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IPRED: Schwedens Provider widersetzen sich

von - quelle: Tom's Hardware DE

Seit 1. April gilt in Schweden das Anti-Piraterie-Gesetz »IPRED«, das die Herausgabe von Kundendaten durch die Provider an die Medienindustrie vorsieht. Doch die dortigen ISPs machen nicht mit: Sie löschen die Daten sofort.

Anfang April ging der Datenverkehr in Schweden deutlich zurück (siehe »Schweden surft auf Sparflamme«). Grund dafür war das Inkrafttreten der EU-Richtlinie IPRED (Intellectual Property Rights Enforcement Directive). Dieses Anti-Piraterie-Gesetz sieht vor, dass die Internet-Provider auf richterliche Anordnung Kundendaten herausgeben müssen. Weitergeleitet werden die Informationen dann an die Rechteinhaber, beispielsweise Vertreter der Musikindustrie, um Identität mutmaßlicher Urheberrechts-Verletzer festzustellen diese anzuklagen.

Während die PirateBay-Betreiber mit ihrem IPREDator ihren Kunden einen kostenpflichtigen VPN-Service anbieten, um das Ausspähen von P2P-Verbindungen und -Daten zu unterbinden (siehe »Großer Erfolg für Schwedens IPREDator«), wehren sich die schwedischen Internet-Provider auf ihre eigene Weise gegen die Datenweitergabe: Sie speichern die Kundendaten nicht mehr, sondern löschen sie.

Wie unter anderem Pressetext meldet, speichert nach den Providern All Tele und Bahnhof auch Tele2 nun keine IP-Adressen mehr. »Bisher haben wir einige Informationen zu den jeweiligen IP-Adressen unserer Kunden für interne Zwecke gespeichert. Die Integrität dieser Daten ist jetzt aber durch die IPRED gefährdet«, wird Tele2-Chef Niclas Palmstierna zitiert.

Das Löschen beziehungsweise das Nicht-Vorhalten von Kundendaten verstößt nicht gegen geltendes Recht: »Im Gesetz ist nicht ausgeführt, was wir speichern müssen, lediglich, was wir nicht speichern dürfen«, so Palmstierna. Liegen keine Daten vor, kann auch nichts weitergegeben werden.

Das Verhalten der ISPs stößt bei der Medienindustrie beziehungsweise deren Vertretern freilich auf wenig Gegenliebe: »Jeder im Parlament hat unter der Annahme gehandelt, dass die ISPs sich gegenüber dem Gesetzgeber loyal verhalten und nicht von Rechtsbrüchen profitieren wollen«, so Peter Danowsky, der Anwalt des Branchenverbandes IFPI (International Federation of the Phonographic Industry). Er wird für den Fall, dass sich noch weitere Provider dem Trend anschließen, noch härtere Gesetze fordern.

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mieleman 30/04/2009 13:01
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verstößt denn der Zwang Daten zu speichern, nicht gegen geltendes Recht oder Datenschutzbestimmungen der jeweiligen EU-Länder?

Mr. J 30/04/2009 13:26
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Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Richt [...] peicherung

Nach EU-Recht ist ein solches Gesetz also sogar Vorschrift, allerdings bleibt dann immernoch die Frage ob so etwas überhaupt mit nationalem Recht vereinbar ist und zumindest hier in Deutschland läuft ja grad noch eine Klage gegen die Vorratsdatenspeicherung.

MfG
Mr. J

master snowman 30/04/2009 13:27
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-0+

isch ja zu geil!

master snowman 30/04/2009 13:27
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-0+

isch ja zu geil!

aconst 30/04/2009 13:45
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-1+

und auch wenn die Vorratsdatenspeicherung gesetzlich vorgeschrieben wird man wird es durch VPN-Services umgehen können. Die Servers werden irgenwo in tiefster Mongolei stationiert und fertig.

ungleubiger 30/04/2009 14:06
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finde die reaktion der provider gut

oXe 30/04/2009 14:22
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Sollte die Telekom etc. auch machen!!!

warofsun 30/04/2009 14:26
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Klasse Aktion von den Providern. Immer weiter so.

fruechtetee 30/04/2009 15:23
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Tja: Recht so!
Da handelt ein Provider mal Kundenfreundlich.
Sorry für sinnlose Parollen, aber ich werde meinen Haken der PiratenPartei witmen...

Mal sehen (bin ja Wahlhelfer) wer da noch so seinen Haken macht!
Wäre ja erfreut wenn ;-)

anonymous 30/04/2009 15:47
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Hier scheinen die Provider erkannt zu haben das es eine gewisse parallele zwischen der Art des DSL-Anschlusses und damit deren montl. Einkommen und der Gewährleistung der Kundenidentität gibt.

Ich hoffe das auch deutsche ISPs begreifen das sich die breitbandigen Anschlüsse nur verkaufen und halten lassen, wenn derren Inhaber in ausreichendem Maße vor Rechteinhabern und deren Vertretern geschützt werden.

qwertz123 30/04/2009 23:16
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Ich kann da nur beipflichten. Diese Datenspeicherung geht einfach zu weit und das hat nichs mit illegalen Dingen zu tun. Anonymität ist keine Straftat, sondern ein Grundrecht einer demokratischen Ordnung. Gerade die Deutschen wählen lieber Sicherheit als Freiheit.

Wer seine Rechte nicht ausübt, verliert sie!! Wir Bürger und auch die Unternehmen, sind einfach viel zu passiv geworden.

Es wird mal Zeit das sich die Bürger über die EU informieren:
http://ef-magazin.de/2008/01/07/eu [...] st-fast-da

Wer mehr Info möchte: http://www.brusselsjournal.com/node/2773

Minijobber 01/05/2009 13:02
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Ich bin auch dafür das meine Busfahrten protokolliert werden...ich könnte ja auf dem Weg zu einem Bankraub, zu meiner Bank wg. Überweisung nach Lichtenstein, zum Kaufhaus um DVDs/CDs zu klauen sein...und im Umkehrschluss (Nutzung meines WLan um Musikdateien runterzuladen) wird der Busfahrer (WLan-Besitzer) für mein Tun verhaftet da er mich (Sufer...Nutzer des WLan) ja dahingebracht hat...

Sag mal...wo soll das noch hinführen...ich will mein WLan meinen Nachbarn im Garten zur Verfügung stellen...darf das aber nicht weil...ja warum eigentlich nicht...

uarrrgghhh...ich rege mich wieder Fürchterlich über unseren STAAT auf...muß wohl am Datum liegen.

dragun 01/05/2009 20:47
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Du darfst deinem Nachbarn auch kein Stromkabel von deinem Haus zu seinem legen ;) Gibt haufen solcher sachen, ich wüsst auch mal gern warum man das alles nicht darf.
Leider sind unsere Provider auf der Seite des Staates, hauptsache kein Risiko eingehen und brav unseren Killerpolitikern die Schuhe lecken ;)
Die nächsten Wahlen werden zeigen was sie davon haben, ich werd sicher nicht mehr CSU/CDU SPD wählen

Aldidas 04/05/2009 00:30
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Das mit dem Stromkabel darfst du schon nur wenn was passiert bist du Haftbar weil es von dir komm.

Aber das die Provider die Daten löschen find ich gut^^
zwar bestimmt nicht für die Kunden, die werden da wohl irdentein Profit drin sehen.

Denken 06/05/2009 08:39
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Oha wie genial.

Will die Musikindustrie nun die Provider zwingen die Kundendaten zu speichern? Quasi eine Vorratsdatenspeicherung, ohne begründeten Verdacht!

Was haben wir nicht für eine tolle Demokratie.

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