Intels 22-Nanometer-Fertigung und die damit einhergehende Verkleinerung des Dies werden gemeinhin als großer Fortschritt gefeiert – aber das heißt nicht, dass es nicht auch Schattenseiten gäbe.
Tester, die Ivy Bridge-Prozessoren übertakten, stellen sich immer wieder die Frage, warum diese Prozessoren heißer laufen als ihre Vorgänger der Sandy Bridge-Generation. Overclockers.com berichtet, dass die Temperaturen eines übertakteten Ivy Bridge bis zu 20 °C höher sind als bei einem Sandy Bridge – kein Pappenstiel.
Diese zusätzliche Abwärme ist logischerweise ein erheblicher Nachteil beim Übertakten einer Ivy Bridge-CPU, wodurch Sandy Bridge-Modelle auf viel höhere Taktfrequenzen gebracht werden und so den bei gleichem Takt an sich schon kleinen Performance-Vorteil von Ivy Bridge absolut gesehen komplett pulverisieren können. Die Frage bleibt also die gleiche: Warum läuft ein weniger energieeffizienter Sandy Bridge-Chip kühler als Intels neueste Ivy Bridge-Prozessoren?
Laut The Inquirer hat Intel kein Problem damit zuzugeben, dass die Ivy Bridge-Plattform heißer läuft als ihr Vorgänger. Der Grund sei in der Die-Schrumpfung von 32 auf 22 Nanometer zu suchen, die eine erhöhte thermische Dichte bedingt. Das Unternehmen merkte außerdem an, dass bei Ivy Bridge eine unterschiedliche Package-Thermal-Technik zum Einsatz kommt. Hier redet Intel von einer thermischen Paste, die den verlöteten Heat-Spreader der Sandy Bridge-Prozessoren ersetzt. Intel fügte hinzu, dass (sinngemäß zitiert) "Anwender beim Übertakten höhere Betriebstemperaturen wahrnehmen werden", versicherte seinen Kunden aber gleichzeitig, dass "dies so gewollt ist und Qualitäts- und Zuverlässigkeitserwartungen für Teile erfüllt, die unter spezifizierten Bedingungen betrieben werden".
Da wären wir also: Ivy Bridge läuft im übertakteten Zustand heißer als Sandy Bridge, bietet aber eine niedrigere Energieaufnahme und erfüllt Intels Erwartungen bei den "normalen" Taktfrequenzen. Wer sich schleunigst einen Ivy Bridge-Prozessor zulegen und ihn gern übertakten möchte, sollte sich also unbedingt eine adäquate Kühllösung beschaffen. Oder aber man wartet das nächste Stepping des Ivy Bridge in der Hoffnung ab, dass sich die Übertaktungseigenschaften verbessern werden. Wer aber jetzt günstig und vergleichsweise aufwandsarm übertakten will, dürfte mit einem Sandy Bridge besser bedient sein.


Da hilft echt nur eins: Mehr Transistoren, mehr Kerne, niedrigere Taktraten. So wie bei einer Grafikkarte.
Verscherzt vielleicht nicht, eher genervt. Früher konnte man so tolle Preis/Leistungs/OC-Wunder wie den E2140 für schlappe 60 € bekommen. Nur die verwendete Plattform und die eigenen Fähigkeiten waren das Limit. Heute bekomme ich für den Preis einen (natürlich immer noch sehr guten) Sandy-Pentium, aber stille Reserven sind leider Fehlanzeige.
und wir wissen doch was passiert wenn einer ein Monopol hat. Und wegen CPUleistung AMD ist doch eigentlich bei Highenduser auch schon nicht mehr vertreten und Intel beherrscht hier auch schon den Markt. Mein Fazit: Mit den neuen CPU in standarttakt etwas mehr Leistung aber in der Herstellung billiger und den dann noch Teurer verkaufen, das ist Abzocke