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Effizienz: Core 2 schlägt Atom

Effizienz: Core 2 schlägt Atom
Von , Achim Roos

Die Zeiten, in denen der Prozessormarkt schlicht in Desktop-, Server- und Mobile-Hardware unterteilt war, sind vorbei. Technologie für mobile Lösungen hat schon seit längerem zwecks Steigerung der Effizienz Einzug in den Server- und Desktopmarkt gehalten; Server-Technologie wird eingesetzt, um die Wünsche von Enthusiasten zu erfüllen. Zudem werden günstige Desktop-Komponenten oft in mobile Computer verbaut, um so Kosten zu sparen. Kurz gesagt: Plattformen und Technologien werden zunehmend in verschiedenen Marktbereichen eingesetzt.

Inzwischen tritt eine neue Hardware-Kategorie ins Rampenlicht, dieauf mobile Systeme und Low-Cost-PCs ausgerichtet ist. Zudem verringern sich System-Abmessungen, während Kostendruck steigt und Anforderungen für ultra-mobile Systeme wie z.B. Netbooks neue Ansätze erforderlich machen. Den C7 und die Nano-Prozessoren von VIA gibt es zu diesem Zweck schon seit einiger Zeit. Intels Atom ist der dirrekte Konkurrent und wird für preiswerte Systemlösungen und Netbookseingesetzt. Während sich Atom hervorragend für mobile Geräte mit klar abgegrenzten Performance-Anforderungen eignet, lässt sich die Leistungsaufnahme eines solchen Systems tatsächlich auch mit einem herkömmlichen Core 2 Duo-Rechner erreichen – und dieser bietet Rechenleistung, die die Fähigkeiten des Atom bei weitem übersteigt.

Core 2 – Ein Alleskönner?

Wir wollen mit diesem Artikel aber keinen falschen Eindruck erwecken. Es ist wichtig, den jeweilgen Zweck beider Produkte und diverse Unterschiede zwischen Atom- und Core 2-Prozessoren entsprechend klarzustellen. Intels Core 2 ist das Mainstream-Modell für PCs und Notebooks. Dabei handelt es sich um einen komplexen Prozessor, der in einen Sockel installiert werden muss. Es gibt Modelle mit zwei oder vier Prozessor-Kernen, mit großer, mittlerer oder kleiner Cache-Kapazität und unterschiedlichen CPU- und System-Taktraten.

Derzeit decken Core 2-Prozessoren das volle Spektrum ab: Manche Modelle bieten maximale Performance, andere höchste Mobilität und maximaler Energieeffizienz für PC-Systeme und es gibt Billig-Modelle für Einstiegs-PCs. Einen kompletten Überblick erhalten Sie in unserem letzten CPU-Charts-Artikel. Allerdings sind Core 2-Prozessoren nicht nur schnell, sondern im Vergleich zum Atom durchaus leistungshungrig. Obwohl sie als effizient gelten, nehmen die Extreme-Modelle bis zu 130 W auf, was dazu führt, dass Sie eine entsprechend gute Kühllösung brauchen.

Atom: Die Low-Cost-Lösung

Der Atom-Prozessor wurde in erster Linie als preiswertes Produkt entwickelt – diese Aussage gilt sowohl für die Herstellung bei Intel als auch für die Atom-Käufer. Heraus kam ein Low-Power-Prozessor, der ein Mindestmaß an Performance bietet. Intel ist stolz auf seinen kleinsten Prozessor, der zudem wenig Energiehunger zeigt: Die Desktop Single-Cores liegen bei 4 W, die mobilen Versionen bei gerade einmal 2 W maximaler Leistungsaufnahme laut Datenblatt. Sogar für den neuen Atom 330 Dual Core stehen gerade einmal 8 W auf dem Datenblatt. Alle Atom-Prozessoren müssen vom Hersteller auf ein Motherboard gelötet werden und unterstützen dadurch allerdings keine Upgrades in der Zukunft.

Man muss Intel zugutehalten, dass diese Prozessoren je nach Modell gerade einmal 20 bis 70 Dollar kosten, also rund ein Viertel der Kosten, die für einen Core 2-Prozessor anfallen. Leider ist der Atom nach heutigen Maßstäben nicht wirklich flott , wodurch klar wird, dass er nicht in Systemen eingesetzt werden sollte, die mehr können sollten als Videos auf YouTube anzuzeigen, Emails zu empfangen oder Korrespondenz zu verfassen.

