Intel: 2013 kommen höher auflösende Display

In einer Präsentation, die Liliputing in die Finger bekam, hat Intel unmissverständlich klar gemacht, dass nach Ansicht des Unternehmens heutige Display die nötigen PPI-Werte (Pixels per Inch) vermissen lassen, um alltägliche Media-Aufgabenstellungen effizient erfüllen zu können. Zur Lösung dieses Problems unterstützt Intel Pläne für "Retina"-artige Displays in der nahen Zukunft.

Intel erwartet 5-zöllige Smartphones mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten, 10-zöllige Tablets mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten, 11- und 13-zöllige Ultrabooks mit 1.560 x 1.440 bzw. 2.800 x 1.800 Bildpunkten sowie 15-zöllige Notebooks und 21-zöllige All-in-One-Desktop-PCs mit Auflösungen von 3.840 x 2.160 Pixel.

Während seiner Präsentation auf dem Intel Developer Forum (IDF) gab Kirk Skaugen, Vice President und General Manager der PC Client Group, an, dass Ivy Bridge "Retina-Display-fähig" ist. Ein "Retina"-Display ist ein Bildschirm mit derart dicht gepackten Pixeln, dass ein menschliches Auge – und hier speziell die Netzhaut oder eben Retina – bei einem typischen Betrachtungsabstand die einzelnen Pixel nicht mehr auseinanderhalten kann.

Ein großes Hindernis bei der Einführung von Retina-Technologie in den Mainstream ist der Bedarf an adäquater Rechenleistung. Intel will diese Hürde mit seinen kommenden Ivy-Bridge-Prozessoren genommen haben, deren integrierte Grafik für Displays mit einer Auflösung von bis zu 2.560 x 1.600 Pixeln tauglich ist.

Es ist zwar schön zu sehen, dass Intel für die Verbreitung fortschrittlicher Display-Technologien plädiert, aber letztlich muss wird die finale Entscheidung beim Anwender fallen. Denn nur wenn genügend Nutzer ein Verlangen nach wirklich hochauflösenden Displays ausdrücken und auch gewillt sind, die anfänglich garantiert hohen Preise zu zahlen, werden Hersteller diese Schiene wirklich pushen.

Für einen detaillierteren Einblick in auf Intels Vorstellungen solltet ihr euch einfach mal diese Roadmap anschauen:

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11 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Das Problem seh ich eher bei den Otto-Normalverbrauchern. Höhere Auflösungen, kleinere Darstellung. Man muss also die Anwendungen und Betriebssysteme anpassen. Vielen wollen einen GROßEN Monitor und berücksichtigen nicht, dass nicht alles einfach größer angezeigt wird, sondern mit hoher Auflösung eine letztlich kleinere Darstellung einhergeht, also genau der gegenteilige Effekt.
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  • Stimmt. Das Problem liegt bei Kontentanbieter. Auch heute gibt es (z.B.) frisch geschriebene Software, wo ab 120DPI die Buchstaben nicht mehr in die Ramen passen. Wundert mich auch nicht. Wo ich arbeitete würde mir von einem Softwareschreiber/-warter verboten dortige Auflösung von Standart 96DPI zu ändern. Weil es ihm so gewönnlicher ist. Ich gehe davon aus, daß es verbreitet ist. Die Hersteller bekommen einfach kein Wind persönlich, daß Anwendern mit jeder PC-Kaufsrunde daran denken mussen, daß Kontent auf dem Stand von XP-Zeiten in Bezug auf Auflösung hartnäckug stehen bleibt. Da muss man eine menschliche Generation abwarten.
    Es würde auch kein Sinn ein über 100km/h schnelleres Auto kaufen, auch wenn man wieder dafür das Geld ausgeben will, wenn man noch die Römische Steinstrassen pflegen und ausbauen würde.
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  • Beispiel iPad 2 & 3 oder iPhone 3GS und 4. Unterschiedliche Displayauflösungen, die Darstellungsgröße ist allerdings gleich geblieben. Das beim iPad 3 oder beim iPhone 4 das Bild schärfer als beim Vorgänger ist, merkt man gleich.
    Sowas müsste man dann auch beim PC einführen, allerdings mit der Option zum anpassen auf Betriebssystemebene. Wenn dies gelingt, werden die Endnutzer auch höhere Auflösungen akzeptieren.
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