ATAPI: CD-Laufwerke finden Anschluss
Ursprünglich war ATA niemals dafür gedacht, mit anderen Laufwerken als mit Festplatten zu kommunizieren. Die ersten CD-ROM Laufwerke verwendeten SCSI oder wurden über eine eigene Interface-Karte an das System angebunden - kein sehr fortschrittlicher Weg, da diese Vorgehensweise das ATA-System praktisch kopierte. Der Weg zu ATAPI bescherte im übrigen auch Bandlaufwerken deutlich höhere Performance, da diese bislang nur über den langsamen Floppy-Controller angebunden wurden.
Der Name "Packet Interface" rührt daher, dass die Daten tatsächlich in sogenannten Packets versandt werden. In der Tat hat das ATAPI-Protokoll rein gar nichts mehr mit ATA zu tun und ähnelt eher dem Arbeitsprinzip von SCSI. Anders als bei Festplatten kann das verwendete Protokoll von Modell zu Modell stark variieren, während Festplatten heute entweder UltraDMA/100 oder UltraDMA/133 entsprechen. Noch dazu benötigt ATAPI zwingend einen Treiber zur Kommunikation mit dem Laufwerk, während das BIOS auf Festplattendaten meist direkt zugreifen kann. Zumindest ist es seit einiger Zeit problemlos möglich, von CD-Laufwerken zu booten. Doch Komfortfunktionen wie etwa die Wiedergabe von Audio-CDs ohne ein Betriebssystem zu laden beherrschen heute nur sehr wenige Motherboard-Hersteller (z.B. AOpen).
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