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IDC: Ableben des Konsolenmarkts ist unwahrscheinlich

von - quelle: IDC

Laut einer kürzlich von IDC durchgeführten Studie wird sich der Spielkonsolenmarkt dank dem Launch von Nintendos Wii U Anfang nächsten Jahres langsam erholen.

IDC verneint damit praktisch die Annahme, das die sinkenden Absatzzahlen das Ende der Ära der Spielkonsolen bedeuten würden. Laut der Studie Worldwide Game and Interactive Entertainment Console Hardware and Software 2011 -2015 Forecast (IDC #229438) soll der Launch der Nintendo Wii U die Erholung des Konsolenmarkts einläuten.

"Die Gesamtumsätze für Konsolen-Hardware und Disc-basierte Software werden 2011 um ein paar Prozentpunkte niedriger liegen als in 2010", so Lewis Ward, Research Manager, Consumer Markets: Gaming, IDC. "Aber Voraussagen, dass Spielkonsolen als Produktkategorie ihren Höhepunkt überschritten haben, sind verfrüht. Ich erwarte, dass der Launch der Wii U, einer überarbeiteten interaktiven Entertainment-Konsole von Microsoft um 2014 herum und die Ankunft der Sonys PlayStation 4 im Jahr 2015 – zusammen mit mehr als nur ein paar exklusiven, innovativen Spielen – zu einer neuen Welle Konsolen-spezifischer Ausgaben in den nächsten Jahren führen wird."

Laut der Studie soll der kombinierte Umsatz von Konsolen-Hardware und physischen (Disc, SD) Games zwischen 2010 und 2015 um jährlich 3,6 Prozent wachsen. Als Hauptgrund für diese Umsatzsteigerungen wird das Wachstum des Konsolenmarktes in Entwicklungsländern genannt. Gleichzeitig soll aber aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung der proportionale Anteil der Haushalte sinken, die Spielkonsolen tatsächlich benutzen.

"IDC erwartet, dass es 2015 weltweit etwa 257 Millionen aktive Spielkonsolen geben wird (das entspricht 12,7 Prozent aller angenommen Haushalte für dieses Jahr), was einem Rückgang um etwa ein Prozent im Vergleich zu den gleichen Durchdringungszahlen für 2011 entspricht", so der Bericht. "In diesem Sinne kann man möglicherweise schlussfolgern, dass die Popularität von Konsolen aufgrund des Aufstiegs von Media-Tablet-Gaming sowie Free-to-Play- oder sozialem Online-Gaming usw. nachlassen wird."

Wie man es schon beim Debüt der Nintendo Wii U gesehen hat, kann sich aber im Verlauf der nächsten Jahre auch die Definition einer "Spielkonsole" an sich ändern. Ein Beispiel dafür wäre die "Konsole" von OnLive: Sie ist ein kleines Nintendo-DS-großes Gerät mit zwei USB-Ports, einem HDMI-Ausgang, einem Stromanschluss und Unterstützung für einen kabellosen Controller. Sie enthält zwar Firmware, aber die Spiele und die für sie nötige Rechenleistung werden von Servern bereitgestellt. Physische Games werden sicherlich auch in den nächsten Jahren noch verkauft werden, aber die Industrie als Ganzes scheint die Priorität in die Cloud zu verschieben.

Wenn man das bedenkt, dann könnte die Spielkonsole wie wir sie kennen tatsächlich in Kürze der Vergangenheit angehören. Wer weiß schon, wie die Märkte 2014 oder 2015 wirklich aussehen werden? Werden sich PlayStation und Xbox mehr in Richtung Multimedia orientieren?

"Die Prognose zeigt außerdem, dass die PS3 im Jahre 2015 weltweit die größte aktive Basis aller Spielkonsolen haben wird", so die Studie. "In diesem Sinne könnte sich das "Beharrungsvermögen" der PS2 wiederholen." Allein dies könnte schon ein Hauptgrund sein, warum das klassische Modell des Konsolen-Gamings für so lange erhalten bleiben wird: Die alten Konsolen werden wahrscheinlich billiger sein als die neuen Modelle und außerdem weiterhin von dedizierten Entwicklern unterstützt werden.

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