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Tom's Audio-Test: KEF X300A - das Bessere ist des Guten Feind

Tom's Audio-Test: KEF X300A - das Bessere ist des Guten Feind
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KEF hat den Mut zur Lücke gefunden und visiert auch PC und Schreibtisch an. Die Uni-Q-Lautsprecher sind eh eine Klasse für sich, also packt man so einen 5 Zoll-Koax zusammen mit einem Class-A/B Verstärker in eine Kompaktbox und ist stolz auf das Ergebnis.

Dass es die kleinen, aber feinen Punktstrahler von KEF mal in ein aktives Lautsprecherpaar schaffen, das hätte letztes Jahr sicher noch keiner gedacht. Gut, der Einstiegspreis von knapp 800 Euro pro Paar ist durchaus nicht mit dem Begriff Kleingeld abzutun, aber darauf kommt es bei der Betrachtung der Möglichkeiten eigentlich gar nicht an. Eher darauf, was die beiden kleinen Aktivboxen wirklich zu leisten imstande sind. Die Q100 als Passivboxen mit dem gleichen Uni-Q Lautsprecher haben seinerzeit im Bereich der 250-Euro-Regalboxen bereits gut Staub aufgewirbelt, so dass man nun gespannt sein darf, was herauskommt, wenn man einen 96 KHz/24-Bit D/A-Wandler samt zweier Klasse AB-Endstufen (eine für den Mittel-/Tieftonbereich und eine für den Hochtöner) gleich noch mit in ein extrem verwindungssteifes Gehäuse packt. Also kein Digitalverstärker wie beim nuPro von Nubert, sondern gute analoge AB-Endstufen, jeweils direkt kombiniert mit einem hervorragenden Wandler - so kurz kann ein Signalweg also auch sein.

Technische Daten im Überblick
Typ
2.0 System, 2-Wege-Bassreflex
Abschirmung
magnetische Abschirmung
Ausgangsleistung
140 Watt (50 + 20 Watt pro Box)
Verstärkertyp
2 analoge AB-Endstufen pro Box (Class AB Bi-Amp)
Frequenzbereich
Frequenzgang (±3dB) 58 Hz - 28 kHz
Frequenzbereich (-6 dB) 49 Hz - 45 kHz
Lautstärke
104 dB
Abmessungen
Ohne Kühlkörper:
280 mm (Höhe) x 180 mm (Breite) x 215 mm (Tiefe)
Innenvolumen 4,7 Liter
Material
MDF, beschichtet.
Treiber
Uni-Q Chassis, bestehend aus:
1x 25 mm belüfteter Aluminium Hochtöner
1x 130 mm Mitteltöner/ Bass mit Magnesium/ Aluminium-Legierung
Eingänge
Digitaleingang USB 2.0 (Mini USB Typ B):
Auflösung bis 24-bit, Samplingfrequenz bis 96 kHz
Analogeingang:
1x 3,5 mm Klinke, 47 kOhm Impedanz
Ausgänge
Keine
Zubehör
2x Netzkabel (Kaltgerätekabel mit SchuKo)
1x USB-Verbindungskabel zwischen beiden Lautsprechern
1x USB Anschlusskabel für den Anschluss an eine digitale Quelle
2x 2-teilige Dämpfungsstopfen für die Bassreflexöffnungen (z.B. Regalbetrieb)
Handbuch
Leistungsaufnahme
Daten pro Box:
Stand-By: 0.3 Watt
Leerlauf: 4.2 Watt
Durchschnitt: 46.5 Watt
Maximum: 68.7 Watt
Schutzschaltungen
keine Angabe
Netzspannung
US/JS Versionen: 100-120 VAC, 50/60 Hz
EU/UK/China Versionen: 220-240 VAC, 50 Hz
Preis
ca. 800 Euro

Spannungsversorgung, Leistungsaufnahme und Fremdgeräusche

Nach dem Einschalten hört man keinen Netzteilbrumm und kein Rauschen. Die zwei verbauten Ringkerntransformatoren sind die ideale Basis für die solide Energieversorgung, die frei von Störgeräuschen jeder Art ist. Jede Box besitzt somit ein eigenes, sehr weich ausgelegtes Netzteil, welches kurzzeitige Lastspitzen souverän ausbügelt, ohne dass es zu hörbaren Verzerrungen kommt. Einziger Kritikpunkt ist aus meiner Sicht die fehlende Möglichkeit, die automatische Abschaltung der Lautsprecher bei fehlendem Eingangssignal zu deaktivieren. Mich nervt das Klackern der Relais dann doch ein wenig, denn wenn man gerade mal längere Zeit keine Musik hört, aber nach der Abschaltung plötzlich doch mal z.B. ein Hinweisfenster aufpoppt, dann hört man statt des erwarteten, kurzen Signaltons eben nur das Einschaltklackern. Diesen Punkt habe ich auch schon beim Wavemaster Two bemängelt, während der nuPro A-10 von Nubert einen Ausschalter für diese Funktion besitzt.

