Mobile CPU-GPU: Intels Core i3 und Core i5 fürs Notebook

Vor ein paar Tagen präsentierte Intel seine neue CPU-Familie der Einstiegs- bis Mittelkasse, der wir uns im Artikel Intels Core i5-661: Clarkdale kommt, Core 2 darf gehen widmeten. Diesen Doppelchip aus CPU und Grafikeinheit gibt es jetzt leicht modifiziert auch als Mobilvariante für Laptops - bislang unter dem Codenamen Arrandale bekannt. Die wesentlichen Unterschiede sind das bessere Stromsparverhalten und das Layout für die Notebook-Montage.

Wie die Desktop-Variante nutzt auch das Mobilderivat den High-K/Metal-Gate-Herstellungsprozess mit 32 nm, wodurch die CPUs je nach Modell eine Verlustleistungsklassen von 35 Watt, 25 Watt oder 18 Watt aufweisen. Aufmerksame Leser wissen, dass das genau dieselben Klassen wie bei den Standard-Varianten der in 45 nm gefertigten Core 2 Duo Chips sind. Da stellt sich die Frage, wo genau der Vorteil liegt.

Wie beim Clarkdale sitzen auch beim Arrandale zwei Dies auf einem Prozessorträger. Im einen steckt der eigentliche Hauptprozessor, der in 32 nm gefertigt wird und Hyper-Threading beherrscht, während der andere mit 45 nm Strukturbreite den neuen Grafikkern, einen Speicher-Controller sowie einen PCI-Express-Controller beinhaltet. Da viele der klassischen Northbridge-Funktionen damit direkt in die CPU gerutscht sind, handelt es sich hier ähnlich wie bei den Kombinationen Lynnfield/P55 und Clarkdale/H55/H57 hier um eine Zwei-Chip-Plattform bestehend aus CPU und Plattform Controller Hub (PCH). Allein dadurch, dass die Northbridge eingespart wird, die beim GM45-Chipsatz noch Grafikkern und den Speichercontroller enthielt, entfällt eine Komponente, die bis zu 12 Watt an Leistung aufnahm. Während Arrandale selbst also keine revolutionären Einsparungen beim Energieverbrauch mit sich bringt, ermöglicht die gesamte Plattform ein System, die potentiell trotz höherer Performance länger läuft als derzeitig verfügbare Notebooks mit vergleichbarer Ausstattung.

Den neuen Prozessoren stehen eine Reihe Chipsätze und WLAN-Module mit Centrino-Marke als Kombinationsmöglichkeiten zur Seite. Eine Mobilplattform ohne Unterbau ist wenig wert, doch glücklicherweise stellte uns ASUS mit seinem neuen Notebook K42F ein geeignetes Testmodell zur Verfügung, das gegen ein möglichst ähnlich ausgestattetes Noebook von HP antritt.

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
7 Kommentare
    Dein Kommentar
  • bluray
    Es liest sich ja echt fein, allerdings wird der Markt zeigen, wie er auf die neuen Prozessoren reagiert. Performancemässig scheint der Neue sich durchaus gut zu behaupten. Allerdings ist das Problem, dass die Anwender einerseits Portabilität, andererseits Leistung und lange Akkulaufzeit wünschen. Beides gemeinsam lässt sich nur bedingt vereinen. Nämlich dann, wenn die Batterien eine bessere Kapazität auf kleinem Raum liefern. Da wird zwar geforst und gebastelt, aber bis dies marktreif wird, kann sicher noch einige Zeit vergehen, und bis dahin ist eben Li-Polymer oder Li-Ion die führende Technik...
    0
  • aarfy
    Wäre nicht der P9700 ein besserer Kandidat für einen Platformvergleich gewesen?
    Mittels EIST taktet der im Idle runter und unter Vollast läuft der mit 2.8GHz nur 200 MHz langsamer als der i5.

    Ist doch zu erwarten das eine 3 GHz CPU schneller läuft als eine 2.5 GHz ->
    das Marktinggebrabbel von wegen "Turboboost" ist doch auch nichts anderes als ein umgekehrter EIST.

