Fazit: Kampf der Standards - IDE schlägt SCSI
Nachdem SCSI von Beginn an als gleichermaßen leistungsfähig und zuverlässig galt, brachte uns IDE bzw. ATA in den frühen 90ern doch häufiger Kompatibilitätsprobleme. Laufwerk A als Master mit Laufwerk B als Slave wollte partout nicht funktionieren - umgekehrt konnte man jedoch Glück haben. Etwa seit 1997 gehören diese Probleme jedoch endgültig der Vergangenheit an; IDE konnte aus den Kinderschuhen hinaus wachsen.
Mit der Einführung der UltraDMA-Modi konnte das kostengünstige Interface so richtig durchstarten, denn bis heute wurde das Performance-Defizit gegenüber SCSI-Laufwerken fast aufgeholt. Während sich noch vor drei Jahren eine SCSI-Festpatte positiv bemerkbar machte, so werden Sie heute durch die Verwendung eines Laufwerkes mit 10.000 U/Min kaum eine spürbare Leistungssteigerung erhalten. Bei einer Verlagerung des Schauplatzes in den High-End-Bereich (v.a. Server) wendet sich jedoch das Blatt, hier zeigen teure SCSI-Laufwerke ihre Stärken durch viele I/O-Vorgänge pro Sekunde und große Caches.
Der Umgang mit IDE-Geräten gestaltet sich heute als sehr einfach; auch die zu erwartende Performance liegt dank Bandbreiten von bis zu 100 MB/s (UltraDMA/100) auf sehr hohem Niveau. In kürze erfolgt die Markteinführung der ersten Produkte für Serial ATA, das sowohl die Bandbreite auf 150 MB/s steigern und auch die unbestritten lästigen Flachbandkabel ersetzen soll.
Weiterhin Gültigkeit haben jedoch Technik und Know-How im RAID-Bereich; ein Thema, dem wir uns in Kürze im zweiten Teil dieses Artikels widmen werden.
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