Fazit
Es ist jetzt über ein Jahr her, dass Intels Nehalem-Architektur als Bloomfield auf dem Desktop sein Debüt gab. Als Clarksfield schaffte die Architektur gegen Ende des vergangenen Jahres den Sprung in den Mobilbereich, doch war diese Variante eher als High-End- denn als Massenprodukt gedacht – nicht zuletzt wegen des Stromverbrauchs.
15 Monate später haben wir nun den ersten Nehalem-Abkömmling vor uns, der für die breite Masse der Mainstream-Notebooks gedacht ist. Allerdings gehören diese Mobil-CPUs der Core-i7-, Core-i5- und Core-i3-Familien dank 32-nm-Fertigung eigentlich zur Westmere-Generation.
Die starke Integration von Funktionen wie dem Grafikkern, dem Speichercontroller und dem PCI-Express-Controller in einen separaten 45-nm-Die auf dem Prozessorträger bedeutet, dass sich der Rest der mobilen Intel-Plattform stark vereinfacht. Die klassische Northbridge gibt es nicht mehr, denn sie wird durch einen Platform Controller Hub genannten Baustein abgelöst, der stark an eine Southbridge erinnert. Alles Andere ist inzwischen in die CPU eingebaut.
Deshalb liegt die Leistungsaufnahme der Arrandale-Prozessoren auch auf dem Niveau ihrer mobilen Vorgänger. Die gesamte Plattform dürfte jedoch letztendlich einen geringeren Stromverbrauch aufweisen, als alles, was Intel jemals zuvor im Programm hatte.
Im Endeffekt führt der Einsatz von Hyper-Threading, Turbo Boost und der dynamischen GPU-Frequenzanpassung um die Performance zu steigern dazu, dass die CPUs meist sehr nahe an ihrer TDP operieren. Das bedeutet, dass man weniger Laufzeit pro verfügbare Wattstunde Batteriekapazität herausbekommt. Aufgrund der von uns gemessenen durchschnittlichen Leistungsaufnahme und der grapischen Darstellung des Stromverbrauchs unter PCMark Vantage sind wir dennoch der Meinung, dass die Arrandale-CPUs von allen Prozessoren, die wir bislang gesehen haben, den Spagat zwischen Desktop-artiger Performance einerseits und wirklicher Mobilität andererseits am besten meistert.
Um in den Genuss dieser Ausgewogenheit zu kommen, muss man natürlich den in 32 nm gefertigten Hillel-Kern und den Ironlake-Grafikkern in 45 nm Strukturbreite nutzen. Steht die Mobilität im Vordergrund, muss man also auf eine dedizierte Grafikeinheit verzichten, und damit praktisch auch auf alles, was mit 3D zu tun hat. Denn trotz der höheren Komplexität des Grafikkerns und seiner DirectX-10-Kompatibilität ist er für die meisten 3D-Anwendungen schlicht zu schwachbrüstig. Glücklicherweise ist er für die Wiedergabe von Blu-ray-Filmen bestens gerüstet und kann die drei dort verwendeten Codecs in Hardware beschleunigen. Außerdem kann er Mehrkanal-LPCM-Audio über den HDMI-Port ausgeben und beherrscht die Ausgabe von HD-Audio-Formaten wie Dolby TrueHD und DTS-HD MA als Bitstrom. So kann das Notebook auch mal als kleiner HTPC-Ersatz aushelfen.
Um ehrlich zu sein hat uns der Clarkdale-Prozessor für den Desktop-Bereich nicht wirklich umgehauen. Das liegt nicht zuletzt am anvisierten Preis von 200 US-Dollar für den Core i5-661 und die in diesem Preisbereich zu erwartende Konkurrenz. Arrandale ist hingegen eine viel attraktivere Wahl. So langsam darf man sich also vom Core 2 Duo verabschieden.
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Es liest sich ja echt fein, allerdings wird der Markt zeigen, wie er auf die neuen Prozessoren reagiert. Performancemässig scheint der Neue sich durchaus gut zu behaupten. Allerdings ist das Problem, dass die Anwender einerseits Portabilität, andererseits Leistung und lange Akkulaufzeit wünschen. Beides gemeinsam lässt sich nur bedingt vereinen. Nämlich dann, wenn die Batterien eine bessere Kapazität auf kleinem Raum liefern. Da wird zwar geforst und gebastelt, aber bis dies marktreif wird, kann sicher noch einige Zeit vergehen, und bis dahin ist eben Li-Polymer oder Li-Ion die führende Technik...
