Fusion, Sandy Bridge und Smartphones bei Acer
Vergangene Woche hat Acer einen Ausblick auf seine kommenden Modelle gegeben und im Zuge dessen auch einige neu zusammengefasste Modelllinien erklärt.
Man könnte erwarten, dass bei einem PC-Hersteller zwei Themen bzw. neue Komponenten dominieren, und zwar Intels neue Sandy-Bridge-CPUs und AMDs erste Fusion-APUs. Tatsächlich gab es beide auch in diversen Modellen zu sehen. Darüber hinaus zeigte Acer aber auch noch Geräte für den Unterhaltungsbereich sowie neue Mobiltelefone.
Farben und Fusionen
Bei den Notebooks konnte man erste Eindrücke der kommenden Modelle sammeln. Äußerlich nur leicht verändert, steckt in ihnen nun oft ein Sandy-Bridge-Herz. Bei den Netbooks gab es die Serie Aspire One Happy zu sehen, die mit ihren fröhlichen Farben und dem darauf abgestimmten Zubehör wie Mäusen vor allem die Lifestyle-Mobilisten anspricht. Aber auch andere Modelle sollen nun in diversen Farben zu ordern sein. Die Rede war von schwarz, rot, blau und braun. Das Aspire One 522 tritt derweil das Erbe des Aspire One 521 an, das seinerzeit Acers erstes Netbook mit AMD-Innenleben war. Auch beim neuen Modell ist AMD inside, und zwar in Form der neuen Fusion APU C-50, also einem Doppelkerner mit 1 GHz Takt. Preislich soll es offiziell bei 329 Euro starten.
Fusion bleibt bei Acer aber nicht nur auf die Kleinsten beschränkt, auch im 15-Zoll-Bereich wird es ein Modell mit diesem neuen Hybridprozessor geben: Die Geräte der 5253-Familie beinhalten einen AMD E-350-Prozessor oder den kleineren C-50, besitzen ein 15,6-Zoll-Display mit 1366 x 768 Pixeln und vertragen bis zu 8 GB DDR3-RAM. Die üblichen Merkmale wie LAN und n-WLAN, Webcam, Bluetooth, Kartenleser, optisches Laufwerk, VGA- und HDMI-Ausgang usw. sind natürlich ebenfalls vorhanden. Als Betriebssystem dient Windows 7 Home Premium mit 64 Bit. Mit einem Gewicht ab 2,6 Kilo gehören diese Geräte aber definitiv nicht mehr ins Segment der Ultramobilen. Der Einstiegspreis soll laut Liste bei nur 399 Euro liegen – wie die Ausstattung dabei genau aussieht, wird sich aber noch zeigen müssen.
Von Ikonen und Familien
Letztes Jahr angekündigt und als Prototyp gezeigt, war das Iconia auf dem Event als finales Gerät zu bestaunen. Zur Erinnerung: Es handelt sich um ein 14-Zoll-Gerät mit zwei Touchscreens à 1366 x 768, wobei der untere sich entweder als erweiterte Anzeige, als virtuelle Tastatur oder, ähnlich wie bei Nintendos DS als Steuerungsbereich nutzen lässt. Die virtuelle Tastatur funktioniert übrigens überraschend gut - man muss nicht mit übermäßig spitzem Finger tippen um eine brauchbare Tippgeschwindigkeit zu erreichen. Im Innern stecken Intels Core i5-480M, 4 GB DDR3-RAM, WLAN, Bluetooth, Gigabit LAN und auch ansonsten viel an Ausstattung. Interessant: Trotz einem Gewicht von 2,8 Kilo und einer Anschlussvielfalt, die auch zu einem Notebook passt, versteht Acer das Iconia als Tablet.
Der Name Iconia soll übrigens in Zukunft zur Familienbezeichnung aller Tablets genutzt werden, und Acer stellte gleich noch drei weitere vor: Neben zwei Android-Varianten im 7- und 10-Zoll-Format auf ARM-Basis, die Android 2.2 bzw. 2.3 nutzen werden, gab es auch ein Windows-7-Tablet mit AMD-Innenleben – auch hier setzt Acer auf Fusion. Für das Windows-7-Gerät gibt es eine ansteckbare Tastatur, die aus dem Tablet ein Netbook machen kann; für die Androiden soll sie später ebenfalls angeboten werden. Alle Modelle sollen ab April 2011 im Handel erhältlich sein. Wir werden also mit Sicherheit um die CeBIT herum noch mal mehr von der Iconia-Familie hören.
Bislang nur als Modellbezeichnung genutzt, steigt auch Revo zum Familiennamen auf. Alles, was zu Hause zum Einsatz kommt, soll künftig auf diesen Namen hören, egal ob der kleine Desktop, der Home-Server (EasyStore), oder der HTPC. Genau letzteren zeigte Acer in Form des Revo RL100, den man schon auf der IFA als frühen Prototypen bestaunen konnte. Vom Format her ähnelt er eine PS2 der neueren Ausführung und vereint im Innern AMD (Athlon II Neo K325) und Nvidia (Ion-2-Grafik mit G218-GPU). Dazu gibt es eine 250 bzw. 500 GB HDD, 2 oder 4 GB DDR3-RAM, entweder ein DVD- oder BD-ROM und Windows 7 als OS. Für den Gadget-Fan ist die Fernbedienung „RevoPad“ ein Schmankerl: ein kleines Täfelchen mit eingebautem Akku, dass sich zwischen Touchpad- und Tastaturmodus umschalten lässt und zum Laden in den Revo RL100 eingeschoben wird. Das Gesamtpaket soll ab 499 Euro im Handel zu finden sein.
Fernsehen und -sprechen
Dafür, dass Fernseher und Peripherie wie EasyStore Server bzw. Revo HTPC auch brauchbar angebunden werden können, soll clear.fi sorgen, die ähnlich wie DLNA Inhalte von verschiedenen Quellen in einer Oberfläche präsentiert und abspielen bzw. verwalten kann. Passende Fernseher hat Acer ja ebenfalls im Angebot.
Seit einiger Zeit führt Acer auch Smartphones im Sortiment und zeigte einige Modelle. Die Geräte nutzen eine angepasste Android-Oberfläche und setzen auf ARM-Prozessoren zwischen 600 und 800 MHz. UMTS und WLAN sind ebenso bei allen an Bord wie Android 2.2 (FroYo). Das Acer Liquid Mini und das beTouch E210 sollen laut UVP 249 Euro kosten, das Acer Liquid MT steht mit 379 Euro in der Liste.
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Ich kann von Acer nur abraten. Hatte gerade ein Aspire 8930 g bei den Ohren. Schweineteuer, aber der Ausbau auf 8 Gbyte wird durch das BIOS verhindert und zudem kann man die Virtualisierungs-Unterstuetzung der CPU nicht aktivieren. Finger weg von Acer!