IDF 2006: Spiele für 4-Kern-Prozessoren
Inhaltsverzeichnis
- 1. Späte Stunde am Tag Null: Quadro Core in SF

Noch im Aufbau: Stände zum Thema Quadro Core.
Noch vor dem Beginn der eigentlichen IDF-Veranstaltung, zu der Entwickler aus aller Welt eingeladen sind, zeigte Intel einem kleinen Kreis erstmals Anwendungen für den neuen 4-Kern-Prozessor mit dem Codenamen Kentsfield. THG hatte den Core 2 Quadro getauften Prozessor (2.66 GHz, 2 x 4 MB L2-Cache, FSB1066 bzw. 1333) bereits vor 14 Tagen einem ausführlichen Prüfprogramm unterzogen und im Münchner Labor gegen AMD Athlon 64 FX und Intel Core 2 Extreme antreten lassen. Im Artikel Intels Geheimwaffe: 4 Kerne auf einem Chip stellt sich heraus, dass besonders bei Video-Applikationen die Performance um bis zu 80 Prozent ansteigt. Bei 3D-Rendering wie 3D Studio Max 8 sind es fast 100 Prozent. Dagegen lässt sich bei normalen Büroanwendungen und herkömmlichen Spielen kaum Mehrleistung erzielen. Hier muss vor allem die Software angepasst werden. Dafür besitzt der Core 2 Quadro enormes Übertaktungspotenzial unter Beibehaltung normaler Luftkühlung: Im Test erreichte THG maximal 3.33 GHz bei stabilem Betrieb - obwohl es sich um ein Testmuster handelte, welches ohne Speed Stepping arbeitete. Nicht ganz verständlich ist die Bezeichnung des vorerst schnellsten Vierkern-Prozessors: Core 2 Extreme - obwohl Core 2 Quadro drinsteckt. Der Preis dieses schnellsten x86-Prozessors soll mit 1000 Euro für Anfang 2007 angesetzt werden.
Dass bei AMD auch das Zeitalter der 4-Kern-Prozessoren bevorsteht, gab der Hersteller vor wenigen Tagen in München mit ersten Details zum Opteron 8xxx bzw. Athlon 64 X4 bekannt. Im Gegensatz zu Intel setzt AMD gleich zu Beginn auf einen echten 4-Kern-Chip (Intel arbeitet mit zwei Core 2 Einheiten auf einem Träger). Erste CPUs in 65-Nanometer-Fertigung aus Dresden sind allerdings nicht vor Mitte 2007 auf dem Markt zu erwarten.