Fazit
Alle drei Lösungen haben einwandfrei funktioniert, wobei es ganz offensichtlich Unterschiede gibt, auf die wir eingehen wollten. Windows 7 Backup and Restore, Acronis True Image 2010 Home und Rebit sind allesamt zuverlässige Lösungen, die den unterschiedlichen Ansprüchen an eine Datensicherung gerecht werden dürften. Als Backup-Ziellaufwerk haben wir eine tragbare Hitachi Portable Rugged-Festplatte benutzt, da diese ziemlich robust und relativ günstig ist. Allerdings eignen sich die meisten anderen USB 2.0-Lösungen gleichermaßen gut.
Windows Backup ist in Windows 7 bereits integriert und stellt eine solide Lösung dar. Anwender können Datensicherungen in sogenannten Backup-Sets anlegen wie man dies auch von anderen Backup-Lösungen gewohnt ist. Zudem ist Windows 7 Backup und Restore in der Lage, Images von kompletten Systeminstallation zu erstellen und wieder zurück zu spielen. Dies funktioniert schnell, wobei es uns gefreut hat, dass auch auf grundlegende Anforderungen an die Datensicherung eingegangen wird. Jedoch sollte erwähnt werden, dass außer der zeitgesteuerten Datensicherung und einer Versionierung zahlreiche erweiterte Funktionen nicht unterstützt werden.
In dieser Hinsicht schneidet True Image 2010 Home gut ab. Bei diesem Programm handelt es sich praktisch um eine System- und Partitions-Image-Lösung wie Symantec Ghost und andere. Allerdings wurde diese Lösung mit der Zeit verbessert, aktualisiert und bietet mittlerweile umfangreiche Funktionen, die man von einer Software mit der Bezeichnung “Home” kaum erwarten würden. Anwender können die Backup-Vorgänge zeitlich planen, aus verschiedenen Datensicherungs-Modi wählen, die Backups verschlüsseln oder sogar die Nonstop-Backup-Funktion nutzen, die eventuell dabei hilft, das Risiko eines etwaigen Datenverlustes auf ein Minimum zu beschränken. Darüber hinaus enthält True Image 2010 Home noch Werkzeuge zum sicheren löschen von Daten, zum Klonen von Laufwerken und dem Importieren von Daten eines bestehenden Windows-Backups. Für Heimanwender die gerne alles unter Kontrolle haben, ist True Image 2010 Home sicherlich eine der besten Lösungen.
Abschließend gibt es mit Rebit noch eine leistungsstarke sowie intuitive Lösung. Sobald Rebit installiert ist – dafür sind nur ein paar Klicks notwendig – sichert das Programm die Daten fortwährend und stellt verschiedene Versionen aller vom Anwender durchgeführten Änderungen zur Verfügung. Das Speichergerät wie das von uns verwendete Hitachi-Laufwerk wird aus Sicherheitsgründen in ein Read-Only-Laufwerk umgewandelt, was allerdings bedeutet, dass aus Gründen der Sicherheit auf Speicherkapazität verzichtet werden muss. Für Verbraucher mit lediglich einem PC dürfte Rebit die beste Lösung sein, es sei denn man will eine Datensicherung auf einem Netzlaufwerk ablegen. In solch einem Fall bleibt nur übrig Windows Backup oder True Image 2010 Home für die Datensicherung einzusetzen.
| Acronis True Image | Rebit | Windows 7 Backup | |
|---|---|---|---|
| Disaster Recovery | Ja | Ja | Ja |
| Versioning | Ja | Ja | Ja |
| Snapshots | Ja | Ja | Ja |
| Schedule | Ja / 5 Min. | Immer | Ja |

Ich selbst war von der Windows7 eigenen Backuplösung sehr positiv überrascht und habe selbst 2x ein System damit komplett und absolut problemlos wiederhergestellt. Allerdings gibt es 2 Einschränkungen, die man nicht außer Acht lassen sollte:
- Fat32 Patitionen werden nicht unterstützt, sondern nur NTFS.
- Es lässt sich nur ein Systempatitionsbackup je Speicherort (Netzlaufwerk, ext. Festplatte, DVD, etc...) erstellen welches automatisch immer überschrieben wird.
Aber ansonsten Daumen hoch für die einfache, aber tadellos funktionierende Lösung, die wohl den meisten Normalusern genügen dürfte.
Noch eine kleine Anmerkung: Wer einen Wiederherstellungsdatenträger erstellt hat, kann den auch nur mit den Backups der jeweiligen Windows7 Version benutzen, sprich:
Ein Win7 x86 Backup lässt sich auch nur mit dem Win7 x86 Datenträger wiederherstellen und ein Win7 x64 Backup nur mit dem Win7 x64 Datenträger.
Ein von mir erstelltes Backup mit Windows 7 auf ein Netzlaufwerk wurde bei der Komplettsystemwiederherstellung nicht mehr wiedergefunden. Auch das übertragen des Backups auf eine USB-Festplatte brachte nichts. Ein "Durchsuchen-Button" fehlt um das richtige Verzeichnis auszuwählen.
Harry_zz ich hatte das Problem auch, mit einem Win2008 Server, sollte aber prinipziell das gleiche sein. Nach langer Recherche und viel ausprobieren ging es dann doch, eine Netzwerksicherung auf USB-Platte zu kopieren und diese bei der Wiederherstellung zu finden. Wenn es wichtig ist, schaue ich mal die Unterlagen durch wie das denn ging
Harry_zz ich hatte das Problem auch, mit einem Win2008 Server, sollte aber prinipziell das gleiche sein. Nach langer Recherche und viel ausprobieren ging es dann doch, eine Netzwerksicherung auf USB-Platte zu kopieren und diese bei der Wiederherstellung zu finden. Entweder du suchst nochmal im Internet oder wenn es wichtig ist, versuche ich mein Glück in den Unterlagen von damals, falls existent
Wie siehts denn mit der Größe der Sicherungen aus? Werden die komprimiert oder hat man praktisch 1zu1 Kopien so das man mindestens die selbe Festplattengröße für die Sicherung braucht?
