Intel: Künftiger Atom Prozessor schneller als AMD Phenom II

Bisher waren Intels Atom Prozessoren nicht dafür bekannt, dass sie ihren Nutzern Leistung in Hülle und Fülle bereitstellen konnten – im Gegenteil. Manchem Netbook-Nutzer werden, wegen der zum Teil lahmen Geschwindigkeit, das eine oder andere Mal die Haare zu Berge gestanden haben.

Doch dies soll sich ändern. In den kommenden vier Jahren soll nicht nur die Strukturbreite der Chips von heute 45 nm signifikant sinken (wobei der nächste Shrink auf 32 nm mit der kommenden Generation schon im September erwartet wird) und bei Airmont 2015 nur 14 nm betragen, sondern auch die Leistung Prozessors soll deutlich ansteigen. Schon der aktuelle Atom N570 ist etwa doppelt so schnell wie die erste Generation, die als N270 geführt wurde. In den kommenden Jahren steht den Prozessoren eine – für dessen Verhältnisse – wahre Leistungsexplosion bevor: Sie soll, im Vergleich zum N270 um das 20-fache steigen. Dieser erreichte bei seiner Einführung 2008 bei einem CPU-Takt von 1,6 GHz 3846 MIPS im SPECint2000-Benchmark. Für Airmont 2015 ist Bill Leszinske, dem Verantwortlichen für die technologische Entwicklung des Chips bei Intel, ein Wert von etwa 79000 MIPS das Ziel – womit dieser sogar geringfügig leistungsstärker wäre, als ein AMD Phenom X6 1100T mit seinen sechs CPU-Kernen.

Leszinske will damit verdeutlichen, wie sehr sich das Bild des Atom-Prozessors im Hause Intel geändert hat. Der mittlerweile zu einem echten SoC weiterentwickelte Chip soll zu der Mobile-Plattform des Konzerns werden und auf den Märkten, in denen Intel bisher wenig zu melden hatte, Boden gut machen. Erklärtes Ziel Intels ist es mit den ARM-CPUs von Nvidia, Qualcomm oder Samsung konkurrieren zu können. Dementsprechend soll auch die grafische Leistung der verbauten GPUs in einem der CPU vergleichbaren Maße wachsen: Vom heutigen Stand, der GPU des Atom N570 soll die Grafikleistung bis Airmont um das zehnfache ansteigen.

Ob sich derart enthusiastische Ausblicke dann auch in der Realität wiederfinden, bleibt indes abzuwarten. Gerade was das Leistungsvermögen der Prozessoren für mobile Endgeräte anbelangt hat Intel in der Vergangenheit den Mund gern vollgenommen, ohne entsprechende Ergebnisse zu liefern. So wurde der Intel Atom Prozessor mit einer Strukturbreite von 32 nm auch schonmal für 2009 erwartet. Trotz aller Bekenntnisse hat der Konzern es bis heute nicht geschafft, dass die Grafikchips (von Nvidias Ion-Plattform mal abgesehen) mehr als Direct 9X darstellen können und per HDMI-Schnittstelle an einen optionalen Bildschirm angebunden werden können.

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23 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Was AMD, derzeitiger Platzhirsch betreff Leistung in dieser System-Klasse, bis dahin wohl gezaubert haben wird, wir wissen es noch nicht.
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  • Ja herzlichen Glückwunsch. 2015 interessiert sich kein schwein mehr für Phenom 2...

    Da sind dann warscheinlich aktuelle Anwendungen so Leistungshungrig, dass der Atom eine Krücke bleibt.
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  • 45^2/14^2=10,3

    10 mal mehr bauteile auf gleicher fläche allein durch shrinks bis 2015. wollen die wirklich mit ihrer architektur so weiter machen und die performance aus den shrinks holen? klingt für mich jetzt nicht so toll, abgesehen davon, dass der vergleich mal wieder vollkommen absurd ist. 14nm kommt ja eher gegen ende 2015, da ist der phenom II fast 7 jahre alt. Spulen wir die Zeit mal von heute 7 Jahre zurück. Da war grade Intel dabei die Leute mit Pentium 4ern zu verarschen. Dann vergleichen wir mal einen schnuckligen kleinen E-350 heute von AMD (nur die CPU) mit dem schnellsten Intel Pentium 4 aller Zeiten.

    Passmark CPU:
    AMD E-350 730Punkte
    Intel Pentium 4 3.80GHz 640Punkte

    Die Leistung steigt gewaltig mit über die Jahre, das braucht den Leuten kein Intel Fritze zu sagen.
    Nur armesliges Marketing Geschrei. Hat Intel sowas nötig?
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