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Irischer Winterdienst legt Intels Fab 10 lahm

von - quelle: The Inquirer

Kurioses aus der Welt der Chipherstellung vermelden die Kollegen vom Inquirer. So hat der knackig-kalte Winter auf unerwartete Weise die Produktion in einer von Intels Fabriken zum Erliegen gebracht.

Empfindlich: Wafer wollen reinstes Wasser.Offenbar war Intel in den letzten Wochen gezwungen, einen Teil seiner Fab 10 im irischen Leixlip zeitweise stillzulegen. Naheliegend wäre jetzt die Vermutung, dass die knackige Kälte von bis zu -12° Celsius Schuld war, doch das war nur zum Teil der Grund. Offenbar ist dem örtlichen Winterdienst das Streusalz ausgegangen. Also hat man improvisiert und stattdessen Dünger benutzt, um gegen Schnee und Eis anzukämpfen.

Was beim Straßendienst hilft, scheint Intel aber arge Probleme bereitet zu haben: Der Chiphersteller ist für die Produktion seiner Silizium-Wafer auf hochreines Wasser angewiesen und befürchtete, der Dünger könne ins Grundwasser gelangt sein. Aus diesem wird das für die Herstellung benötigte hochreine Wasser durch Destillation und Filtration gewonnen. Leider scheint die Anlage der Fab 10 aber nicht in der Lage zu sein, Ammoniak zu filtern, wie er in Dünger vorkommt.

Intel hat zwar vor Ort die Möglichkeit, die Wasserqualität zu überprüfen, erwartete aber wohl nie, auch auf Ammoniak testen zu müssen. So musste man die Wasserproben zu einem externen Labor schicken und dort prüfen lassen. So lange musste die Produktion allerdings ruhen, da das Risiko zu groß gewesen wäre, komplette Chargen zu verderben. Offenbar wurde die Produktion sogar erst wieder aufgenommen, nachdem Intel einen Container mit entsprechend reinem Wasser aufgestellt hatte. Die Fab 24, die aktuelle Chipreihen herstellt, sei laut Inquirer aber nicht betroffen gewesen.

Interessant: Auch wenn das Wasser nicht mehr zur Chipproduktion getaugt hat, so genügte es trotzdem noch den Trinkwasserstandards. Chips sind eben empfindlicher als Menschen...

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klomax 29/01/2010 12:21
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-0+

:lol:

Und als nächstes ist Dresden dran...

Hochtechnologie muss vor'm Wetter kapitulieren.- Die Börse crasht.:D

Desolator 29/01/2010 12:23
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--1+

Auf sowas kommen auch nur die Iren. Mit Dünger gegen Eis ankämpfen. Nur weil denen eine Salzart ausgegangen ist, müssen die gleich mit Scheiße streuen.
Die dadurch ins Grundwasser gelangenden Stickstoffverbindungen sind leider große Feinde der PCBs und Halbleitertechnik. So schwer ist es auch nicht den Ammoniakgehalt zu testen. Dafür gibt es sogar ziemlich genaue Teststäbchen von Merk...
Frag mich nur wieso sie kein destilliertes Wasser nehmen, dann wäre das Problem garnicht erst entstanden, aber man spart eben wo man kann.

bluray 29/01/2010 12:24
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--2+

Tja... sieht wohl so aus, als ob die Fabs dann Destillerien für destilliertes Wasser bauen müssten, um hochreines Wasser zu haben.

holgiheftig 29/01/2010 12:36
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-0+

da stimmt doch irgendwas nicht: wer hochreines wasser braucht kann kein grundwasser verwenden! Oder sie haben ohnehin eine membrananlage plus destillationsanlage in Betrieb.

benkraft 29/01/2010 12:39
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-5+

holgiheftig :
da stimmt doch irgendwas nicht: wer hochreines wasser braucht kann kein grundwasser verwenden! Oder sie haben ohnehin eine membrananlage plus destillationsanlage in Betrieb.



