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Ja Nein

Verpolte Batterien unmöglich durch Microsoft

von - quelle: Tom's Hardware DE

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die das Leben vereinfachen. Microsoft stellt nun einen Verpolungsschutz für Batterien vor.

Vier Polungsmöglichkeiten bei einer Computermaus

Viele empfinden das Einlegen von Batterien als lästig, besonders dann, wenn das Gerät wegen Verpolung nicht funktioniert oder ein Ladegerät die Akkus nicht aufladen kann. Je mehr Batterien notwendig sind, desto zeitintensiver kann der Vorgang werden. Manchmal passiert so etwas aus Unachtsamkeit, manchmal wegen fehlender eindeutiger Markierungen am Gerät. Noch hilfloser ist man bei Dunkelheit, weil man dann nichts mehr erkennen kann. Ferner verstehen die wenigsten Kinder das Prinzip der richtigen Polung.

Microsoft will zumindest bei seinen künftigen, batteriebetriebenen Peripheriegeräten - beispielsweise Mäuse und Tastaturen - Abhilfe mit der InstaLoad-Technik schaffen. Nicht verwunderlich ist natürlich, dass Microsoft die Technologie gegen Gebühr an Drittanbieter lizenzieren will und kann bereits mit Duracell den ersten Kunden vermelden. Immerhin fallen für InstaLoad-Produkte keine Lizenzgebühren an, wenn sie für behinderte Menschen entwickelt wurden.

Aus technischer Sicht ist die Lösung mit wenig Voodoo behaftet. Man setzt an den beiden Enden eines Batterie- beziehungsweise Akkuhalters jeweils zwei Kontakte ein. Das heißt, an jedem Ende sitzt nun ein Plus- und Minuspol gleichzeitig. Ein intelligente Elektronik wählt dann automatisch die richtige Polung aus.

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derwolf92 07/07/2010 18:31
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-0+

OMG sind die langsam... Das auf sowas nicht früher jemand gekommen ist oO

FormatC 07/07/2010 18:31
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-5+

Dafür eignet sich jede beliebige Gleichrichterschaltung nach Graetz, vier lächerliche billige Dioden und fertig ist der Lack. Da braucht man nicht mal Elektronik für. Schlimm, dass Mickrichsoft jetzt auch noch den Patenttroll spielt.

Verpolschutz gabs sogar schon in den 1970ern in einigen alten DDR-Transistorgeräten - die sind echte Schnellmerker bei Winzigweich...

derwolf92 07/07/2010 18:34
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-2+

Würde mich mal interessieren wieviele andere noname Anbieter solche oder ähnliche Methoden schon benutzen...

anonymous 07/07/2010 18:39
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--1+

Nur das bei so kleinen Spannungen der Spannungsabfall an den Dioden ziemlich ins Gewicht fallen würde....

derwolf92 07/07/2010 18:44
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-2+

Müssen ja keine Siliziumdioden sein... Germanium gibts auch noch. Und bei einem Spannungsabfall von ca 0,4V -0,5V seh ich da nicht das Problem...

FormatC 07/07/2010 18:46
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-2+

Ich auch nicht. Schottky-Dioden haben 0,2 Volt. Das ist kein Argument. Die nimmt man seit 30 Jahren für sowas.

skylang 07/07/2010 19:00
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-0+

An alle die hier rumlärmen, warum es diese Technik erst jetzt gibt: Warum seit IHR nicht aufs Patentamt gelatscht?

derwolf92 07/07/2010 19:03
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-0+

Ha! Damit hätten wir glaub ich nicht den grossen erfolg. Wie gesagt: Ich würd gern mal wissen wieviele Noname Hersteller schon auf sowas gekommen sind.

a97584 07/07/2010 19:05
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-0+

naja ich nehm mal an dass bei der MS-Lösung kein Spannungsabfall entsteht. Ist zwar die ganze Aufregung auch nicht wert aber immerhin was anderes als das mit Dioden zu machen.

ag3nt 07/07/2010 19:06
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-0+

Wieder ein kleiner Schritt, alltägliche Dinge einfacher zu machen.

derwolf92 07/07/2010 19:07
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-0+

Schätze ich auch. Trotzdem find ichs komisch das damit so rumgeprahlt wird.

kmueho 07/07/2010 19:11
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-1+

Bei mehreren Batterien müsste man allerdings je Batterie einen Brückengleichrichter einrichten, damit sich nicht (z.B. bei zwei Batterien, von denen eine falsch eingelegt ist) die Spannungen gegenseitig aufheben.

@FormatC: Schottky-Dioden haben ihren Vorteil eher bei hohen Frequenzen als durch einen geringeren Spannungsabfall. Dieser liegt nämlich immer noch bei 400mV (Quelle: Wikipedia)...

