Fazit
Die Vorteile von RAID-Systemen liegen auf der Hand: Je nach Modus erhöhen sie die Datensicherheit oder steigern die Performance - und das im großen Stil. RAID-Arrays greifen hinsichtlich ihrer Performance den Festplatten um etwa 2 Jahre voraus. Jedoch haben RAID-Systeme meist einen hohen Preis, denn je komplexer und leistungsfähiger die Lösung sein soll, umso höhere Investitionen sind notwendig. Deshalb sind gerade beim Liebäugeln mit einem Hardware-RAID genaue Erwägungen wichtig: Was sind meine Anforderungen? Was brauche ich mindestens, um diese zu erreichen?
Für den Heimgebrauch bietet sich RAID 0 oder 0+1 an. RAID 1 sorgt zwar für hervorragende Datensicherheit, aber die Investition in Controller und zwei Festplatten ist kaum lohnend, denn von der Mehrleistung spürt man erst einmal nicht viel. Moderne PCs starten heute ohnehin recht zügig, und auch das Kopieren von CD-ROM auf Festplatte mag durch das Vorhandensein eines RAIDs nicht so recht beschleunigt werden.
RAID 0 ist zweifelsohne das schnellste System, birgt jedoch Risiken. Der Defekt eines Laufwerkes bedeutet zwangsweise das Aus. Erst mit RAID 3 oder 5 erhält man gleichzeitig gute Performace und hohe Datensicherheit, doch mehrere hundert Euro für einen passenden Controller zuzüglich mehrerer Laufwerke haben nur die wenigsten übrig.
An dieser Stelle müssen wir IDE-RAID jedoch auch einen kleinen Dämpfer verpassen: Neben den Kosten sind weitere Nachteile der erhöhte Administrationsumfang sowie die größere Wärme- und Geräuschentwicklung allein durch die Anzahl der Festplatten.
Darüber hinaus hat IDE derzeit mit einigen Handicaps zu kämpfen: Die Laufwerke sind nicht für den Dauerbetrieb konzipiert (wichtig bei Server-Anwendungen) und die ATA-Verkabelung ist vor allem bei Verwendung mehrerer Laufwerke ausgesprochen lästig. Sie sorgt im Gehäuse sowohl für Hitzestaus als auch für versperrte Sicht ins Innere. Doch Serial ATA ist schon auf dem Weg, um das lästige 40-adrige Kabel endlich in den wohl verdienten Ruhestand schicken.