Interview mit Innovatek: Wasserkühlung ausgereizt

Stellen diese eine Gefahr für Flüssigkeitskühlungen dar? Wie lässt sich die Leistung noch steigern? Und wie sieht es mit Modifikationen am Kühler und der passenden Wärmeleitpaste aus?

Während 99 Prozent der "normalen" PCs auf einen simplen Luftkühler setzen, um Prozessor oder Grafikkarte ausreichend zu kühlen, gibt es im Nischensegment seit Jahren abweichende Kühllösungen. Enthusiasten und PC-Freaks setzen sogenannte Wasserkühlungen ein, um mehr Leistung aus einem bestehenden System zu erhalten und gleichzeitig eine niedrige Geräuschkulisse zu garantieren. Gerade letzteres können vergleichsweise einfach aufgebaute Luftkühler nicht bieten. Die deutsche Firma Innovatek bietet seit Jahren ihre Produkte in hoher Qualität an und adressiert damit die gehobene Preisklasse.

Tom’s Hardware sprach mit Markus Husterer, dem Geschäftsführer des Unternehmens.

Tom’s Hardware: Warum wird für den i-Cool keine Halterung für den Sockel 775 angeboten?

Innovatek: Es gibt auch für den i-Cool eine Sockel 775-Halterung. Unser modulares Design ermöglicht es, auch für Kühler, die früher entwickelt wurden, Halterungen für CPU-Sockel anzubieten, die es zum Zeitpunkt der Kühlerentwicklung noch gar nicht gab.

Tom’s Hardware: Wäre es theoretisch möglich, die Kühlleistung stark zu erhöhen, wenn das Design des Kühlers deutlich aufwändiger gestaltet wird? Hierbei sehen wir von den Kosten für Material, den Zeitaufwand in der Herstellung, den Abmaßen sowie vom Gewicht des Kühlers einmal ab.

Innovatek: Ja, dies wäre theoretisch denkbar. Wenngleich der Abstand zum physikalischen Limit (rechnerische Grenzwerte unter Berücksichtigung der möglichen Materialien) schon recht klein ist. Wenn man jedoch unbegrenzten Aufwand betreiben würde, gibt es durchaus Möglichkeiten den Energietransfer von der Core zur Kühlflüssigkeit zu verbessern. In der Praxis stellt sich jedoch die Frage, inwieweit es sinnvoll ist, dieses auszureizen. Langlebigkeit, und vor allem die sichere und einfache Anwendbarkeit des Kühlers beim Endkunden sind in der Praxis mindestens so wichtig, wie die Kühlleistung an sich.

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22 Kommentare
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  • momo2k
    Gut geführtes Interview und meiner Meinung nach weniger Werbung und Parteilichkeit, als man es von einem Gespräch mit einem Mitarbeiter erwarten kann ;)

    Die einfach und für die meisten wohl ausreichend begründete Absage gegenüber Modifikationen am Kühler hätte ich gerne im Overclocker-Forum angepinnt gesehen, weil ja doch öfters mal solche Experten mit sowsa ankommen.
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  • angelostyria
    momo2kDie einfach und für die meisten wohl ausreichend begründete Absage gegenüber Modifikationen am Kühler hätte ich gerne im Overclocker-Forum angepinnt gesehen, weil ja doch öfters mal solche Experten mit sowsa ankommen.


    Für einige geblendete wird es immer noch nicht ausreichend sein. Sie werden immer noch mit dem Argument "bei mir ists nichts" oder "ich hab eh filter" usw. kommen. Langlebigkeit und geringer Wartungsaufwand wird bei vielen Systemen nicht erreicht, aber viele Lügen sich gerne selber an.