Atom contra Core 2: Der ultimative Effizienz-Vergleich

Auf diesen Vergleich sind wir gekommen, als wir zwei G31-Motherboards, die wir mit einen Core 2 Duo E7200-Prozessor betrieben haben, gegeneinander haben antreten lassen; immerhin zeigte eine der Plattformen unter Verwendung eines effizienten Netzteils eine Leistungsaufnahme von gerade einmal 31 W – für das Komplettsystem ohne Monitor. Zwangsläufig verglichen wir diese Leistungsaufnahme mit den 28 W Leerlaufleistung des Atom-Systems. Es stellte sich die Frage: Wie gut ist Atom wirklich? Ist Core 2 nicht vielleicht pauschal die bessere Wahl?

Beim Thema Effizienz lautet das Ziel nicht geringst mögliche Leistungsaufnahme, sondern die Kombination von hoher Performance und möglichst niedriger Leistungsaufnahme. Wir wollten wissen, ob wir die Leerlaufleistung des Atom-Systems mit der eines Core 2 Duo-Systems erreichen können - um schließlich den wahren Effizienz-Champion zu ermitteln.

35 Kommentare anzeigen.
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  • Weltenspinner , 2. Dezember 2008 17:24
    Überraschung! :D 
    War mir ehrlich von Anfang an klar.
    Ich bin bitter enttäuscht vom Atom,
    was einigen wohl aufgefallen ist.
    Ich habe in etwa einen halben E7200
    bei entsprechend Takt und Spannung erwartet.
    Der Chipsatz ist eh indiskutabel.

    Sogar Asus geht auf den Celeron "zurück".
    Mal sehen ob es Bobcat Netbooks geben wird. :/ 

    Ein AMD 5050e/780G im Vergleich wäre nett gewesen. ;) 
  • Carsten 9punkt13 , 2. Dezember 2008 17:37
    ich muss weltenspinner zustimmen, von anfang an war abzusehen das der atom was für die mülltonne ist! .. der atom prozessor ist der einzige grund der mich vom kauf eines netbooks abhält.... leider
  • linuxdude , 2. Dezember 2008 17:53
    Mich würde interessieren, wieviel (m)W sich mit der Verwendung eines E5200 gegenüber dem E7200 einsparen lassen. Auch der, von Weltenspinner angesprochene, Vergleich zum 5050 auf dem 780G wäre sehr wünschenswert.
  • Sabberschnute , 2. Dezember 2008 17:55
    Der Atom ist schon eine gute Entwicklung aber dieser Chipsatz ist echt das letzte. Wenn die da mal was neues und effizientes entwickelt hätten. Aber so bringt das nicht viel.
  • Riven , 2. Dezember 2008 18:02
    hmm ich habe einen e5200 ein shuttle sg31g5 mit g31 chipsatz und komme mit dem 250watt netzteil 2gb ram udn 3,5" hdd auf ca 60watt verbrauch, woran kann das liegeN?
  • langorakz , 2. Dezember 2008 18:33
    Ich denke mal am Mainboard. Die haben ja das Foxconn genommen weil es am sparsamsten ist.
  • mR. bluE , 2. Dezember 2008 19:14
    ja mit dem uralt Chipsatz ist das wirklich keine Überraschung....
    ich warte aber eigentlich immer noch auf ein unabhängigen Test des VIA Konkurrenz Boards mit der Nano CPU http://de.viatech.com/de/products/mainboards/motherboards.jsp?motherboard_id=711
    laut Gebrauchsanweisung benötigt das Board nur 18,5W im Standby zzgl. HD und Verlustleistung NT sollte man doch unter 30W bleiben.
    Preislich ist das natürlich ne andere Liga, das sollte aber doch eigentlich kein Grund sein damit das THG Team sich das Board mal nicht genauer vornimmt.
  • vfrreiter , 2. Dezember 2008 19:34
    Der Hinweis auf das Netzteil ist ja gut und schön, aber woher kann man das FSP220 bekommen? Scheint hierzulande nicht erhältlich zu sein. Das große E weiß nix, das große G rückt immerhin ein Gehäuse raus, wo es drin sein soll, aber das wars dann auch.

