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Intel gibt das baldige Ende seiner Desktop-Mainboards bekannt

Von , Niels Broekhuijsen, Marcus Yam und Chris Angelini - Quelle: Tom's Hardware DE | B 9 kommentare

Intel hat eine Stellungnahme veröffentlicht, in der der Konzern die Einstellung der Entwicklung und Produktion von Desktop-Motherboards angekündigt

Wie Intel bekannt gegeben hat, wird der größte Prozessorhersteller der Welt in den nächsten drei Jahren sein Motherboardgeschäft herunterfahren und gänzlich aus diesem Bereich aussteigen, wenn der Rest der Branche auf Broadwell-basierende Plattformen umsteigt.

Die beim Zurückziehen aus dem Motherboardmarkt freiwerdenen Ressourcen will Intel in anderen Bereichen der PC-Branche nutzen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf das Referenzdesign von Ultrabooks und All-In-One-PCs gelegt werden. Auch an der auf der CES prominent platzierten Next Unit of Computing (NUC) sollen die Ingenieure, die bisher die Motherboard entwickelt haben, weitere Beschäftigung finden.

Die Verlagerung des Fokus ist für die Zeitspane zwischen der Haswell- und der Beoadwell-Generationen der Prozessoren geplant. Danach wird es keine Desktop-Mainboards mit der Intel-Marke mehr zu kaufen geben. Intel verspricht aber weiterhin Support für existierende Produkte während ihrer Garantiephase.

Unsere amerikanischen Kollegen sprachen mit Intel-Vertretern und fragten unter anderem was aus den Anbietern wird, die auf eine ganzheitliche Intel-Lösung gesetzt haben, also vom Prozessor und Chipsätzen über die Plattform bis hin zu Speicher und Netzwerk auf Lösungen des Konzern setzen. Die einfache wie ehrliche Antwort: Intel habe genug Vertrauen in die anderen Mainboardhersteller, selbst Hauptplatinen herauszubringen, die auch den Stabilitätsansprüchen an Intel-Mainboards genügen. Als weiteren Grund für die Einstellung der Board-Sparte ließen die Vertreter durchblicken, dass man Schwierigkeiten gehabt habe, neue Technologien wie PCI Express 3.0, USB 3.0, SATA 6Gb/s und Thunderbolt schnell genug zu adaptieren. Diese würden heutzutage von anderen Herstellern nahezu sofort nach dem Erscheinen auch in die Mainboards verbaut, hier könne Intel nicht mehr problemlos mithalten.

Sicherlich wird diese Entscheidung auch die Spekulationen über Intels Engagement im Bereich der Desktop-Enthusiasten fördern. Intel hob aber auf Nachfragen in dieser Richtung nochmals hervor, wie populär die K-Serie ihrer CPUs und gesockelte Plattformen sind. Es wurde unseren amerikanischen Kollegen aber auch bestätigt, dass es keine auf LGA-Sockel basierende Broadwell-Chips geben wird. 

Intel stellte aber auch klar, dass die Pläne bezüglich Desktop-Motherboards nicht den Start der Haswell-Generation in diesem Jahr beeinflussen wird und verspricht Support (Firmware, Treiber usw.) der ergänzend dazu gestarteten Plattformen während der üblichen Dauer (für ungefähr 18 Monate nach Einführung). Um das noch mal zu verdeutlichen: Intel wird weiterhin Chipsätze designen und entwickeln, nur die Entwicklung neuer Desktop-Boards wird nach Haswell eingestellt.

Kommentieren 9 Kommentare anzeigen.
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  • oswin , 23. Januar 2013 20:45
    tja warum das so ist ist klar.. mehr asche mehr und mehr.. aber wie auch immer wenn die leute intel dafür nicht abstrafen dann haben se selber schuld!
  • texas , 23. Januar 2013 20:55
    Dadurch werden wohl eher Intels Umsätze sinken (die Kosten allerdings natürlich auch). "Mehr Asche mehr und mehr" kann ich da echt nicht reininterpretieren.
  • bigreval , 23. Januar 2013 22:23
    Broadwell ohne Sockel ... ohne mich ....
  • tomx , 24. Januar 2013 00:29
    bigrevalBroadwell ohne Sockel ... ohne mich ....


