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Fazit

Was bringen Hybrid-Festplatten?
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Wir hatten uns gefragt, ob sich der Blick auf Hybrid-Festplatten derzeit schon lohnt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Antwort klar: sicher nicht. Unsere Testergebnisse sind eindeutig, auch wenn man davon ausgehen sollte, dass die Entwicklung und Leistung von Hybrid-Festplatten noch in den Kinderschuhen steckt und zukünftige Versionen sicherlich schneller sein und mehr NV-Cache bieten werden. Die Leistungsunterschiede der ersten Hybrid-Festplatten im Vergleich mit konventionellen Festplatten unter Windows Vista sind kaum bis gar nicht feststellbar. Auch die Verbesserung der Akku-Laufzeit hat uns nicht überzeugt.

Die HM16HJI von Samsung weicht ansonsten nicht von anderen Notebook-Festplatten mit 5400 U/Min ab, was bedeutet, dass sie die Leistung bringt, die man heute von einem solchen Produkt erwartet. Die Zugriffszeiten und Übertragungsraten entsprechen durchschnittlichen Werten, allerdings liefert der herkömmliche Bruder HM160JI in unserem Benchmark-Lineup geringfügig bessere Leistung. Letzten Endes werden Sie ein System mit Hybrid-Festplatte sicher nicht von einem gleich ausgestatteten Notebook mit konventioneller Technik unterscheiden können.

Zudem haben wir einige Akku-Tests sowie eine Messung der Boot-Zeit von Windows Vista vorgenommen, um dem Konzept der Hybrid-Festplatte gerecht zu werden. Leider gibt es noch keine Out-of-the-box–Benchmarks für Akkulaufzeit (z.B. MobileMark), die unter Windows Vista laufen würden. Obwohl Windows Vista unter Verwendung einer Hybrid-Festplatte deutlich schneller starten kann beträgt die Steigerung der Akku-Laufzeit lediglich drei Prozent. Sogar bei Hochleistungsakkus von 60 Ah und mehr kommen wir dabei rechnerisch nur auf eine Verbesserung im Bereich weniger Minuten. Zum ungefähr gleichen Ergebnis gelangen Sie durch die Herabsetzung der Display-Helligkeit um eine oder zwei Stufen. Anwender, die vor allem anspruchslose Aufgaben am Notebook lösen, so dass die Hybrid-Festplatte fast ausschließlich mit dem NV-Cache arbeiten kann, erzielen vermutlich geringfügig bessere Ergebnisse als unser Test mit gemischten Anwendungen. Allerdings scheint uns die zugesagte Steigerung der Akku-Laufzeit von bis zu 10% schlichtweg nicht erreichbar.

Gleichzeitig sollten wir aber auch festhalten, dass wir mit der Hybrid-Festplatte keinerlei Probleme hatten. Windows Vista erkennt die Festplatte sofort, aktiviert das NV-Cache-Feature und bootet merklich schneller. Das Konzept der Hybrid-Festplatte funktioniert und bietet unseres Erachtens auch Raum für Verbesserungen. Jedoch würden wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht jeden Preis zahlen, nur um an eine solche Festplatte zu kommen. Anwender, die hohen Wert auf Maximalleistung legen, sollten auf Festplatten warten, die ausschließlich auf Flash basieren. Jeder andere ist besser beraten, die Akkulaufzeit gegebenenfalls mit den Energiesparoptionen des Notebooks zu verlängern und die Helligkeit des Displays den wirklichen Bedürfnissen anzupassen. Stand heute gilt: Hybrid-Laufwerke gerne, aber nur zum gleichen Preis wie konventionelle Technik.

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