    Somit sollte man 2 CPUs vergleichen die unter Vollast mit dem gleichen Takt laufen.

    Die einzigste wirkliche Aussage aus diesem Test ist das die neue Plattform um Längen
    effizienter läuft als die "alte" Penryn Architektur. Was einer Kombination aus eingesparten
    Teile, verkleinerter CPU Struktur und besserem (weil feiner unterteiltem) SpeedStepping anzulasten ist.

    Wobei der Umstieg auf 32nm mit Sicherheit den größten Einfluss auf die Energieeffizienz hat.

    Ich möchte wetten das ein fiktiver P9900 mit 3 GHz Takt und in 32nm gefertigt durchaus vergleichbare Werte erreichen würde.
    0
  • aarfy
    Nachtrag: aufgrund der 3mb Cache beim i5-540M müsste man einen P8900 verwenden - der hätte dann die gleiche Menge an Cache. Der 32nm P9900 würde wohl fast einen i7 in den Schatten stellen.
    0
  • bensen
    Der Core i5-540M ist ein 35-Watt-Prozessor, wohingegen der Core 2 Duo P8700 mit 25 Watt eingestuft wird. So überrascht es kaum, dass das Montevina-System in Prime95 weniger Leistung aufnimmt als die neuere Calpella-Plattform.[\quote]Das ist doch völliger Quark. Beim Penryn müsste man dann ja die TDP der Northbridge mit einberechnen, also 12W. Schließlich ist die ja in der CPU des Arrandale integriert.

    Es ist auch sehr gewagt bei 2 komplett unterschiedlichen Notebooks anhand des "Gesamtstromverbruchs" auf die einzelnen Komponenten zu schließen. Da wiegen andere Mainboard-Komponenten, Festplatte und Display nciht uneerheblich.
    Man vergleiche nur mal die Akkulaufzeiten der Dell CULV-Books mit denen des Acer Timeline. Unterschieden sich erheblich bei gleicher Akkukapazität obwohl beide die gleiche CPU drin haben.
    1
  • benkraft
    aarfyWäre nicht der P9700 ein besserer Kandidat für einen Platformvergleich gewesen?Mittels EIST taktet der im Idle runter und unter Vollast läuft der mit 2.8GHz nur 200 MHz langsamer als der i5.Ist doch zu erwarten das eine 3 GHz CPU schneller läuft als eine 2.5 GHz (...)


    Mehrere Gründe sprechen für den P8700.
    Das ist mal wieder eine Situation, wo man es nicht Allen recht machen kann. Entweder nimmt man einen gleich schnellen Prozessor, und dann muss man in auf nehmen, dass der C2D kein Turbo hat, oder man nimmt eine CPU mit schnellerem Maximaltakt, der aber dann auch mehr Strom verbraucht und mehr kostet - und dennoch nicht wirklich "vergleichbar" mit dem Ci5 ist....
    Damit sind dann auch alle Argumente genannt:
    Takt (2,53 GHz beim P8700 vs. 2,8 beim P9700 GHz)
    TDP (25 W vs. 28 W)
    Preis ($209.00 vs. $348.00)

    Zum Turbo Boost: Die CPUs laufen ja nur dann mit diesem Takt, wenn es der thermische Spielraum hergibt. Diese Situation finde ich nicht unbedingt mit dem Maximaltakt der C2D-CPUs vergleichbar.

    Quote:
    Ich möchte wetten das ein fiktiver P9900 mit 3 GHz Takt und in 32nm gefertigt durchaus vergleichbare Werte erreichen würde.


    ...und ein fiktiver Core i5 in 28 nm mit 3 GHz? Wäre der nicht noch besser...? Sich Prozessoren auszudenken oder zu wünschen, bringt leider in der Betrachtung tatsächlicher CPUs nichts. Einen 32-nm-C2D wird es nicht geben.
    1
  • Cris-Cros
    Netter Test
    Die neuen Notebook Prozessoren sind auf jeden Fall besser als Ihre Desktop Brüder.
    0
  • drno
    In jeden Fall bringt das die Preise nach unten, und endlich gibt ein besseres P/L Verhältnis für die NB'S
    0