    Bei den verfügbaren sparsamen Komponenten sollte doch eigentlich Bedarf für (dann effiziente) NT's zwischen 150 und 200 W sein, aber Markenware gibts erst jenseits der 300... irgendwas läuft falsch.

    @Shini:
    Die Ahnenfolge vom Core 2 sieht ungefähr so aus:
    Pentium Pro - Pentium II - Pentium III - Pentium M - Core - Core 2.
    Das erhebt keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit, soll nur eine Richtschnur sein. Der Core 2 ist also der Urururenkel vom Pentium Pro.
    Nix mit Netburst-Architektur.
  • Anonymous , 2. Dezember 2008 19:58
    interessant wäre noch ein Test mit dem E7200 und G45-Plattform
  • borizb , 2. Dezember 2008 20:19
    Interessanter wäre ein Vergleich mit einem Pentium Dual Core E2200, der hat nicht 3, sondern nur 1MB Cache und weniger FSB, womit das noch besser Vergleichbar wäre
  • Anonymous , 2. Dezember 2008 20:39
    Asus EEE Box verbraucht nur 15 Watt idle. Hier wird aber ein Mobile-Chipsatz verwendet. Die anderen Atom Desktop-Systeme auf dem Markt benutzen die hier vorgestellte Motherboards, die erheblich mehr Strom fressen.

    Die EEE Box ist schnell genug für 720P-Videos, ist total leise und sehr klein. Der Vergleich mit richtigen Desktop-System ist so was von Banane, ich verstehe nicht wieso Tomshardware die Atom-Technik immer so schlecht redet. Ich bekomme kein vergleichbares kleines System mit einer anderen Technik - vergleichbare Kleinrechner sind dazu noch erheblich teurer, so dass sich dessen Anschaffung überhaupt nicht lohnt. Auf so etwas wie die EEE Box habe ich schon lange gewartet. Mit DVI-Ausgang der perfekte Desktop-Ersatz für Office-Anwendungen und fürs Internet surfen.
  • bensen , 2. Dezember 2008 21:03
    sorry aber sowas braucht man erst gar nicht testen.
    der atom soll auch nicht nur sparsam sein, sondern klein und billig.
    hier wurde ja wohl äpfel mit birnen verglichen.

    und die verallgemeinerung das der atom generell ineffizient ist, ist doch auch komplett falsch. das bezieht sich einzige auf die kombination Atom230 + i945gc.
    es gibt auch andere atom-cpus und chipsätze, also bitte etwas differenzierter betrachten.
    für das geld des core 2 system bekommt man ne mini-itx platine auf atom-basis mit ner TDP weit unter 10w
  • Anonymous , 2. Dezember 2008 23:21
    Wunderbar ...

    wie Tomshardware auf Kritik reagiert. Bereits bei diesem Test wurde dieses "Wundernetzteil" verbaut, welches nicht in Europa erhältlich ist.
    Es ist also niemandem möglich dieses System nachzubauen und die Messergebnisse zu bestätigen.

    Und den Spaß mit dem 850W/1000W Netzteil könnt ihr euch ja wohl auch sparen. Schraubt doch bitte sinnige Testsysteme zusammen spart euch diese Fallstudien 1000W-Netzteil trifft StromsparCPU! Das ist einfach mal an der Realität vorbei geschraubt!

    Außerdem warten sicher viele auf den Vergleich mit der AMD-Version auf 780G-Basis.
  • derGhostrider , 3. Dezember 2008 02:08
    Warum findet ihr alle keine derartigen Netzteile? Könnt ihr denn kein Google benutzen?
    Erstes Ergebnis bei meiner ersten Suche:
    http://www.netzgeraet.de/index.html?pc_-_netzteile_pc_netzteile__atx_(flex_atx).htm

    Da ist auch das FSP220 bei.