Wäre nicht der P9700 ein besserer Kandidat für einen Platformvergleich gewesen?
Mittels EIST taktet der im Idle runter und unter Vollast läuft der mit 2.8GHz nur 200 MHz langsamer als der i5.
Ist doch zu erwarten das eine 3 GHz CPU schneller läuft als eine 2.5 GHz ->
das Marktinggebrabbel von wegen "Turboboost" ist doch auch nichts anderes als ein umgekehrter EIST.
Somit sollte man 2 CPUs vergleichen die unter Vollast mit dem gleichen Takt laufen.
Die einzigste wirkliche Aussage aus diesem Test ist das die neue Plattform um Längen
effizienter läuft als die "alte" Penryn Architektur. Was einer Kombination aus eingesparten
Teile, verkleinerter CPU Struktur und besserem (weil feiner unterteiltem) SpeedStepping anzulasten ist.
Wobei der Umstieg auf 32nm mit Sicherheit den größten Einfluss auf die Energieeffizienz hat.
Ich möchte wetten das ein fiktiver P9900 mit 3 GHz Takt und in 32nm gefertigt durchaus vergleichbare Werte erreichen würde.
Nachtrag: aufgrund der 3mb Cache beim i5-540M müsste man einen P8900 verwenden - der hätte dann die gleiche Menge an Cache. Der 32nm P9900 würde wohl fast einen i7 in den Schatten stellen.
[quote]Der Core i5-540M ist ein 35-Watt-Prozessor, wohingegen der Core 2 Duo P8700 mit 25 Watt eingestuft wird. So überrascht es kaum, dass das Montevina-System in Prime95 weniger Leistung aufnimmt als die neuere Calpella-Plattform.[\quote]Das ist doch völliger Quark. Beim Penryn müsste man dann ja die TDP der Northbridge mit einberechnen, also 12W. Schließlich ist die ja in der CPU des Arrandale integriert.
Es ist auch sehr gewagt bei 2 komplett unterschiedlichen Notebooks anhand des "Gesamtstromverbruchs" auf die einzelnen Komponenten zu schließen. Da wiegen andere Mainboard-Komponenten, Festplatte und Display nciht uneerheblich.
Man vergleiche nur mal die Akkulaufzeiten der Dell CULV-Books mit denen des Acer Timeline. Unterschieden sich erheblich bei gleicher Akkukapazität obwohl beide die gleiche CPU drin haben.
Wäre nicht der P9700 ein besserer Kandidat für einen Platformvergleich gewesen?Mittels EIST taktet der im Idle runter und unter Vollast läuft der mit 2.8GHz nur 200 MHz langsamer als der i5.Ist doch zu erwarten das eine 3 GHz CPU schneller läuft als eine 2.5 GHz (...)
Mehrere Gründe sprechen für den P8700.
Das ist mal wieder eine Situation, wo man es nicht Allen recht machen kann. Entweder nimmt man einen gleich schnellen Prozessor, und dann muss man in auf nehmen, dass der C2D kein Turbo hat, oder man nimmt eine CPU mit schnellerem Maximaltakt, der aber dann auch mehr Strom verbraucht und mehr kostet - und dennoch nicht wirklich "vergleichbar" mit dem Ci5 ist....
Damit sind dann auch alle Argumente genannt:
Takt (2,53 GHz beim P8700 vs. 2,8 beim P9700 GHz)
TDP (25 W vs. 28 W)
Preis ($209.00 vs. $348.00)
Zum Turbo Boost: Die CPUs laufen ja nur dann mit diesem Takt, wenn es der thermische Spielraum hergibt. Diese Situation finde ich nicht unbedingt mit dem Maximaltakt der C2D-CPUs vergleichbar.
...und ein fiktiver Core i5 in 28 nm mit 3 GHz? Wäre der nicht noch besser...? Sich Prozessoren auszudenken oder zu wünschen, bringt leider in der Betrachtung tatsächlicher CPUs nichts. Einen 32-nm-C2D wird es nicht geben.
Netter Test
Die neuen Notebook Prozessoren sind auf jeden Fall besser als Ihre Desktop Brüder.
In jeden Fall bringt das die Preise nach unten, und endlich gibt ein besseres P/L Verhältnis für die NB'S