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Huawei Mediapad im Kurztest: Kompakter Begleiter mit verzeihlichen Schwächen

Huawei Mediapad im Kurztest: Kompakter Begleiter mit verzeihlichen Schwächen
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Den Sommer fernab von der Hardware am Schreibtisch verbringen und doch jederzeit seinen multimedialen Bedürfnissen nachkommen, das verspricht das Huawei Mediapad mit seiner kompakten Größe und einem 3G-Funkchip. Was sagt die Praxis?

Huawei Mediapad - Androide mit 7 ZollHuawei Mediapad - Androide mit 7 Zoll

Günstige Mediapads mit kleineren Displays sollten eigentlich einer der Trends des Jahres werden und den Tablets zu dem von der Industrie erhofften Durchbruch verhelfen. Doch trotz zahlreicher Ankündigungen bleibt der Markt bis auf wenige Ausnahmen zumeist recht schlicht ausgestatteten Einsteiger-Tablets vorbehalten. Wer mehr Leistung im kleinen Format haben möchte, muss seine Wahl auf einige wenige vergleichsweise teure Kandidaten begrenzen - oder einen Blick auf Huaweis Mediapad werfen.

Look & Feel

Der chinesische Hersteller Huawei, der bisher vor allem im Zusammenhang mit UMTS-Sticks und sehr günstigen Smartphones wie dem Ideos X3 aufgefallen ist, will sich in diesem Jahr mit einer ganzen Reihe verschiedenster Smartphones und Tablets in Europa unter den großen Fertigern etablieren.

Um dies zu erreichen, kündigte der Hersteller bereits eine ganze Reihe leistungsstärkerer Smartphones an. Dass dem Hersteller dabei einiges zu zutrauen ist, zeigt das schon seit eine Weile erhältliche Mediapad, das im handlichen 7“-Format daherkommt und mit einer durchaus schicken Optik zu gefallen weiß. Dabei ließ sich der Hersteller zwar scheinbar von HTC inspirieren: Auf der Rückseite sind zwei größere dreieckige Flächen aus Plastik aufgesetzt, die zum einen als Abdeckung für SIM- und Speicherkarte dient und zum anderen die Linse des Fotosensors einfasst. Diese haben jedoch einen praktischen Sinn, sorgen sie doch für ein angenehmeres Halten, wenn man das Pad längere Zeit im Querformat benutzt.

Insgesamt mach das Tablet mit einem Unibody-Gehäuse aus Aluminium einen sehr wertigen Eindruck. Mit einer Bauhöhe von 10 mm ist es zwar nicht das schmalste seiner Klasse, aber auch alles andere als eine Wuchtbrumme. Gleiches gilt für die Gesamtfläche von 190 x 120 mm, die durchaus noch Reserven für eine Reduktion besitzt, denn die Seitenränder sind mit 15 mm bzw. gut 20 mm recht fett. Zudem ist das Mediapad mit 390 g auch kein Leichtgewicht. Dies mag an dem dicken Alu-Gehäuse liegen, dessen Wandstärke etwa 1,5 mm misst. Damit bietet es den im Inneren untergebrachten Bauteilen einen sehr guten Halt.

Ungünstig platziert sind die beiden Lautsprecher, die prinzipiell nicht den schlechtesten Klang liefern. Doch sie sind in die linke Seite integriert und werden schnell verdeckt, wenn das Pad im Querformat gehalten wird,

Display

Das Display mit einer Diagonale von 7" stellt dem Nutzer eine vergleichsweise hohe Auflösung von 1280 x 800 Pixeln bereit. Zudem gefallen satte Farben und kräftige Kontraste. Dank des recht hochwertigen Panels, bei dem der Hersteller auf die IPS-Technologie setzt, ist auch Blickwinkelunabhänigkeit hoch. Auch die Farben sind satt, wobei das Tablet eher zu einer wärmeren Farbdarstellung tendiert.

Kritikwürdig ist allerdings die Bildschirmleistung, wenn das Pad bei Sonnenschein an der frischen Luft verwendet wird. Mit 293 cd/m² ist die Leuchtstärke des Displays nicht die allerschwächste, doch im prallen Sonnenschein wünscht man sich weit mehr Leistung, vor allem auch deshalb, weil das Diplay dann enorm reflektiert. In praller Sommersonne lässt sich nur äußerst wenig erkennen, sodass der Weg an ein schattiges Plätzchen unumgänglich bleibt.

