Anmelden mit
Registrieren | Anmelden

• Kurztest: Einfach zum Kugeln - Ione LynX R15

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 10 kommentare

Immer am Ball oder einfach nur zum Kugeln?

Auf der Suche nach ausgefallenen und nicht alltäglichen Peripheriegeräten kugelte uns diesmal die Ione Lynx R15 geradezu vor die Füße Hände. Zugegeben, Trackball-Mäuse sind keine neue Erfindung, aber uns hat die Art und Weise der Umsetzung dann doch ganz gut gefallen. Der prinzipbedingte Vorteil liegt auf der Hand, dieselbe auf der Maus und der Trackball unter den Fingern. Wir finden zudem noch zwei sehr leichtgängige Maustasten und ein seitlich angebrachtes Scrollrad vor. Insgesamt ist diese Maus eine stramme Erscheinung. Aber sie soll ja auch fest aufliegen und nicht hin und her bewegt werden. Also gewissermaßen der Obelix unter den Schreibtisch-Hinkelsteinhaltern. Und genau das tut sie dann auch perfekt. Kein Rutschen und nervöses Kippeln, das Teil liegt wie eine Eins.

Eine runde Sache mit leichten Kanten

Theorie ist die eine Seite, die Praxis eine andere. Wir testen die Maus im Hands-On-Test. Die erste Erwartung weicht schnell der Einsicht, dass Übung immer noch den Meister macht. Ganz ohne Um- und Eingewöhnung geht nichts. Der Trackball ist empfindlich und gut gelagert genug, um präzise Eingaben genauso exakt umzusetzen. Solange unsere Motorik nicht versagt. So toll das Ganze ist, man wird sich einarbeiten müssen. Hat man diese Hürde erst einmal genommen, erhält man jedoch ein recht handzahmes Haustier, das zudem mit sehr wenig Platz auskommt. So macht die Lynx R15 auch neben einem Laptop eine recht ordentliche Figur und lässt sich selbst im Auto auf den Beinen dann doch recht standhaft benutzen. Wäre da nicht immer wieder die Sache mit der Übung. Aber etwas Zeit muss man eben investieren, wenn man auf Lifestyle-Artikel mit Praxiswert steht. So monumental sie daherkommt, so  sollten auch die bedienenden Hände nicht zu filigran sein. Für Pianisten, Kleinkinder und extraschlanke Frauenfiger wird dieses Eingabegerät sicher zur Schwerstakrobatik. Man muss über relativ große Hände verfügen, um dieses Stück bändigen zu können.

Links- oder Rechtshänder? Egal!

Endlich mal ein Teil, welches sich recht paritätisch von beiden Handlangern nutzen lässt. Gewissermaßen Schröders neue Mitte, nur eben für Computer. Überhaupt, die Maus ist kein Politikum, sondern so ausgefallen, dass man sie als Randgruppe schon wieder ernst nehmen sollte. Sie wird auch Gamern keinerlei schlaflose Nächte bereiten, dafür ist sie schlicht ungeeignet - aber im portablen Office-Einsatz sollte sie die Mindesthürde locker schaffen können.

30 Euro Eintritt für einen Ball...

Kommen wir zum Fazit. Mit einem Straßenpreis von ca. 30 Euro füllt die Ione Lynx R15 ganz galant eine Marktlücke. Das Teil ist sauber verarbeitet und entlastet nach einer gewissen Einarbeitungszeit sogar auch das Handgelenk und verhindert so Sehnenscheidenentzündungen. Im Gegenzug ist der getestete Nager allerdings nichts für kleine zartfühlige Hände, hier muss schon etwas unzimperlich zugegriffen werden (können). Dafür erhält man dann aber ein extrem standfestes Eingabegerät, dass im Office- und Homebereich mit geringstem Platzbedarf und einer sehr brauchbaren Grundgenauigkeit arbeitet. Im Portableeinsatz ist diese Trackball-Maus dann nahezu unschlagbar. Das ergibt für die bereits erwähnten 30 Euro einen recht voluminösen Gegenwert aus ansprechender Plastik, der nahezu unkaputtbar scheint. Es ist zugegebenermaßen ein Nischenprodukt. Aber ein recht gewichtiges.

