedichte und damit zwangsläufig auf die Kapazität aus. Die Leistungsaufnahme hat sich in der Zwischenzeit zu einem zusätzlichen Schlüsselmaß entwickelt, da die Performance normalerweise in einem direktem Verhältnis zur Leistungsaufnahme steht. Mehr Leistung führt jedoch auch zu einer stärkeren Wärmeabgabe und bei hohen Geschwindigkeiten wird typischerwise auch mehr Lärm erzeugt.
Kurz zusammengefasst: Es ist durchaus sinnvoll, sich stets die neuesten Festplatten-Modelle zu kaufen: Diese bieten die höchste Aufnahmedichte, wodurch man Daten auf möglichst wenig Plattern speichern kann. Eine geringere Komplexität bringt zudem auch weitere Vorteile wie zum Beispiel eine niedrigere Leistungsaufnahme mit sich. Nicht zuletzt bieten neue Laufwerke natürlich auch mit die höchste Performance.
Verschiedene Festplatten und ihr Effekt
In Wirklichkeit sind die Performance-Unterschiede zwischen den Festplatten-Generation nicht groß genug, um eine Aufrüstung rechtfertigen zu können. Allerdings sollte man auch noch weitere Aspekte bedenken. Wir haben einen drei Jahre alten Core 2 Duo Desktop-PC und ein ähnlich altes Hitachi Deskstar 7K500-Laufwerk benutzt. Letzteres galt 2006 noch als eines der besseren Produkte. Anschließend haben wir das ältere 500 GB-Modell mit der Deskstar 7K2000, dem neuesten Desktop-Laufwerk von Hitachi, ersetzt.
Sofern Ihr Laufwerk auch schon ein paar Jahre alt ist, kommen Sie bei einer neuen Festplatte in den Genuß der folgenden Vorteile:
- Deutlich höhere Kapazität zu niedrigerem Preis
- Höhere Performance
- Niedrigere Leistungsaufnahme
- Eventuell geringeres Geräusch-Niveau
Wir haben auf unserem Speicher-Testsystem das drei Jahre alte Hitachi-Laufwerk mit den neuesten Flagschiff-Modellen verglichen. Zudem haben wir uns dazu entschieden, die bestehende Windows XP Installation auf das neue Laufwerk zu kopieren was uns einen direkten Performance-Vergleich mit SYSmark 2007 erlaubt. Schließlich haben wir noch Windows 7 installiert und die gleichen Tests wiederholt.


In einigen Diagrammen steht auch MB/s drin wo % hingehört!
Ein "ähnlicher" Test findet sich hier:
Ist eigentlich auch ein wenig wie alt gegen neu, nur das hier zwei unterschiedliche Technologien verglichen werden.
Ein "ähnlicher" Test findet sich hier:
Ist eigentlich auch ein wenig wie alt gegen neu, nur das hier zwei unterschiedliche Technologien verglichen werden.
Irgendwie funktioniert das mit dem einfügen der ULR nicht. Jetzt kopier ich sie einfach rein:
http://www.computerbase.de/artikel [...] ssds_2009/
Bitte entschuldigt meinen Doppelpost vorhin.
Noch etwas spannender hätte ich persönlich es gefunden, wenn getestet worden wäre wie der Vorteil aussieht, wenn man - nur für das System und die Programme - eine SSD einsetzt. Der Vorteil einer moderneren, aktuellen HDD war m.E. in vielen Bereichen absehbar.
Schau bitte mal unter dem Link im vorherigen Post. CB machte genau Deinen gewünschten Vergleich.
Wenn die SSDs ab 120 GB irgendwann bezahlbar sind, haben wohl Festplatten als Systemlaufwerk ausgedient und werden rein zur Speicherung von Daten verwendet.
Danke, das hatte ich nicht gesehen.
Wiso zum Teufel wird von Tomshardware nicht einmal erwähnt, dass Samsung auch eine 2 TB Platte herausgebracht hat ??
Samsung Spinpoint F3 HD203WI 2TB SATA II 136,98 € bei www.hardwareversand.de
und sogar Sofort Lieferbar!!
Los testet die mal, die vorgänger hatten immer eine gute Performance.
Die Diagramme mit den falschen Einheiten (MB statt %) sollte man evtl noch korrigieren...
Persönliche Meinung: Ich finde, daß die Frage nach den schönen neuen Platten erst mit Sata3 interessant wird.
http://www.zdnet.de/news/wirtschaf [...] 1502-1.htm
http://www2.hardwareversand.de/art [...] arch.sKey=
und zu diesem bezahlbaren Zeitpunkt kommt das Thema zusammen mit USB 3.0 bei mir privat (und auch im Laden) wieder auf den Tisch. Bis dahin wird das vorhandene, Seagates 11er und 12er und die RE3 von WD durchaus reichen!
PS.: Mojito ist der vom Hemingway mit Honig, mit Zucker ist's ein ordinärer Caipi.
Frohes Neues von drno!
Das ist so allgemein nicht richtig.
Gegenbeispiel: IBM Deskstar DTLA, auch bekannt als "Deathstar".
Nach dieser Generation wurden neuere Festplatten erstmal wieder langsamer, da sie die höheren Geschwindigkeiten schlichtweg nicht ausgehalten haben.
Und die Zugriffszeiten steigen auch seit Jahren kontinuierlich, (VelociRaptor mal ausgenommen).
Ich habe gerade die unangenehme Überraschung eines 1 TB Grenzproblems gehabt.
Onboard JMicron mit 1.5 TB externer eSATA Platte und Windows 7 Standard AHCI Treiber.
Ergebnis: bei Ereichen von der 1TB Füllstand meldet sich die Platte ab und das Ereignislog ist voller Device-Fehler.
Einzige Lösung: Installation der JMicron Treiber!
Offenbar ist die Standardlösung von JMicron und Windows 7 - Treibern nicht empfehlenswert, obwohl es bis 1 TB gut funktioniert.
Ein separater Test von 2 TB-Festplatten wird demnächst Antworten auf diese Fragen liefern.
Ich werde mir bald eine 2 TB Festplatte zulegen, wann wird denn dieser Test erscheinen?