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Neue Kartellklage gegen Intel

von - quelle: Tom's Hardware DE

Intel droht in den USA ein ähnliches Verfahren wie in Europa: Auch dort soll der Chipgigant für Wettbewerbsverzerrungen aufgrund von Zahlungen an PC-Hersteller verantwortlich sein.

Wie US-Medien melden, wurde gegen Intel in den USA eine Kartellklage eröffnet. Der Vorwurf: Mit Rabatten, Zahlungen und Exklusivverträgen an und mit Computerherstellern hat der Chipriese gegen das dortige Wettbewerbsrecht verstoßen. Damit droht Intel ein ähnliches Verfahren wie in Europa: Die EU-Kommission hatte Intel im Mai dieses Jahres zu einer Rekord-Geldstrafe von 1,06 Milliarden Euro verdonnert. Auch dabei sahen es die Kartellwächter als erwiesen an, dass Intel durch Rabatt-Aktionen und heimliche Deals mit PC-Herstellern und Verkaufsketten versucht hat, seine Konkurrenten – vor allem AMD – in eine schlechtere Marktposition zu bringen (siehe »Milliardenstrafe für Intel«).

»Intel hat weltweit und systematisch mit illegalen Handlungen seine Monopolstellung und Preise für x86-Prozessoren gefestigt«, so die aktuelle Klageschrift (PDF). Der Vorwurf hört sich bekannt an: Durch Zahlung in Milliardenhöhe habe sich Intel Exklusivverträge mit großen Computerherstellern gesichert und so einen fairen Wettbewerb unterbunden. Firmen die nicht mitmachen wollten, sollen vom Chiphersteller mit Sanktionen bedroht worden sein.

Unter anderem die Hersteller Dell, Hewlett-Packard und IBM sollen mit Intel entsprechende Vereinbarung getroffen haben. Dell soll in einem Quartal von Intel mit Beträgen geschmiert worden sein, die sogar den Quartalsgewinn des PC-Herstellers übertroffen haben. Intel hat seine Partner auch nicht gerade zimperlich behandelt: Ein hochrangiger Dell-Mitarbeiter soll schon 2004 erklärt haben, dass sich die Intel-Chefs für einen »Jihad« vorbereiten für den Fall, dass Dell doch AMD-Produkte in seine Rechner einsetzt.

Intel hat sich zu den Vorwürfen schon geäußert: Laut Intel-Sprecher Chuck Mulloy wird sich Intel in dem anstehenden Verfahren selbst verteidigen: »Wir widersprechen dem New Yorker Generalstaatsanwalt«, so Mulloy, der der Ansicht ist, die Klageeinreichung diene weder Verbrauchern noch der Justiz.

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Knuprecht 05/11/2009 18:56
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-3+

Hoffentlich bekommen die eine richtige Strafe und nicht diese lächerliche der EU. So ab10 Mrd. Dollar fängt es erst an bei Intel wehzu tuen. Oder die Bestechungsgelder zusammenzählen und das Intel als Strafe vorlegen da kämme man ja schnell über 20 Mrd. Dollar. Wenn das durch ist kann AMD auch seine Zivilklage durchziehen.

Peppito82 05/11/2009 19:21
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-3+

In Amerika eine Kartell klage am Arsch zu haben soll schon etwas heißen, dort ist es wesentlich schwieriger gegen Kartellrichtlinien zu verstoßen als hier.

Wenn eine Verurteilung stattfindet würde ich an AMDs Stelle Intel auch noch verklagen, da durch den Schuldspruch erwiesen ist das Intel das Geschäft von AMD geschädigt hat.

noskill 05/11/2009 19:32
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-0+

Interessant wird dann auch die Entschädigung für AMD, wenn die dann auch endlich klagen können.
Die Forderungen dürften weit in den zweistelligen Milliardenbereich gehen.

jura1985 05/11/2009 19:58
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-0+

hey leute, gesetz dem fall es kommt zum prozess und intel muß zahlen, so zeiht sich das jahre hin bis man geld sieht, wenn überhaupt....in der zeit könnte amd auch pleite gehen.....oder intel ;-)

mareike 05/11/2009 20:56
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-0+

es wird nicht so heiß gegessen wies gekocht wird, die einzigen die als gewinner schon mal feststehen sind die heere von anwälten. Intel zahlt am ende so in 10 jahren mal ne milliarde strafe und alle sind glücklich, weil amd gibts dann nicht mehr.

wow4ik 05/11/2009 21:03
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--2+

Joa, wollt auch grad fragen, die Strafe von der EU wurde doch bis heute nicht beglichen und ob sie in der höhe wirklich noch beglichen wird weis auch keiner oder gibts dazu noch neuere Infos?