Allerdings muß ich mal sagen, dass die Idee (ob neu oder nicht) gar nicht so schlecht ist: Nämlich rein mechanisch und deshalb gar kein Spannungsverlust. Genaueres siehe hier:

http://download.microsoft.com/down [...] ochure.pdf

Ob das sich jetzt wirklich jemand bei MS ausgedacht hat steht natürlich in den Sternen...

kmueho 07/07/2010 19:17
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-2+

@THG: "Ein intelligente Elektronik wählt dann automatisch die richtige Polung aus."

Leider Unfug! Das ergibt sich ganz automatisch durch die Formgebung der Kontakte und daher nix an Elektronik nötig!

derwolf92 07/07/2010 19:22
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--1+

ROFL... Fail^^
Das ist natürlich noch primitiver und fummliger als eine Elektronische Lösung.

FormatC 07/07/2010 21:00
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-1+

Zitat :

@FormatC: Schottky-Dioden haben ihren Vorteil eher bei hohen Frequenzen als durch einen geringeren Spannungsabfall. Dieser liegt nämlich immer noch bei 400mV (Quelle: Wikipedia)...



Genau das ist der Grund, warum ich mich lieber nicht immer auf dieses Amateur-Lexikon berufen würde.

Die Schottky 95SQ015 (gibts z.B. bei bei Conrad, Bestell-Nr. 163676) hat bei 10mA und 25° ganze 0,19 Volt Spannungsabfall, bei 5A sinds dann 0,28 Volt. Die Technik schreitet nun mal schneller voran. Im Übrigen ist auch das mit den hohen Frequenzen nur die halbe Wahrheit, denn die Hot-Carrier-Dioden vertragen wesentlich höhere Sperrströme als normale Si-Dioden. Nur die Sperrspannung ist ein kleines Problem (meist <100 Volt).

Sicher ist da der Kostenfaktor. Leider. Aber machbar ist sowas auch ohne Trollpatent.

gs85 07/07/2010 23:34
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-0+

mit ein paar Transstoren in einem Chip müsste man auch eine funktionierende Schaltung bekommen.

fragger 08/07/2010 00:12
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-3+

BTW: wer zu Blöd ist, die Batterien richtig herum in sein Gerät zu stecken (Dunkelheit und anderer Killefitz hin oder her), hat es nicht verdient, dass es funktioniert...^^

dontcryjustfly 08/07/2010 00:32
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-8+

Total überflüssige Erfindung, führt nur zur weiteren Verdummung von Anwendern und vorallem Kindern. In hundert Jahren weiß der Durchschnittsbürger dann nicht mehr, dass eine Batterie einen Plus und einen Minus Pol besitzt. Das wussten wir schon mit dem ersten elektrischen Gerät das wir als Kinder bessen haben. Bei mir war es etwa mit vier Jahren. Es ist heute schon ohne beschreibende Piktogramme möglich Batterien einzulegen. Sogar nur durch Fühlen mit den Fingern...also auch für Blinde. Die flache Batterieseite (Minuspol) muss auf die gefederte Seite des Batteriefachs...fertig! Es sollten lieber Batterien erfunden werden die länger halten und weniger Müll verursachen als so ein *bulls**t*. Sorry

master snowman 08/07/2010 08:17
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-1+

@FormatC: ich denke es ist weder eine kostenfrage noch eine kontruktionsfrage, sondern schlichtweg eine energiefrage. die von dir vorgeschlagene 95SQ015-Diode kannste aber tatsächlich wegen den kosten knicken und 9A braucht wirklich kein gerät ;-) ...sind wir also wieder bei dioden, die 0.4V spannungsabfall haben; bei typischen 0.5-1.5A stromaunahme sind wir bei 200-600mW verlustleistung, die nicht sein müssten. d.h. die anzahl batterien erhöhen (mehr spannung -> weniger strom) um das verhältnis von spannungsabfall zur nutzspannung besser zu machen oder aber eben mechanisch lösen. ..aber dontcryjustfly bringt's sowieso auf den punkt.

bigreval 08/07/2010 09:19
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-0+

Hm, egal wie es gemacht wird, es fällt immer eine kleine Verlustleistung ab, ein Batteriehersteller hat das Konzeot schon angenommen, es bilden sich neue Kartelle, es werden mehr Batterien verbraucht... OMG, was haben die für Probleme!!!

OK, für Behinderte Menschen in den jeweiligen Geräten, dass kann man ja noch nachvollziehen, es gibt ja nicht nur sehbehinderte sondern auch anderweitig beeinträchtigte Menschen. Da ist das ja durchaus sinnvoll.

