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EU-Kommission: Abfuhr für Intel

von - quelle: Tom's Hardware DE

Der Luxemburger EU-Gerichtshof hat eine von Intel geforderte Verlängerung der Antwortfrist im Verfahren um Absprachen zwischen dem Chipgiganten und diversen Vertriebspartner abgeschmettert.

Seit Juli 2007 läuft bei der EU-Kommission ein Wettbewerbsverfahren gegen Intel. Ein Jahr darauf wurden die Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung konkret: Ein Exklusivvertrag zwischen Intel und der Media-Saturn-Holding – die hier zu Lande die Handelsketten Saturn und Mediamarkt betreibt – wurde publik (siehe »FTD: Vertrag zwischen Intel und Media Markt«). Laut diesem Deal sollen die Elektronikmärkte für eine Zahlung von mehreren Millionen Euro und diverse Rabatte seitens Intel auf den Verkauf von AMD-Produkten verzichten.

Bis 17. Oktober des letzten Jahres hätte Intel Zeit gehabt für eine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen. Der CPU-Hersteller ließ die Frist verstreichen. Zuvor beschwerte sich Intel in Brüssel darüber, von der EU-Behörde keine Einsicht in die Beweise – vor allem von AMD – zu erhalten. Auf die geforderten Unterlagen stützend, wollte Intel eigentlich seine Verteidigung ausarbeiten und erbot deshalb den Aufschub.

Dieser wurde nun jedoch abgeschmettert: Intel bekommt keine Zeit mehr, neue Beweismittel vorzulegen, und die EU-Kommission müsste diese auch nicht anerkennen. Somit ist der Weg frei für eine Urteilsverkündung – auch wenn Intel dagegen vermutlich wiederum Berufung einlegen wird. »Auch wenn wir über die Entscheidung des Gerichts enttäuscht sind, hat sie keinen Einfluss auf den Verlauf des Verfahrens«, so Intel. AMD sieht die Entscheidung freilich positiv: »Intels Beschwerde war nichts anderes als ein Versuch, den Entscheidungsprozess der EU-Kommission zu verzögern«, erklärt der Vizepräsident der AMD-Rechtsabteilung, Tom McCoy.


Mehr zum Thema bei Tom's Hardware:
FTD: Vertrag zwischen Intel und Media Markt (28. Mai 2008)
AMD vs. Intel: Neue Vorwürfe (6. Mai 2008)
EU-Kommission ermittelt bei Intel in München (13. Februar 2008)
Intel nun auch im Fadenkreuz von US-Ermittlern (11. Januar 2008)
Fristverlängerung für Intel (16. Oktober 2007)
Die ’Wahrheit über Intel’: AMD will sie verraten (9. August 2007)
EU-Beschwerde gegen Intel: Steilvorlage für AMD (27. Juli 2007)
Intel unter Anklage (27. Juli 2007)

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Carsten 9punkt13 28/01/2009 17:51
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-0+

hoffentlich bekommt intel eine saftige strafe!!
mediamarkt und saturn sollte man auch bestrafen.

xCx 28/01/2009 18:26
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-4+

Ich wüsste auch schon eine Strafe für MediaMarkt und Saturn: die müssen auf 99% ihrer Artikel (die, auf die folgendes zutrifft:) einen Aufkleber "Achtung überteuert" machen, welcher mind. 60% der Verpackung bedeckt *fg*

KillaGorilla 28/01/2009 18:57
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-1+

Ich hoffe auch auf eine saftige Strafe für die beiden. Genau solche Absprachen sind der Grund für die enormen Schwierigkeiten von AMD/ATI.

Rofl_10 28/01/2009 19:28
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-1+

Sollte Intel Rechtskräftig verurteilt werden, so hätte AMD doch prinzipiell Anspruch auf Schadenersatz !? Weiss da jemand genau bescheid ob dem so wäre ? Danke im voraus^^

Carsten 9punkt13 28/01/2009 19:40
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-0+

hoffentlich ist das so

mieleman 28/01/2009 21:02
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--3+

nana, das Intel diese Absprache mit Mediamarkt und Konsorten hat, beweist noch lange nicht, das AMD nicht auch entsprechende Absprchen tätigt.
Desweiteren sind Exklusiv Verträge nichts Aussergewöhnliches. Beispielsweise die Absprache seitens Apple mit der deutschen Telekom, über das Exklusivrecht, als einziger Anbieter in Deutschland, das iPhone anbieten zu dürfen. Die Telekom wird dies auch nicht ohne Zahlung erhalten haben.
Also Ball flachhalten, denn einen Grund weshalb es AMD nicht besonders gut geht ist dies ebenfalls nicht.

Entscheidungen AMD-Konzerns sind eventuell suboptimal ausgefallen, desweiteren mußte AMD schon immer eigene Wege gehen, da man in der Prozessor-Entwicklung nicht alles beim anderen abkupfern kann bzw. darf. Da dies ziemlich schnell Patentrechtliche Schritte nach sich ziehen würde.