    Ich finde das Interview insofern sympathisch, da keine (wie nicht anders von mir ehrlichgesagt erwartet) Selbstbeweihräucherung stattgefunden hat.
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  • Anonymous
    Ich muss sagen, ich finde es schon sehr schade, dass ein interview mit Fragen gefüllt wird, die sich durch einen Blick auf die Homepage von Inno beantworten lassen. Fällt euch nichts besseres ein? - enttäuschend!
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  • h4xx0r
    Ddie Frage nach dem Universum, dem Leben und allem wurde wieder nicht beantwortet :(
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  • ka0t
    Was ich mir vorstellen kann, ist ein System das so eine Mischung zwischen Kompressor und Wakü ist. Die zirkuliert wie gehabt rund, wird am Radi dann mit einem System wie man es aus kleinen Kühlschränken runtergekühlt - nur so eine Theorie

    Wenn jemand über die "unausgereiftheit" meckert, sollte der sich halt eine Kompresssorkühlung kaufen oder mal schauen wie "einfach" der das besser machen wird ...
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  • Anonymous
    Sind nur bei mir alle Bildunterschriften kaputt? Oder war nur nicht genug Zeit einen html-konformen Text zu verfassen?
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  • trescher
    ka0tWas ich mir vorstellen kann, ist ein System das so eine Mischung zwischen Kompressor und Wakü ist. Die zirkuliert wie gehabt rund, wird am Radi dann mit einem System wie man es aus kleinen Kühlschränken runtergekühlt - nur so eine Theorie


    Es gibt so genannte Chiller die den Radiator durch Kompressor- oder Peltierkühlung ergänzen/ersetzen.
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  • Anonymous
    ich finde es schade, das die Firma keine wakü-Netzteile mehr anbietet. Ich habe ein Innovateksystem mit CPU, Graka, Northbride und Wakünetzteil und bin 100% zufrieden (in KOmbi mit 800min-1 Scathe Lüftern und silentmax gekapselten Festplatten hört man nur noch den Strom im Motherboard fliessen (kein Witz, wenn alle anderen Geräuschquellen eleminiert sind, hört man die Transistoren brummen). Völlige Geräuschlosigkeit gibts nicht, aber die wakünetzteile sind vollastfest und eben ruhig (auch wenns schon krass ist dafür 300euro als preis zu verlangen).
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  • chris1284
    interessant wäre eine kombi aus wakü-kühler und peltierkühlung, also nicht am radi, sondern direkt am kühler (zb cpu, graka). so wie es die tec kühler machen (zb amanda) nur das die abwärme durch den wasserkreislauf abtransportiert wird und nicht durch lüfter
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  • noway
    Rückseiten Kühlung nicht nötig, da die Kühlleistung hoch genug ist? Breitet sich bei denen die Wärme nur in eine Richtung aus? Das könnte sicherlich die Kühlleistung nochmal erhöhen, schon allein deshalb, weil die Übergangsfläche größer wird. Für den extrem Leistungsorientierten User wäre es ein Kaufgrund. Aber solange ich noch Lüfter für NT und HDD-Kühlung brauche (nein ich kauf mit keine HDD-Halterung für jede meiner Platten!) kann ich es mir sparen ne Wakü einzubauen. Staub kommt ja so oder so ins System .
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  • hrahn
    @noway: Die Extrem-User gießen sich "Wärmeleitpads" aus Silikon mit entsprechendem Anteil an wärmetransportierendem Material, welche die "Luftlücke" zwischen Mainboard und Boardschlitten im Gehäuse auffüllen und so die Wärme an diesen übertragen. Zwar nicht perfekt, aber besser, als die isolierende Luftschicht vorher. Wenn man nun den Mainboardschlitten wiederum auf der Rückseite als Passiv-Kühlkörper auslegt kann man schon einiges an Chipsatz- und CPU-Wärme auf diese Art und Weise wegbringen.
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  • checkmate
    Alle die zusätzlich noch mit Kompressor und Peltier kühlen zu wollen als gute Idee empfinden, sollten sich fragen lassen ob sie den Wirkungsgrad von Kompressor und Peltier kennen. Anders ausgedrückt: Es kommen zusätzlich große Mengen (Wärme-)Energie in das System, die zusätzlich abgeführt werden müssen. :ouch:
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  • suit
    toudokuSind nur bei mir alle Bildunterschriften kaputt? Oder war nur nicht genug Zeit einen html-konformen Text zu verfassen?