    Stört Intel nicht
  • Rikki-Tikki-Tavi , 24. Januar 2013 01:28
    Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiinnnn!!!

    Nach Qimonda jetzt ein zweiter Grundpfeiler meiner 99% zuverlässigen eigenbau-PCs dahin. ;(
  • Elkinator , 24. Januar 2013 04:12
    bigrevalBroadwell ohne Sockel ... ohne mich ....

    dann bleib halt bei haswell bis skylake kommt.

    das intel die ersten wenigen 14nm chips für den mobilen markt verwendet ist nur logisch und auch schon seit längerem bekannt.
  • lotushaza , 24. Januar 2013 09:38
    Es lebe die Wegwerfgesellschaft :-(
    Ich arbeite in einer EDV Firma und unser Vorteil im Vergleich zu den großen Ketten ist das wir Service anbieten. Durch die ganzen All in One Geräte wird es aber immer schwieriger nur einzelne Kompomonenten zu tauschen damit ein PC wieder läuft. Wir verkaufen fast nur Intel Hardware weil sie sich einfach bewährt hat. Ich hoffe sehr das Intel nicht dieses Schritt macht.
  • bigreval , 24. Januar 2013 17:37
    @tomx: Jo, stört Intel sicherlich nitt, aber (das berühmte aber...) wenn genügend andere das genauso sehen, dann wird Intel reagieren müssen, kein Absatz=kein Umsatz=weniger Gewinn==>Aktionäre...

    Dann geht das ganz fix und die Prozzies bekommen wieder Beinchen... (ja, im übertragenen Sinn...)

    @Elkinator: Im Mobil-Bereich sehe ich das ja noch so halbwegs ein, ich denke mal 99% der z.B. Notebookuser werden ihre CPU nie tauschen. Ich für meinen Teil habe einen "gut" ausgestatteten Laptop gekauft, mit i3-CPU (und dedizierter Grafikkarte). Dann den Prozessor gegen einen i7 getauscht. Das war um einiges günstiger als den Laptop direkt mit i7 zu kaufen. Der i3 ging dann in der Bucht weg... Nochmals ein paar Euronen gespart.

    Bei den All-in-One Geräten wird doch meistens Mobil-Hardware eingesetzt. Da wird ein CPU-Tausch genauso wenig durchgeführt wie bei Notebooks.

    Aber bei den Desktops... Meinetwegen soll Intel das machen, Board+CPU zusammen verkaufen aber bitte nicht bei allen Sachen.

    Wie sieht es dann bei den Board Herstellern aus? Muss dann das Board direkt in China bestellt werden und wird dann als Auftrag gefertigt? Wie bei Mercedes, man bekommt ´ne Preisliste, stellt sein Auto zusammen und bekommt das dann geliefert? Warum dann das nicht gleich noch mit dem RAM? Neuen Form-Faktor einführen, dass genug Platz auf dem Board ist und dann kann man sein Board nach (Auf-)Preisliste konfigurieren und bekommt es dann nach 3 Monaten zugesendet...

    Oder gibt es dann von jedem Hersteller, jedes Board mit jeder CPU?

    Ich glaube die spinnen bei Intel... Da kommt noch einiges auf uns zu, leider!!!
  • Elkinator , 25. Januar 2013 00:21
    das es keine boards mehr ohne CPU geben wird war eine medienente.

    intel braucht nunmal alle 14nm chips von broadwell für mobile geräte, das man die nur verlötet ist logisch weil es anders bei einem tablet eh nicht geht.

    intel kann ja nicht mit den 14nm prozess auch den desktopmarkt beliefern, die kapazitäten haben sie nicht und das könnten sie sich auch nicht bei jedem prozess leisten.
    die können ja nicht von heute auf morgen alle chipwerke aufrüsten.
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