So ist es - im Prinzip wird das Grundwasser genutzt, um daraus hochreines Wasser zu gewinnen. Das Problem bei der älteren Fab 10 ist offenbar, dass die Filtrationsanlagen nicht dafür ausgelegt sind, auch Ammoniak zu filtern... Bei der neueren Fab 24, die ebenfalls in Irland steht, scheint man schon weiter zu sein.

anonymous 29/01/2010 14:22
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-0+

Also bei uns wird hochreines Wasser aus destilliertem Wasser in einer Membrananlage aufbereitet. Das destillierte Wasser wurde zuvor aus Leitungswasser mittels Ionentauscher aufbereitet. Verstehe nicht warum die aufs Grundwasser schwören, wenn es doch auch Wasserwerke gibt die sowieso auf Düngemittel testen.

Bignon 29/01/2010 14:37
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-0+

So schnell kann man das Thema wechseln von Chips zu Sche***. :P

benkraft 29/01/2010 15:55
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-0+

mindhack :
Also bei uns wird hochreines Wasser aus destilliertem Wasser in einer Membrananlage aufbereitet. Das destillierte Wasser wurde zuvor aus Leitungswasser mittels Ionentauscher aufbereitet. Verstehe nicht warum die aufs Grundwasser schwören, wenn es doch auch Wasserwerke gibt die sowieso auf Düngemottel testen.



Wie in der News angemerkt: Das Wasserwerk bereitet das Wasser für Trinkwasserqualität auf ... da darf ein gewisser Ammoniak-Anteil drin sein. Für Silizium-Wafer wäre aber selbst die Menge schädlich

saintch 29/01/2010 17:26
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-0+

Desolator :
Auf sowas kommen auch nur die Iren. Mit Dünger gegen Eis ankämpfen. Nur weil denen eine Salzart ausgegangen ist, müssen die gleich mit Scheiße streuen.



der erwähnte dünger wird amonium nitrat gewesen sein, dies wird übrigens schon länger zum enteisen respektive zum vereisen von weltcup skipisten verwendet, also nichts ungewöhnliches. wer es nicht wahrhaben will soll etwas schnee nehmen (oder eis aus dem gefrierschrank) etwas saltz zufügen und dann durchkneten, ihr wird schon von hand merken das das eis kälter wird.

und von wegen amoniak, das wirst du mit einer membranfilter anlage kaum aus dem wasser bekommen, und der wasserdampf verschleppt amoniak, da muss schon sehr aufwenig destiliert werden, oder mann salzt es aus, und filtriert es dann. nur diese methode bedarf den einsatz von chemikalien die sie wohl standartmässig nicht auf lager haben.

Desolator 30/01/2010 00:56
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-0+

@saintch: der Dünger besteht garantiert nicht nur aus Ammoniumnitrat. Zudem kann man mit einer guten Destillationsanlage auch Ammoniak abdestillieren. Intel hat nur nie damit gerechnet, warum auch?

saintch 30/01/2010 01:56
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-0+

wenn es dünger ist, jahre von zeitungsberichten haben mich gelernt das otto normal jurnalist keinen blassen von chemie hat.

sicher hast du recht das man ammoniak abdestalieren kann, da aber wie gesagt ammoniak vom wasserdampf verschlept wird und sehr gut im wasser löslich ist, braucht es deutlich mehr aufwand, und diesen aufwand wir eine normale abwasser aufbereitung kaum betreiben, da unrentable, weil man ja nicht mit amoniak rechnet.

aber diesen punkt müssen wir ja nicht diskutieren da wir ja einer meinung sind.

wollte nur darauf hinweisen das ammoniumnitrat schon seit langer zeit im winterdienst verwendet wird und keine schnapsidee der iren ist.

Desolator 30/01/2010 04:04
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-0+

Okay. Wusste nicht dass man Ammoniumnitrat zum enteisen nimmt. Bin eher der Organiker ;)

snooze 30/01/2010 15:03
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-0+

Tja, die Anforderung an die Reinheit ist in der Mikroelektronik eben am Größten - dabei steckt sie sogar die Medizintechnik locker weg! Der Vergleich mit der Anforderung an die Reinheit von Trinkwasser ist einfach nur lächerlich. ;)

benkraft 30/01/2010 17:15
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--1+

saintch :
wenn es dünger ist, jahre von zeitungsberichten haben mich gelernt das otto normal jurnalist keinen blassen von chemie hat.



Dafür können wir Rechtschreibung und Grammatik. ;)

saintch 30/01/2010 17:44
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-1+

klar deshalb bin ich ja chemilaborant und sie jurnalisten geworden :D

sie wissen wir man umfallverhütung schreibt und ich wie man sie betreibt

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