15 Kommentare anzeigen.
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  • notebook@guest , 30. Mai 2012 07:52
    das geteste Mediapad (7") ist ja nicht mehr aktuell,
    akutell (vor dem Verkaufsstart Anfang/Ende Juni) steht das HUAWEI Mediapad 10 FHD,
    10" Display, Quad-Core Prozessor, 2 GB RAM, Full HD Auflösung, 3G-Chip,...
    Von diesem Gerät wäre ein Kurztest interessant, speziell im Vergleich zu den anderen vorgestellten Tablets anderer Hersteller (Acer Aconia A700 (kein 3G), Asus Infinity Pad (kein 3G))!
  • oXe , 30. Mai 2012 10:10
    Warum kann eigentlich KEIN Pad alles?

    Ich hätte einfach gern eins mit:
    - IPS
    - Gorilla Glas
    - 7000mAh+ Akku
    - HDMI
    - 1GB Ram
    - 32 GB Flash
    - Dualcore
    - 9-10"
    - Micro-B USB
    - unter 400eur

    Acer Iconia Tab A500 und Lenovo ThinkPad haben einen zu schwachen Akku
    Samsung Galaxy Tab hat kein HDMI, bzw. nur über son drecks Adapter.
    ASUS Eee Pad Transformer TF101 hat kein USB, bzw. ebenfalls übern drecks Adapter.

    Kann mir wer helfen?
  • Binsenmeier , 30. Mai 2012 10:12
    notebook@Guestdas geteste Mediapad (7") ist ja nicht mehr aktuell,akutell (vor dem Verkaufsstart Anfang/Ende Juni) steht das HUAWEI Mediapad 10 FHD,10"


    Also, naja - ich weiß ja nicht, was bei dir aktuell heißt. Aber nur weil ein Pad größer ist als ein anderes, ist das andere doch noch lange nicht veraltet.
    Steht doch auch im Anfang vom Artikel: Viele 7-Zoll-Tablets wurden versprochen, aber die Hersteller kriegen es nicht auf die Reihe.
    Ist doch schön, mal ein 7" Test zu sehen.
    Aber so ein Roundup von den neuen 10ern würde ich auch gern sehen
  • smg72523889 , 30. Mai 2012 12:44
    ... die Benchmarkkommentare lesen sich a bisserl als hätte sie ein NV-Fan verfasst ...
    "Der Benchmark harmoniert nicht mit der NV-GPU" ... "Frühere Tests haben gezeigt, dass ... NV besser abschneidet" => welche?
    alle Tests die ich lese, kackt NV-GPU gegen die Adreno-Macht ab und es wird immer nur entschuldigt ...

    Erinnert irgendwie an AMD ... die schlechte Performance von Bulldozer liegt am miesen Windows ....
  • benkraft , 30. Mai 2012 17:28
    Zitat :
    "Der Benchmark harmoniert nicht mit der NV-GPU" ... "Frühere Tests haben gezeigt, dass ... NV besser abschneidet" => welche?

    Da ist doch sogar eine Verlinkung direkt dabei..?
    Einfach mal klicken ;) 
  • mareike , 31. Mai 2012 00:04
    Insgesamt ist der Test recht realistisch, ich habe selbst das Pad. Einige Punkte werden nur in der Informationsflut unausgewogen gewichtet.
    Das wichtigste wäre, das es kein anderes Pad in der 7" Klasse gibt, das annähernd so gut ausgestattet ist wie das Huawei. Darauf "rumzureiten" das bei praller Sonne die Sichtbarkeit nicht gut ist, ist ein Witz. Es gibt kein Akkubetriebenes Pad, das in der Sommersonne gut lesbar ist. Die Kamera ist Tatsächlich mehr als dürftig, aber das ist eine Schwäche mit der ich gut leben kann. (fotografiere eh mit ner richtigen Kamera) Was die Gehäusestärke angeht, sollte man auch bedenken, das die Soundqualität mit der Dicke meist abnimmt. Das Pad klingt wie ein Handy, nur etwas lauter.Da würde ich mir mehr Fülle wünschen.
    Was zum Schluss noch richtigerweise erwähnt wird, das es defakto kein Konkurenzprodukt mit akzeptabler Mindestausstattung zum angemessenem Preis gibt.
    Ein Zeichen dafür das es viele Firmen nicht nötig haben, einen vorhandenen Markt zu bedienen.
  • Anonymous , 31. Mai 2012 10:06
    Guter Test, für unterwegs ist das Gerät eine empfehlenswerte Wahl.
  • modena , 31. Mai 2012 14:06
    Ein paar Dinge stören mich an dem Test bei euch.

    Die CPU ist eigentlich nicht schlechter als Tegra 2, eher etwas besser.
    Wird aber normalerweise auch mit bis 1.5Ghz betrieben was hier sicher auch möglich wäre.
    Dann sieht es schlecht nicht mehr aus.