Casi 05/11/2009 21:47
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-0+

In den USA muss geklagt werden, wie auch in Europa immer mehr die EU-Wächter jeglicher Form auf den Plan gebracht werden müssen. Warum? Es gibt einen immer größer werdenden Apparat von Anwälten, EU-Komissaren und Beamten, also allesamt Schaumschläger, die auch beschäftigt werden wollen. Die immensen Ausgaben beispielsweise bei öffentlichen Stellen müssen auch irgendwie gerechtfertigt werden.
Und wer will schon hundert tausende neue Arbeitslose riskieren, nur weil man plötzlich wegen eines zu heißen Kaffees oder wegen Betreten des Rasens vom Nachbarn niemanden mehr verklagen kann?
Hier läuft das in großen Rahmen, so sind einige hundert Leute über Jahre in Lohn und Brot, ist doch super!

fbx 06/11/2009 00:05
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-0+

omg casi, irgendwie musst du an deinem Stil arbeiten man merkt kaum das es ironisch gemeint ist.
Auf die Situation im Kindergarten runtergebrochen (fühle sich angesprochen wer will): du bekommst keinen Platz und deswegen auch kein essen, weil die eltern des anderen Kindes die Kindergärtnerin geschmiert haben. Weil du nichts zu essen bekommst verkümmerst du langsam. Deswegen gibts die Aufsichtsbehörden. Und manchmal funktioniert das in der Praxis dann so wie in der Theorie erdacht.
Diese Wettbewerbhüter passen u.a. darauf auf das der Endverbraucher nicht die Arschkarte zieht und das ist hier passiert. Intel schmeisst den einzigen Wettbewerber raus und diktiert dann die Preise. Was mich wundert ist das die Metrogruppe und dell&Co irgendwie nicht angegangen werden. Zu so nem deal gehören ja zwei und die können ja schlecht sagen"für mich sah es fair aus".

Denken 06/11/2009 11:03
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-1+

Uh der Klassiker!

Zitat: "die Klageeinreichung diene weder Verbrauchern noch der Justiz"

Eigeninteresse mit dem Allgemeinen Interesse verwechseln!

An mangelndem Wettbewerb hat kein Verbraucher Interesse und Intel sehr wohl!

Denken 06/11/2009 11:05
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-1+

@jura1985

Selbst wenn AMD Pleite ginge in der Zeit, würden die Ansprüche bestehen bleiben!

Derfnam 06/11/2009 11:18
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--2+

Schuldig bis zum Beweis des Gegenteils? Tiefstes BLÖDzeitungsniveau. Armselig.

Knuprecht 06/11/2009 12:54
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-3+

@Derfnam: Schuldig weil schuldig, fragt sich nur noch, wie schuldig? In der EU in Korea und Japan hat man Intel schon für Schuldig gesprochen und in den USA wird das selbe passieren. Es gibt Beweise die die Schuld Intels zementieren. Reichen 2 Mrd. Zuwendungen an DELL nicht als Beweis?

bladedaywalker 06/11/2009 19:51
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-0+

Da INTEL ums alles in der Welt in jedem PC nur seine Chips verbaut haben will greift dieser salopp formuliert auf ganzer Länge nur zu illegalen mitteln --> Seit Apple auf auf die x86 Architektur gewechselt hat, hätte Apple damals die Wahl Intel oder AMD. Warum ist dann Apple komischer weiße genau zu Intel gegangen ?? hier wurden genauso illegale Zahlungen getätigt.
Selbes Beispiel Netbook-HYPE - ATOM - alternativen - AMD NANO oder VIA NANO.Man kann nur hoffen das am ende nicht der Konsument auf der Strecke bleibt.

bladedaywalker 06/11/2009 19:51
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-0+

Da INTEL ums alles in der Welt in jedem PC nur seine Chips verbaut haben will greift dieser salopp formuliert auf ganzer Länge nur zu illegalen mitteln --> Seit Apple auf auf die x86 Architektur gewechselt hat, hätte Apple damals die Wahl Intel oder AMD. Warum ist dann Apple komischer weiße genau zu Intel gegangen ?? hier wurden genauso illegale Zahlungen getätigt.
Selbes Beispiel Netbook-HYPE - ATOM - alternativen - AMD NANO oder VIA NANO.Man kann nur hoffen das am ende nicht der Konsument auf der Strecke bleibt.

Derfnam 06/11/2009 20:46
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--1+

Intel ist ganz böse und AMD ist lieb und supidoll. Is klar. Apple hat zu einem Zeitpunkt gewechselt, als AMD nur noch Gerümpel anzubieten hatte und an dem Zustand hat sich bisher nichts wesentliches geändert. Und was soll dieser peinliche Vorwurf bezüglich des Wunsches, möglichst alle Computer mit seinen Chips bestücken zu wollen? Meinst du Komiker ernsthaft, AMD wolle das nicht?
Und wer ist dieser komische Weiße?
@ Knuprecht: mußt auch sagen, daß du beim Kartellamt in den VSA arbeitest und so guten Einblick in alle Unterlagen hast. Meine 1. Bemerkung steht weiterhin.

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