IBM zieht sein Angebot für Sun zurück
Der Deal zwischen Sun und IBM ist wohl geplatzt. Wie führende US-Medien melden, hat IBM sein Kaufangebot für Sun Microsystems zurückgezogen.
Auf informierte Kreise beziehungsweise den Verhandlungen »nahestehenden Personen« berufen sich die New York Times und das Wall Street Journal zu den neuesten Entwicklungen beim Deal zwischen Sun und IBM: Der scheint zu platzen.
Demnach wurde zum Wochenende erneut über den Kaufpreis verhandelt. Ursprünglich war ein Preis zwischen 6,5 und 7 Milliarden US-Dollar im Gespräch, die IBM für Sun hätte springen lassen. Gegen Ende letzter Woche drückte IBM das Angebot erstmals auf umgerechnet 9,55 Dollar pro Sun-Aktie. Kurz darauf soll der Preis nochmals um rund 15 US-Cent pro Aktie gesunken sein. Auch hat Sun eine Exklusivitätsvereinbarung gekündigt, nach der nur mit IBM verhandelt werden darf. IBM soll schließlich am Sonntag sein Angebot zurückgezogen haben.
Uneinigkeit über den Kauf habe bei der Sun-Führung bestanden: Eine Gruppe um Sun-Gründer Scott McNealy sei gegen die Übernahme gewesen, ein Personenkreis um Sun-CEO Jonathan Schwartz dafür. Knackpunkt ist nicht die Höhe des Kaufpreises: Laut der New York Times sei Sun mit diversen Zusatzgarantien gegenüber IBM nicht einverstanden gewesen.
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