    Adreno 220 ist normalerweise deutlich stärker als die GPU von Tegra 2.
    Bitte zukünftig offscreen bei einer standartisierten Auflösung testen (z.B 720p)
    und auch etwas aussagekräftiger Benchmarks verwenden. Z.b. mit GL Benchmark 2.1.
    Neocore und Vellamo sind von Qualcomm, also mit Vorsicht zu geniessen und Quadrant
    bringt keine konsistenten Resultate.

    Das HTC Sensation bringt mit dem gleichen SoC und der gleichen Taktfrequenz
    knapp 85'000 Punkte beim Browsermark, also ist wahrscheinlich Huaweis Browser nicht gar so gut
    optimiert.
  • Nightcamo@guest , 1. Juni 2012 08:39
    Ein Vergleich zu echten Billig-Tablets wäre mal interessant. Zum Beispiel zum Sanei N10 (Ampe A10). Das hat übrigens alles (außer Dual-Core, dafür 1,5GHz Allwinner A10 CPU + etwas labbrigeres Gehäuse) was das Huawei auch hat, kostet aber nur 200€.
  • olaf64@guest , 2. Juni 2012 11:01
    Ich hab das Huawei Pad und bin rundum zufrieden. Es kann vor allem auch USB-Sticks lesen und beschreiben und im Android Forum gibt es User, die es mit einer 64GB SDX Karte benutzen (teste ich als nächstes). Für das Geld ist es sowieso ungeschlagen.
  • Kaesimir@1342698371@guest , 4. Juni 2012 07:36
    Also, ich bin auch (selbst nach dem THG-Test) recht begeistert.

    - selbst unter den hochpreisigsten Pads finde ich noch keine Displaytechnik, die "strandtauglich" ist
    - 7" Pads mit ICS und 3G muß man unter den großen Herstellern suchen, und ist man dann zu Mondpreisen mal fündig geworden, wird man mit untauglichen 1024x600 Pixeln Auflösung bestraft
    - wer über 15-20mm Displayrand meckert, soll dann aber auch erklären, wie man ein Tab mit 5 mm Rand in den Händen halten soll

    Hätte das Huawei noch GPS, wäre ich schon im Laden...
  • Kaesimir@1342698371@guest , 4. Juni 2012 07:59
    Oh... laut Huawei bietet es sogar GPS! Na denn...
  • ichdoch , 6. Juni 2012 20:02
    also ich habe das mediapad vor zwei tagen gekauft, bisher muss ich sagen, dass hat alles und läuft damit gut.
    gps eingeschaltet, google angemeldet, aufgemacht maps läuft bis 20 meter genau.
    umts hab ich noch nicht erprobt, wifi läuft schnell, ohne jegliches problem, es lässt sich super surfen.
    eine micro sd ha ich auch noch nicht, schade warum auf 32 begrenzt, ich google mal obman da was machen kann.
  • Kaesimir@1342698371@guest , 13. Juni 2012 07:19
    Ich habe es mir auch gekauft und bin sehr zufrieden! UMTS klappt auch problemlos.

    Angeblich gehen auch sdhc-Karten mit 64 GB. Wichtig wenn man das ICS-Update von Karte aufspielen will:

    Die Karte nicht vorab mit ntfs formatieren!
  • maggibini@guest , 31. Juli 2012 00:31
    Hallo Zusammen,

    ich muß mich doch mal aufraffen und auch meinen Senf dazu abgeben.

    Ich besitze das Teil seit Anfang April. Ich habe es aus einer Laune heraus gekauft. Mobiles Endgerät? Ich nenne mein Eigen: Ein Handy (ich bin eigendlich Handy-Verweigerer), Netbook 11" und wenn es etwas größer sein muß auch noch ein Notebook 17". Jetzt noch ein Tablet? Wofür eigendlich?

    Dann der Test in der c't: Nicht Fisch, nicht Fleisch. Aber ein SUPER Durchschnitt!
    Was mir aber wichtig war: 3G und gute Ausstattung.
    Mit anderen Worten: Für all das, wofür ich so ein 'Ding' eigendlich überhaupt nicht brauche, genau das Richtige. Also los und kaufen. Die Kasse gibt's, für absolut Unnötiges, gerade her.

    Und jetzt? Es ist heute mein - fast - täglicher Begleiter, obwohl ich im voraus nicht wußte, wofür ich es überhaupt gebrauchen sollte.

    Wer also über das Pad nörgelt (die Laufzeit mal ausgenommen) sollte sich einmal grundsätzlich Gedanken darüber machen, was er denn eigendlich braucht und - vor allem: FÜR WAS!
    Wenn ich mir einen Sportwagen kaufe, eigendlich aber einen Kombi brauche, dann kann ich auch anschließend nicht über mangelnden Nutzen maulen.
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