    die bildunterschriften sind kaputt - mit html-konform hat das aber nichts zu tun, das ist schlichtweg ein zeichencodierungsproblem

    entities sind der falsche weg: http://www.w3.org/International/questions/qa-escapes.de.php
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  • chris1284
    checkmateAlle die zusätzlich noch mit Kompressor und Peltier kühlen zu wollen ... Es kommen zusätzlich große Mengen (Wärme-)Energie in das System, die zusätzlich abgeführt werden müssen.


    kann ich nicht bestätigen, zumindest für meinen peltier.
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  • checkmate
    Wie, das kannst du nicht bestätigen???? Wieviel Strom bei welcher Spannung braucht dein Peltier? Strom * Spannung = die Leistung, die ZUSÄTZLICH abgeführt werden muss. Bsp-Rechnung: 5A*12V=60W (zusätzlich) :ouch:
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  • certhas
    checkmateWie, das kannst du nicht bestätigen???? Wieviel Strom bei welcher Spannung braucht dein Peltier? Strom * Spannung = die Leistung, die ZUSÄTZLICH abgeführt werden muss. Bsp-Rechnung: 5A*12V=60W (zusätzlich)

    Einnmal vom zusätzlichen Energieverbrauch (und dem grottenschlechten Wirkungsgrad)abgesehen besteht vorallem bei
    Peltier Elementen immer noch das Problem von sich bildendem Kondenswasser falls unter Raumtemperatur gekühlt wird.

    @angelostyria
    Meine Wakü läuft seit über 5 jahren. Das einzige was ich bisher an Wartung investieren musste sind ein paar mal Wasser nach zu füllen welches durch diffusion verloren ging.

    @h4xx0r
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  • Plasma80
    Die Sache mit dem Peltier habe ich sehr schön auf einer x1950xt mitbekommen. Mit angeschlossenem Peltier war die Karte extrem heiss und hat saftig mehr Strom gebraucht. Nachdem das Peltier abgeschlossen war, war die Karte wesentlich kühler und ca 80 Watt wurden weniger gebraucht.
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  • chris1284
    Plasma80Die Sache mit dem Peltier habe ich sehr schön auf einer x1950xt mitbekommen. Mit angeschlossenem Peltier war die Karte extrem heiss und hat saftig mehr Strom gebraucht.

    sie 80watt verbrauchte aber nicht di karte verbraucht.

    @checkmate: ganz einfach. nach einbau des kühlers und der karte für die stromzufuhr waren die temps dermaßen ok das ich sämtliche gehäuselüfter (2 120er) entfernen konnte und trotzdem an cpu und im case niedrigere temps habe und alles noch leisser ist. klar verbraucht der kühler mehr strom als ein normaler, aber mehr verbrauch mit höhere abwärme gleich zusetzen ist ne milchmännchenrechnung. das würde bedeuten der kühler hat nen wirkungsgrad von 0 und ne verlustleistung von 100%. was wiederum bedeutet er würde zu nichts anderem dienen als strom in wärme zu wandel.
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  • momo2k
    Ein Kühlschrankmotor hat nach deiner Logik auch einen Wirkungsgrad von Null, Einstein O.o
    Bei sowas wird nunmal nur thermische Energie transportiert und dabei entsteht zusätzliche Wärme. Energie wird nie verbraucht. Wo soll bitte bei einem Bauteil ohne bewegliche Teile oder ähnliches sonst die "verbrauchte" elektrische Energie hin?

    Das Peltierzeugs ist für Computer sinnfrei...
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  • chris1284
    nicht wirklich. nen luftkühler bringt nich die leistung und ne wkü (die mehr bringen würde) ist wesentlich teurer. mein peltierkühler hält meinen c2d der von 1,8 auf 3ghz getaktet wurde konstant bei ca 30grad unter vollast. somit kann es nicht sinnfrei sein. gute kühlleistung zu nem kleinen preis (im gegensatz zu ner wakü, die mind. 2-3 x teurer ist)
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