 

 Weitere Hands-On-Kurztests:

 

 

Kommentarbereich
Alle 10 Kommentare anzeigen.
Auf dieser Seiten können keine Kommentare mehr abgegeben werden
Sortieren nach: Neueste zuerst | Älteste zuerst
  • Diesel_im_Blut , 18. November 2010 19:43
    Ich arbeite schon seit Jahren mit einem Trackball von Logitech. Ich nutze einen Trackman Wheel, bei welchem ich den Ball mit dem Daumen bewege. Auch Zocken geht damit sehr gut, obwohl ich seit nem halben Jahr wieder mit einer Maus zocke. Aber an meinem Arbeitsplatz würde ich den Trackball gegen keine Maus mehr eintauschen wollen. Gerade wegen der hier geannten Vorteile, die hand liegt ruhig und man benötigt weniger Platz.
  • FormatC , 18. November 2010 19:51
    Office ja, portable unbedingt. Ich hatte das Ding mit im Auto - besser als das frickelige Notebook-Pad allemal.
  • Defragg , 18. November 2010 20:08
    Also zur Spieleuntauglichkeit soviel: Ich habe vor Urzeiten, Unreal Tourn. war gerade mal ein Jahr alt, nur mit einem Marble FX von Logitech gezockt. Und das ging sehr gut, die Stats haben für mich gesprochen bzw. für den Trackball.
    Obwohl das nur mit dem Daumen bewegt wurde, echt ganz lustige Nummer das Dingen.
    Drehungen waren, durch das schnelle rollen der Kugel, irre schnell zu vollziehen.

    Irgendwie hab ich jetzt wieder bock den aus´m Keller zu holen... *träum*
  • Derfnam , 18. November 2010 20:46
    Ich hab ebenfalls seit x Jahren eine Trackman Wheel, nutzte davor eine Marble Mouse und muß sagen: mit einer mittig angeordneten Kugel möchte ich heut nicht mehr hantieren wollen, Scrollrad links hin oder her.
    Aber prinzipiell gut, daß die Kugelmäuse nicht aussterben :) 
  • Techniker Freak , 19. November 2010 10:59
    Den Trackman Wheel möchte ich auch nicht mehr missen, im Office Bereich und bei Strategiespielen leistet er mir seit Jahren treue Dienste.
  • KatSeiko , 19. November 2010 12:41
    Ich bevorzuge auch, wenn ich die Kugel mit dem Daumen bewegen kann. Meine Logitech ist leider kaputt gegangen, und hier drueben Ersatz zu bekommen ist nahezu unmoeglich.. :( 
  • Derfnam , 19. November 2010 13:06
    Nicht ist unmöglich seit der Toyotawerbung :D 
    Wie weit drüben ist denn drüben?

    Und eine Bonusfrage an der Autoren: was kennst denn du für Pianisten? Ich kenne 2, die Jungs haben beide sowohl große als auch flinke und trainierte Hände und sollten mit sowas profanem wie dem Kugelnager gar kein Problem haben :) 
  • FormatC , 20. November 2010 19:26
    @Derfnam:
    Metaphern sind nicht wirklich Deine Stärke? Übrigens kenne ich eine ganze Klasse eines Konservatoriums - Jungens und Mädels. Die könnte man glatt in die Rubrik filigran und gelenkig einordnen. Hier brauchts jedoch eher Metzgerhände, um die 2 Tasten neben der Kugel auch mit zu bedienen.
  • Derfnam , 20. November 2010 19:56
    Metapher? Im Andenken an einen Metzgerssohn sei die Frage gestattet: Wodn diedn da versteckt?
    Ich rede von ausgewachsenen Männerpranken, Metzgershänden zwar unähnlich, aber allein von der Spannweite her könnten die wohl zwei Kinderhände abdecken. Ohne Tücke, aber dank Liszt ;) 
  • docholiday , 20. November 2010 22:12
    Bin ich der einzige, den das Teil irgendwie an HAL erinnert?
    (Vor allem das Foto mit der Umverpackung) ^^