Beispiele sind die Eigenentwicklungen wie SSE und AMD-Now. Intel hat zB nie AMD-Now übernommen, andererseits "mußte" AMD die SSE-Erweiterungen annehmen. (kostet bestimmt eine ganze Stange Geld)

Was dies für AMD bedeutet sollte somit klar sein:

Intel wird immer Marktführer bleiben und AMD wird hier, zumindest in absehbarer Zeit, keinen Führungswechsel herbei führen können.

In diesem Sinn.. :)

SCHRANKK 28/01/2009 21:46
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-1+

Jedoch bietet ein gewisser Apfel der Telekomgesellschaft nicht mehrere Millionen € an sodass eben diese Gesellschaft keine anderen Mobiltelefone mehr verkauft.

Das ist eine komplett andere Situation. Hier hat eher die Telekomgesellschaft dafür hingeblättert und nicht der Apfel. Durch die Zahlung hat sich die Telekomgesellschaft das Exklusivrecht für das gewisse Handy gesichert.

Voyager 28/01/2009 21:59
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--1+

Was läuft da überhaupt fürn Spiel wenn die EU keine Einsicht in die Beweise gestattet, woher sollen wir wissen ob das mit rechten Dingen zugeht ? Finden das die Intelgegner etwa gerecht ?

Rofl_10 28/01/2009 22:17
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-0+

@ mieleman

Zitat :Desweiteren sind Exklusiv Verträge nichts Aussergewöhnliches


Mit Exclusiv-Verträgen hat das ja nun überhaupt nichts zu tun (*Kopfschüttel). Du scheinst hier die Sachlage zu verkennen. Media-Markt/Saturn bieten keine AMD-Produkte an, wohingegen Du beim T-Punkt sehr wohl die Wahl zwischen Apple,Nokia etc. hast. SCHRANKK (über mir) hat das ganz richtig erkannt.

Zitat :nana, das Intel diese Absprache mit Mediamarkt und Konsorten hat, beweist noch lange nicht, das AMD nicht auch entsprechende Absprchen tätigt.


Sollte man AMD dabei erwischen, dann sind sie genauso dran wie Intel. Aber darum gehts hier doch gar nicht. Ich denke man sollte das Verhalten von Intel nicht relativieren. rolleyes:

Zitat :Intel wird immer Marktführer bleiben und AMD wird hier, zumindest in absehbarer Zeit, keinen Führungswechsel herbei führen können.


Ahh ja ! Wenn Intel immer Marktführer bleiben wird, dann hast Du schon recht das AMD -zumindest in absehbarer Zeit^^- keinen Führungswechsel herbei führen wird.^^gg

Rofl_10 28/01/2009 22:27
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-0+

@ Voyager

Du willst doch jetzt nicht etwa behaupten, dass die EU-Kommission "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" treibt !? Ich denke wir können davon ausgehen, dass dieses Verhalten Gesetzeskonform ist.

KatSeiko 28/01/2009 23:42
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-0+

@Voyager: Die Beweise waren bekannt, da es Kopien der Verträge waren, die Intel selbst mit Saturn geschlossen hat.
Wär auch zu einfach, mal in den eigenen Unterlagen zu kramen, um das Original zur Kopie der Anklage zu finden...

Die EU hat ein paar interessante Wege, um Intel zu bestrafen. So wär zum Beispiel eine hohe Millionenstrafe wie bei MS möglich, oder ein Strafzoll (z.B. 5%) auf alle Intel-Produkte... Mal sehen, wie das Urteil ausfällt.

ianrad 29/01/2009 09:53
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-1+

saturn/mediamarkt sollten zusammen mit intel schadensersatz an AMD zahlen. hinzu noch eine schöne strafe für intel obendrauf und alles ist wieder im lot ;D

auser 29/01/2009 09:54
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-0+

das die leute immernoch waren bei saturn kaufen verstehe ich eh nicht. der teuerste laden den es gibt. jeder fachhandel oder sonst ein laden ist mindestens 20% billiger. sogar der teure conrad ist zwischen 20 und 50% billiger.

es gibt keinen laden, der teurer ist als saturn (was cih nie verstehehn konnte ist, warum media markt meistens etwas günstiger ist als saturn, obowhl die selbe holding).

auser 29/01/2009 09:55
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-0+

EDIT: saturn ist das paradebeispil für volksverdummung durch werbung. der teuerste laden schafts durch werbung die leute glauben zu lassen, er wäre der günstigste. FASZINIEREND!

ianrad 29/01/2009 09:59
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-0+

@auser: noch ein nettes beispiel wären die unterschiedlichen preise in unterschiedlichen filialen von saturn. so bezahlst du bspw. in darmstadt rund 10-20% weniger als im saturn in frankfurt/main. eine echte frechheit.

