Intels neue Desktop-Atom-CPUs in den Startlöchern

Intels kommende Atom-Prozessoren sorgten in den letzten Monaten eher für negative Schlagzeilen, wenn nicht schon leisen Spott. Auf der einen Seite zeigte der Hersteller auf seinem IDF ambitionierte Pläne der kommenden Generationen, auf der anderen Seite musste der Marktstart von Cedar Trail immer wieder wegen Problemen verschoben werden. Zuletzt war der weltgrößte Chiphersteller nicht in der Lage einen funktionierenden Treiber für den Grafikchip zu entwickeln.

Diese sind allerdings nach wie vor nicht aus der Welt geräumt. So besitzen die beiden ersten Atom-Prozessoren der kommenden Generation, der D2500 und der D2700, zwar weit leistungsfähiger Grafikchips als die Vorgänger-Varianten, diese unterstützen jedoch nur DirectX 9. Intel hofft im Laufe der nächsten Monate ein Treiber-Update nachschieben zu können, mit die GPU dann wenigstens für DirectX 10.1 befähigt wird.

Wenig neues hingegen gibt es über die CPU zu berichten. Diese dürfte nicht viel schneller als die des Vorgängers sein, sie könnte jedoch mit einem niedrigeren Stromverbrauch glänzen, schließlich wird die Cedar-Trail-Generation in einer Strukturbreite von 32 nm gefertigt.

Auch wenn sich Intel bisher noch mit offiziellen Verlautbarungen zu Verfügbarkeit und Preisgestaltung zurückhält, dürften die Chips schon in Kürze zur Verfügung stehen. Erste Samples sind schon im Umlauf. Und auch die Netbook-Variante, der Cedar-Trail-M, soll noch im letzten Quartal diesen Jahres erscheinen. Ob der Chiphersteller damit Boden im hart umkämpften Mobile-Sektor gut machen kann, bleibt abzuwarten.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
7 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • mareike
    Intels Atommüll, so nötig wie AMDs FX. Schade ums Silizium. Nicht das dx9 nicht reichen würde für Geräte in der "Leistungsklasse" aber Werben kann damit keiner. Der Markenname Atom ist aber eh schon derart ruiniert da erwartet sowieso keiner was anderes. fg

    :)
    -2
  • Krampflacher
    Jetzt hören Sie mir mal zu, Sie arroganter Schnösel:

    Wenn Sie meinen, es sind 500 Watt Systemleistung nötig, um mal kurz im Internet zu surfen, dann machen Sie das halt, Sie Öko-Ferkel.

    Es gibt aber genug Menschen, die mit 25 Watt oder weniger auskommen, und hier kommt der Atom ins Spiel. Moment ich stecke einmal den Akku ab und das Messgerät dran: Mein Atom 330 mit Ubuntu braucht 11,6 Watt Verlustleistung inkl. WLAN und Display!!! Toppen Sie das mal.

    Und solange der Atom sich verkauft, sehe ich keinen Grund, ihn als "unnötig" zu bezeichnen.

    P.S.: Sorry für die Wortwahl, aber selbst Atomstrom ohne Ende saugen, und das dann in eine Schublade mit den sparsamen Atom-Nutzern zu stellen, geht wirklich nicht ;-)
    4
  • KatSeiko
    Haha. Das war in der Tat ein Krampflacher. Atom 330 war der letzte noch zu gebrauchende. Mit ION-Chip 27 Watt Maximalleistung. Die Nachfolger waren totaler Elektronischrott seither, vor Allem weil Intel die eigene IGP einbauen musste.

    AMD Fusion mag weniger in der CPU leisten, aber 24 Watt mit GPU ist doch ein Wort. Das nehme ich lieber.
    0