    ---

    @bensen: Der Atom ist generell ineffizient, aber der Grund wurde nicht genannt. Der Atom beruht auf einer in-order Architektur. Das ist für CPUs in PCs unglaublich überholt und auch der haupt Grund dafür, daß in diesen Winzling HT implementiert wurde. Ohne HT wäre er (fast) unbrauchbar bei Verwendung mehrere Threads.
    Zudem ist der Atom in Kombination mit dem Mobil-Chipsatz meistens teurer (mir ist kein Beispiel bekannt, bei dem er billiger wird, wenn der teurere Chipsatz verwedent wird. Gegenbeispiele mit Quelle sind gern willkommen.)
    Vor allem müsste der Stromverbrauch auf fast 1/7 sinken, damit er mit der Energieeffizienz des verglichenen Systems mithalten kann.

    Der Artikel sagt ganz klar: Wenn man mit dem bisschen Leistung wirklich auskommen möchte und auskommen kann, dann ist der Atom durchaus eine gerechtfertigte Wahl.
    Ich habe nichts anderes gelesen! Allerdings ist es bei einem Desktop doch so, daß man irgendwann durch dämliche Flash-Seiten, den Virenscanner im Hintergrund sowie irgendeiner Software auf die Nase fällt und zumindest unangenehme Wartezeiten in Kauf nehmen muß.
    In genau diesen Fällen wäre es doch schön einen Core2 unter der Haube zu haben, der mal eben etwas hochtaktet, einmal kurz rülpst, wo der Atom stundenlang nur kotzen kann. ;) 

    @BSE_123 und borizb:
    Die Vergleiche fände ich tatsächlich nicht schlecht. Eventuell wären die zwar nicht ganz so effizient wie die neuen core2 CPUs, aber eventuell (?) sparsamer in diesem System als der Core2 und somit vielleicht sogar sparsamer als das 0-8-15-System mit Atom.

    ---

    @vfrreiter:
    PentiumPro und Pentium-II waren zeitgleich auf dem Markt und sind häppchenweise in die Folgearchitekturen eingeflossen.
    Die Core-CPUs sind - angeblich - keine direkten Nachfolger der PentiumM CPUs, sondern wie der PentiumM nachfolger vom Pentium III, die allerdings mit dem Wissen der PentiumM-Baureihe gefertigt wurden.
    Optimiert für den Desktop (damit näher am PIII als der PentiumM), aber technisch hinter dem PentiumM angesiedelt. So eine art neuerer parallelzweig.

    Auf jedenfall haben die NICHTS mit dem Pentium4 zu tun, wie es Shini schrieb. Pentium M und Mobile Pentium 4 (den gab es auch!) sind vollständig unterschiedliche Prozessoren, die bis auf den Mutterkonzern und die x86-Verträglichkeit nichts miteinander gemeinsam haben.
  • hrahn , 3. Dezember 2008 07:23
    Eine echte Alternative wären z.B. Boards von Kontron aus dem industriebereich, klein, leise und noch sparsamer. Mit einem ULV P3-Mobile drauf kommen die unter Last teilweise mit weniger als 10W aus. Das Problem ist da nur der Preis.
    Der Atom ist Preis-Leistungs-Sieger in den Bereichen, in denen wenig bis keine Leistung gebraucht, aber eine grafische Ausgabe gefordert ist.
    Beispielsweise könnte er sich recht gut für Überwachungssysteme eignen. Zudem sind die fertigen Lösungen von Intel (D945GCLF bzw. GCLF2 mit dem Dual-Core) mit 50-80 Euro wirklich günstig. Die Verwendung des betagten 945er-Chipsatzes hat noch einen weiteren Vorteil: Treiber hierfür dürften für wirklich jedes Betriebssystem existieren, was auf so einer Mühle laufen soll.

    Interessant sind aber die immer wieder mal auftauchenden Engineering Samples diverser ULV (Ultra Low Voltage)-Varianten von Intel-CPUs. Ab und an sieht man so ein Teil, was dann plötzlich nicht mehr aufgelötet werden muss, sondern im normalen Sockel 478 bzw. 775-Package daherkommt.
    Als ich das erste Mal so eine CPU mit nacktem Die komplett OHNE Kühlkörper gesehen hab und der aktiv belüftete Chipsatz laut Bios wärmer war als die CPU, da war ich schon n Stück beeindruckt.
  • zimmi , 3. Dezember 2008 09:28
    @ derGhostrider
    Betreffend Pentium III > Core gebe ich Dir recht.
    Betreffend Pentium Pro, denke ich mich daran zu erinnern, dass der Pentium Pro zuerst auf den Markt kam. Als Sie merkten, dass die Fertigung "on Die" zu teuer war, haben Sie auf den Pentium II gewechselt. Der Pentium Pro wurde dann aber noch einige Zeit für "hochwertigere" Systeme weiter verkauft. Also stimmen beide Aussagen ein bisschen.