mieleman 29/01/2009 10:53
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-0+

@ianrad
selbiges gilt aber auch für den Mediamarkt, dessen Preise über die verschiedenen Bundesländer variieren. Wurde mal im Fernsehen vor Jahren diskutiert. So konnte man aus BW oder Bayern heraus im Raum Köln einen Fernseher für fast die Hälfte erstehen.

auser 29/01/2009 10:57
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-0+

preisvariationen in filialen gibt es bei fast JEDEM laden. das war schon immer so und hat verschiedene gründe.

mieleman 29/01/2009 11:04
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-0+

@rofl_10,
mit meinem kleinen Beitrag wollte ich eigentlich nur darauf hinaus, das andere Händler die im selben Rahmen Ware einkaufen, diese entsprechend der freien Marktwirtschaft auch verkaufen dürften. Da die Telekom ja nicht nur den Artikel an und für sich anbietet, sondern dies nur im Rahmen eines Vertrages macht, der weitere Kosten nach sich zieht, sehe ich hier eine ähnliche Situation. Denn Apple könnte es egal sein wer in Deutschland den Artikel anbietet, da die Höhe des Absatzes das entscheidende Kriterium ist, nicht etwa der Vertrag den die Telekom zu gerne damit verknüpft.
Da Apple aber einen Ausfall schnuppert, zahlt die T-Kom mit Sicherheit hier einen Bonus um das auszugleichen. Dies hält fremde Händler fern vom Markt, ähnlich wie Intel mit seinen Verträgen, nur Intel Ware anzubieten. Somit stellen sich Mediamarkt und Konsorten als reine Intelvertriebspartner dar. Da würde ich persl. nun keinen Nachteil sehen, oder sollte man den Konzern um Mediamarkt ebenfals verklagen nun auch AMD-Hardware anzubieten? Utopisch, da jeder Händler selbst wissen muß, welche Ware er ein- und verkauft. Der Vertrag kam mit Sicherheit ja auch nicht gezwungenermaßen zustande. Intel könnte zB niemals verhindern mit AMD Ware verkauft zu werden.

in diesem Sinne.. ;)

phobos 29/01/2009 11:06
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-0+

naja bei die Blödmänner shops ist es normal, da kann nicht jeder so einfach seine Ware verkaufen =)

Ich hab mich gewundert warum es keine Energizer bei Saturn und MM gibt. Mal nachgefragt bekam ich die Antwort "Energizer gibt es nicht mehr" komisch aber die Märkte haben eigentlich nur Duracell
auch ein Sondervertrag?

phobos 29/01/2009 11:12
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-0+

mieleman :
@rofl_10,mit meinem kleinen Beitrag wollte ich eigentlich nur darauf hinaus, das andere Händler die im selben Rahmen Ware einkaufen, diese entsprechend der freien Marktwirtschaft auch verkaufen dürften. Da die Telekom ja nicht nur den Artikel an und für sich anbietet, sondern dies nur im Rahmen eines Vertrages macht, der weitere Kosten nach sich zieht, sehe ich hier eine ähnliche Situation. Denn Apple könnte es egal sein wer in Deutschland den Artikel anbietet, da die Höhe des Absatzes das entscheidende Kriterium ist, nicht etwa der Vertrag den die Telekom zu gerne damit verknüpft.Da Apple aber einen Ausfall schnuppert, zahlt die T-Kom mit Sicherheit hier einen Bonus um das auszugleichen. Dies hält fremde Händler fern vom Markt, ähnlich wie Intel mit seinen Verträgen, nur Intel Ware anzubieten. Somit stellen sich Mediamarkt und Konsorten als reine Intelvertriebspartner dar. Da würde ich persl. nun keinen Nachteil sehen, oder sollte man den Konzern um Mediamarkt ebenfals verklagen nun auch AMD-Hardware anzubieten? Utopisch, da jeder Händler selbst wissen muß, welche Ware er ein- und verkauft. Der Vertrag kam mit Sicherheit ja auch nicht gezwungenermaßen zustande. Intel könnte zB niemals verhindern mit AMD Ware verkauft zu werden.in diesem Sinne..


wenn du als Händler eine "extrasumme" am Jahresende bekommst weil du nur ihre Produkte verkauft hast, dann schaust dass es auch bei dem Vertrag bleibt. AMD cpu's werden ja einzeln auch verkauft der vertrag bezieht sich nur auf Komplettsysteme...

atakan 05/05/2009 15:19
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--1+

Intel ist einfach besser als amd das ist die warheit.

Rofl_10 11/05/2009 13:26
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-1+

Zitat :Intel ist einfach besser als amd das ist die warheit.


Die Wahrheit ist, dass Du nicht weisst, das die "Wahrheit"
mit "h" geschrieben wird.^^

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