Von Daten brennen um diese zu sichern halte ich eher wenig, zumindest bei großen Festplatten - so schnell geht das schreiben leider auch nicht.
*hust*
Rebit heißt dsa Tool, weil's im angelsächsischen Raum nicht "Quaak", sondern dort eben "Rebit" heißt!
"Rebit" == "Quaak" im Angelsächischen!
@I-HaTeD2
ZIP Komprimierung, leider nicht so effektiv und schnell wie z.B. Acronis TrueImage das macht aber für umme OK.
Schön wäre halt wenn man gleich ganze Partitionen samt Reg usw. komprimiert absichern könnte inkl. Partbestimmung (falls gewünscht) so das man das ganze mit wenigen Klicks wiederherstellen könnte (bzw. Teile daraus).
Sicherlich ist normale Komprimierung (bevorzuge da allerdings 7zip) eine Möglichkeit, die Dauer beim packen & entpacken von Daten und dessen Aktualisierung ist aber einfach viel zu zeit- und rechenintensiv.
Ein Win7 x86 Backup lässt sich auch nur mit dem Win7 x86 Datenträger wiederherstellen und ein Win7 x64 Backup nur mit dem Win7 x64 Datenträger.
Das ist keine Einschränkung sondern einfach Logik.
Ich weiß, Windows user befassen sich nicht gern mit solchen Dingen, aber kurz:
x86 und x86_64 bzw. amd64 sind verschiedene Architekturen.
Die kann man nicht mischen.
Das ist, als wollte man einen Schiffsmotor in einen Polo bauen.
Die einzige Lösung ist, eine ganze Partition mit einer anderen Architektur zu backupen. Das kann das Win7 Tool aber nicht, weil es ja gebootet ist, während es wiederherstellt (vermute ich, ich habe kein Windows zur Hand ;-))
Ich mache meine Sicherungen immer mit ganz normalen Archiven, zB. tar.bz2, allerdings weiß ich nicht, ob das auf Windows Systemen auch so einfach funktioniert.
Danke für den sehr guten Beitrag. Ich interessiere mich sehr für dieses Rebit SaveMe Teil. Kann man das auch irgendwo in Deutschland oder zumindest in der EU kaufen? Weil Versand aus den USA ist leider recht teuer ($30) und es gibt scheinbar keine direkte Download-Version.
Dazu kommt noch, dass dann wohl noch extra Zoll gebühren fällig werden, oder nicht?
Die Beiträge von tomshardware sind im allgemeinen sehr gut. Aber warum wird in einem deutschen Artikel fast alle Einstellungen und Einblendungen von Programmen etc. nur auf Englisch wiedergegeben?? siehe obigen Artikel!!
Die Programme wie Windows 7 oder Acronis haben auch eine deutsche Oberfläche und die sollte man in einem deutschen Artikel auch benutzen.
Es gibt in Deutschland immerhin noch ein paar Millionen Menschen, die nicht perfekt Englisch können.
Bitte mal darüber nachdenken:
Pierknüppel
Ich habe Retrospect 7.5, Acronis True Image 2010 (und die beiden vorversionen) und die Backup-Lösung von Windows 7 ausprobiert. Wer nur Daten und nicht nicht die Systemplatte sichern will, ist m. E. mit Retrospect bestens bedient (schnell und sicher). Acronis ist auch schnell und sichert sowohl Daten- als auch Systemplatten. Aber ich habe nach einiger Zeit bei allen drei Versionen, die ich getestet habe, Fehlermeldungen beim Überprüfen der Archive, unabhängig von Kompression und Verschlüsselung.
Bleibt nur die Windows 7-Lösung. Ich finde sie sehr ausgereift und komfortabel, aber zu langsam. Bei der Vollsicherung von 1,5 TByte sichert der PC (QuadCore@3,4 GHz) fast 60 Stunden lang. Und dabei ist der Prozessor fast gar nicht ausgelastet. Es gibt also auch da noch Verbesserungspotenzial.
Ich finds frech, daß bei windowsbackup nicht auch automatisch der xlive ordner gesichert wird, den man braucht um an spielstände von gfwl ranzukommen.
Also True Image fasse ich nicht nochmal an. Nicht nur, dass sie sich mit den jährlich neuen Versionen ins eigene Fleisch schneiden (wegen der Konsistenz), sondern ich hatte zumindest in der 2008er Version auch ganz große Probleme mit dem Wiederherstellen. Das mag an meinem exotischen MB-Chip gelegen haben, aber sowas darf bei einem solchen Produkt auf garkeinen Fall passieren. Und den Kunden dann damit abzuspeisen, dass der Fehler ja in der neuen Version behoben sei, ist eine Frechheit.
Nutzt daher lieber das kostenlose Backup von Windows, denn das wird von Microsoft besser gewartet.
Schöner Artikel!
Nur frage ich mich, warum ihr nicht Diskdump (dd unter Linux) in euren Artikel miteinbezogen habt. Sicherlich nicht das schnellste Werkzeug um Datensicherungen anzulegen, dafür zu 100% mit jedem System kompatibel und danke gzip auch komprimierbar.
Gruß
Toller Test, falls jemand gerne noch mehr Fakten gegenübergestellt hättte bzgl. BackUpsoftware soll doch mal in unserem Vergleichsportal vorbeischaun: http://www.softwaremonster.com/de/ [...] tware.html optimal um endgültig zu einer Entscheidung zu kommen!