    Gruss Zimmi
  • daimonion81 , 3. Dezember 2008 09:36
    Der Atom war und ist für Smartphones und PDA's gedacht.
    Schon der Chipsatz schreit: Notlösung!
    Der Hype um die Kisten ist für mich echt nicht nachzuvollziehen.
    Und neu ist das auch nicht, siehe Sony Picturebooks.
    Nur sind diese mit ihren ULV Prozessoren sehr viel teurer.
  • Jonathan Hart , 3. Dezember 2008 10:04
    @ghostrider & zimmi:
    Vollkommen richtig, PPro war vor dem PII auf dem Markt.
    Der Pentium Pro unterschied sich bei seiner Veröffentlichung eklatant von allen vorherigen Prozessoren, die Intel für den x86-Bereich angeboten hat.
    Dort wurden RISC-Befehlssätze zur internen verarbeitung verwendet und nicht wie bisher CISC-Befehlssätze. Damit war der PPro für 32bit-Anwendungen optimiert und im Vergleich zu seinem kleinen Bruder, dem Pentium, um Längen besser bei 32bit-Anwendungen. Bei 16bit-Anwendungen zeigte der PPro allerdings massive Schwächen und hatte teilweise Probleme, auf gleichem Niveau wie der Pentium bei gleicher Taktfrequenz zu arbeiten. Der vergrößerte L2-Cache wurde bei dem PPro nicht on-die untergebracht, sondern auf einem seperaten Chip, der im PPro-Gehäuse untergebracht wurde und auch mit vollem Takt angesteuert wurde.
    Der Pentium II basiert in Teilen auf der Technik des PPro, allerdings verbesserte Intel die 16bit-Leistung.
    Das der PPro aufgegeben wurde mag aber eher an der mangelhaften 16bit-Leistung liegen, denn Win9x hatten noch großen 16bit-Teil und WinNT sowie reine 32bit-Betriebssysteme waren bei weitem nicht so verbreitet, wie Intel es sich erhofft hatte.
    Es ist aber auch richtig, daß der große L2-Cache für Mainstreamprozessoren damals noch viel zu teuer war.
    /klugscheiß off

    zum Thema:
    Die Atom-Reihe erinnert mich irgendwie an das Desaster mit der ersten Celeron-Reihe ohne L2-Cache; Intel versucht(e) eine Billig-CPU auf den Markt zu bringen und vergaß/vergißt dabei die gegenwärtigen und zukünftigen Mindestanforderungen. (Damals mangelhafte Leistungsreserven, heute mangelhafte Leistungsreserven gepaart mit dem Energieverbrauch der Gesamtlösung. Zudem finde ich das Konzept von verlöteten CPUs völlig überholt, das schränkt eine Systemanpassung massiv ein und erschwert/verteuert Instandsetzungen erheblich.
    Atom never!
  • timefrenzy , 3. Dezember 2008 10:10
    ich finds irgendwie trollig, daß die meisten leute immer nur über die wattzahl des prozessors reden. mittlerweile gibt es viel wichtigere faktoren. ich hab z.b. eine mediacenter bei dem die tv-karte ca. 10 Watt! zieht. ob sie nun im idle ist oder standby interessiert die karte nicht. ein lcd welches eingebaut ist zieht auch nochmal ca. 7 Watt (hat noch ein paar zusatzfunktionen wie rechner starten und infrarot). was hilft es mir wenn der prozessor im idle 2-3 watt braucht wenn die restliche hardware ein stromschlucker ist?

    ich finde daß der atom ein ganz netter ansatz ist, aber für mehr als im internet surfen und vielleicht einen brief schreiben und drucken reicht das ding halt leider net.
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