Intel: Ultrabooks im nächsten Jahr mit Touchscreen
Zudem soll Windows 8 dafür sorgen, dass sich die (teilweise) Bedienung über den Bildschirm ebim Nutzer etabliert
Lange Zeit hat Intel die Entwicklungen in der mobilen Welt rund um Smartphones und Tablets verschlafen und nun offensichtlich große Schwierigkeiten noch einen Fuß in die Tür zu bekommen. Währenddessen versuchen die in diesem Bereich dominierenden ARM-Prozessoren in Geschäftsfeldern zu wildern, die bisher dem weltgrößten Chiphersteller vorbehalten waren, den Servern.
Nun scheint Intel das Pferd von hinten aufzäumen zu wollen. Die sich langsam etablierenden Ultrabooks sollen in den nächsten zwölf Monaten mit Touchscreens auf den Markt kommen, und zudem mit Windows 8 auf das Betriebssystem eines weiteren Giganten setzen, dem bisher im Bereich der mobilen Devices ebenfalls nur wenig Erfolg beschieden ist.
Dabei stehen die Kosten, die die Touch-Technologie verursacht bisher noch im Weg, wie Paul Otellini, Intels CEO, auf der Intel Capital Global Summit in Huntington Beach (Kalifornien, USA) anmerkte: Um für den Massenmarkt interessant zu werden, muss die Preisspanne für die Touch-Ultrabooks bei 699 Dollar beginnen, so Otellini. Dieses Ziel zeitnah mit dem Launch von Windows 8 erreichen werden, auch um besser mit den Apple-Produkten konkurrieren zu können, die mit ihren berührungsempfindlichen Bildschirmen das Branchen-Vorbild geworden sind.
Windows 8 - das aller Voraussicht nach während der CES 2012 als Beta-Variante vorgestellt wird, der im April ein erster Release Candidate folgen und im Juni als RTM-Version an die Hersteller gehen wird - soll dabei für die optimale Verbindung zwischen Soft- und Hardware sorgen, und zudem die Bedienung per Touch-Eingaben nativ umsetzen. „Wenn Nutzer die neue Windows-Oberfläche sehen, dann wollen sie sie berühren“, so der Intel CEO. „Wenn man mit dem Bildschirm nichts machen kann, würde dies die Nutzer enttäuschen.“
Allerdings dürfte der Weg noch ein langer sein, bis Notebooks mit Touchscreens zu Preisen von 699 bis 799 Dollar marktreif sind. Um diesen zu verkürzen, sollen auch Investitionen aus dem 300 Millionen Dollar schweren Ultrabook Fonds helfen. Dennoch ist zu befürchten, dass die Hersteller an anderer Stelle sparen müssen, um einen solchen Preis zu halten.
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