Aber ansonsten kann ich dontcryjustfly nur Recht geben...

lrlr 08/07/2010 09:23
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-0+

also entweder gibt es links und rechts EINEN kontakt, und es ist mit Elektronik geregelt (was ich nicht glaube)

ODER es gibt links und rechts jeweils ZWEI kontakte (so wie im bericht steht) dann funktioniert das aber mechanisch

Casi 08/07/2010 12:28
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-0+

Hauptsache es funktioniert, und zwar anständig. Gerade bei Mäusen und anderen Geräten, die sehr wenig Saft (ver)brauchen, sollten die Verluste auch nahe 0 liegen, nicht dass durch die Schaltung der Verlust ähnlich hoch ist wie der Verbrauch der Maus oder sonstigen Geräts. Wenn ich am Ende eine Batterie mehr einlegen muss, hilft das Ganze auch nicht weiter. Ansonsten: Nur nett. Viel interessanter wäre es, wenn jede Batterie ne Minielektronik hat für sowas. Beispiel: Ich hab hier noch diese langen alten Fernbedienungen, wo man 2-3 Batterien hintereinander reinlegen muss und nie feststellbar war, wie rum die jetzt reinkommen, da geht bisher immer Probieren über Studieren. Wenn man hier die Batterien Amerika-DAU-sicher reinlegen könnte, also eine so rum und die andere mit gleichem Pol direkt dahinter, das wärs doch ;)

stargator 08/07/2010 15:45
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-0+

Wenn die Form der Batterien entsprechend den Vertiefungen für den Plus Pol passt funktioniert das ganze sehr einfach. Leider halten sich nicht alle Batterienhersteller genau an die Maße und haben kürzere oder längere oder aber gar breitere Plus Pole. Dann gibts übrigens einen kurzen. Wie beim Einlegen auch. Es muss dafür immer der Plus Pol zuerst eingesteckt werden.

Postguru 08/07/2010 16:21
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-0+

Arg welches Patentamt da mitspielt .. sollte in dem nächsten Tagen ausgeräuchert werden ... sorry ..bei sowas geht mir der Hut hoch ..

chaot1974 09/07/2010 07:12
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-0+


stargator 08/07/2010 15:45
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Zitat einfügen. Melden -0+

Wenn die Form der Batterien entsprechend den Vertiefungen für den Plus Pol passt funktioniert das ganze sehr einfach. Leider halten sich nicht alle Batterienhersteller genau an die Maße und haben kürzere oder längere oder aber gar breitere Plus Pole. Dann gibts übrigens einen kurzen. Wie beim Einlegen auch. Es muss dafür immer der Plus Pol zuerst eingesteckt werden.

Mal ne Frage:
Wie zum Henker setzt du Batterien ein?
Flaches End (Minuspol) gegen die Feder drücken und dann den Nubsi (Pluspol) reingleiten lassen....
Wie zum Henker kann ich den Pluspol zuerst anlegen?
Da müsste ich ja bei jedem Batteriewechsel Werkzeug mitnehmen, um die Feder runterzudrücken. :)

stargator 09/07/2010 09:57
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-0+

Hier geht es um Microsofts neue Erfindung. Da gibt es diese Feder nicht mehr. 2 Polige flache Kontakte mit der + Abnahme an einer Vertiefung. Hier kann man + oder - Pol ganz nach belieben eindrücken. Wird der - Pol zuerst eingesetzt, so wie man das bisher mit den Federn macht, dann schabt der + Pol der Batterie kurz über einen Kontakt des Minus Pols des Batteriefachs bevor er in die Vertiefung des Plus Pols des Batteriefachs rutscht. Dies verursacht kurzzeitig einen Kurzschluss, den die meisten Batterien zwar überleben werden, gut tut es ihnen aber nicht.

FormatC 09/07/2010 11:48
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-0+

Verpolt, getürkt, verrußt - immer dieser Rassismus. Nenene...
Wobei: wo leben eigentlich die Pinguine? Am Plus- oder am Minuspol?

(typischer Freitagspost)

chaot1974 09/07/2010 17:09
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-0+

Pinguine leben in Madagascar!!

Jedoch versuchen sie ständig ein Flugzeug zu bauen, um abzuhauen... :)

Mergenthaler 12/07/2010 09:23
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-0+

Hat schonmal jemand geschafft die Batterien falsch herum einzulegen? Für solch ein feature würde ich keine 10Cent extra bezahlen

tomhardwald 12/07/2010 12:52
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-0+

Darauf hat die Welt gewartet, die Geschichte
batteriebetriebener Geräte muss nun völlig
neu geschrieben werden.

Bravo Microsoft !!

(/ironie off)


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