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Alle 23 Kommentare anzeigen.
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  • trader22 , 25. März 2013 11:22
    Hallo, Igor,

    vielen Dank für den ausführlichen Test.
    Ich gestehe, dass ich ob der hohen Leistungsaufnahme einer einzelnen Box völlig perplex bin. Ein gewöhnlicher AVR verbraucht für 4 LS in Zimmerlautstärke nur ca. 50 Watt. Sind aktive LS tatsächlich solche Stromfresser oder gibt es Ausnahmen?

    Grüße
  • FormatC , 25. März 2013 13:43
    Die Leistungsaufnahme ist bei Vollaussteuerung bzw. knapp darunter. Wenn Du moderater hörst, kommst Du auch unter 50 Watt weg :) 

    Um die 100 dB und mehr zu erreichen, musst Du bei diesen kleinen Teilen schon powern. Wobei 50 Watt nicht viel sind, meine Anlage frisst bei Avatar mit zugeschaltetem Subwoofer in der Spitze knapp über 400 Watt.
  • trader22 , 26. März 2013 10:40
    Danke für die Antwort. 400 Watt?! Eine Erklärung, wie das möglich ist, würde allerdings zu weit führen. Bis zum nächsten Test.

    P.S. Enttäuschende Resonanz hier.
  • FormatC , 26. März 2013 12:37
    Nö, führt nicht zu weit. Immerhin gehen etwas über 280 Watt bereits allein für die Subs drauf. Solider Altbau, versteht sich :) 

    Resonanz kann man nicht nur an der Anzahl der Laberposts festmachen, denn über das Feedback per Mail und die Feedback-Funktion bekomme ich weitaus mehr Kontaktaufnahmen und Rückfragen, als es PÜosts in den Threads gibt. Das Thema ist speziell, das gebe ich ja zu, aber wir haben eine sehr große Zahl Leser, die selten mal was schreiben, aber gern konsumieren ;) 

    So ein Thema polarisiert zu wenig, da müssen schon noch Onlinezwang und AMD vs. Intel vs. Nvidia rein. Dann passts auch mit den Posts :D 
  • aconst , 26. März 2013 14:35
    Servus,

    es geht hier nicht um Resonanz, sondern um die Tatsache, dass diese PC-Lautsprecher jenseits von Gut und Böse als ultra-kleine Nische für Leute die sonst alles auf dieser Welt haben zu sehen sind.

    Lautsprecher für 800€ für "Ding-dong, Sie haben Post" zu kaufen ist das wahre Luxus: mehr zahlen für weniger. Solche Leute kaufen sich solche Produkte nicht sondern lassen es kaufen, nach dem Motto "ich möchte heute überrascht werden".

    Als Wohnzimmer-Alternative taugen sie auch nicht unbedingt, weil zu klein.
    Und für 800€ würde jeder halbwegs normaler THG Leser eher ein Stereo Verstärker + 2 Standlautsprecher oder ein sehr-sehr guten 2.1 System kaufen.

    Es ist wie ein Review für einen Bentley Continental GT in Gold-Ausführung oder Rols Royce Einzelstück... es fehlt die Relevanz für unser Leben, weil wir uns sowieso nie so was kaufen würden.

    Auf der anderen Seite verstehe ich FormatC sehr gut! Solche Lautsprecher bekommt man nicht so oft in die Hände und es wäre Schade sie nicht zu testen...fast wie ein One-Night-Stand mit ein Unterwäschemodell :D 

    Der richtige Balance wäre wenn man auch Computer-Lautsprecher in der normalen Preisklassen getestet wären. Ich bin mir sicher, bei PC-Lautsprecher 2.0/2.1 in der Preisklassen 50-100-200-400 € die Resonanz würde viel größer sein.
  • FormatC , 26. März 2013 15:39
    Zur Ausgewogenheit mal hier klicken:
    http://www.tomshardware.de/t/audio/artikel/?articleType=testbericht

    Demnächst gibts auch noch was für 40, 90 und 140 Euro :) 

    Und eine Musikbox, also ein normaler Multimedia-PC mit eingebautem 2.0 Verstärker als Bastelprojekt. Dieses Audio-Teil bleibt dann inkl. Boxen unter 100 Euro und ist noch nicht mal Crap.
  • aconst , 26. März 2013 15:52
    2.0 Verstärker + Lautsprecher + Rechner =100€?
    Denkst du an einem Raspberry?
  • aconst , 26. März 2013 15:58
    @THG Admin
    ...irgendwas läuft komisch auf der THG Seite...man kann nur über Foren Antworte schreiben und nicht direkt auf der Hauptseite....
    Chrome&Firefox zeigen das gleiche Symptom.
  • FormatC , 26. März 2013 17:24
    Verstärker + Lautsprecher = 100 Euro. PC geht extra ;) 
    Ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt...

    Ich lasse das Problem gerade überprüfen...
  • natcparis , 26. März 2013 17:30
    Well done
  • aconst , 26. März 2013 22:14
    Stereo Verstärker + Lautsprecher für 100€ klingt sehr interessant.
    Meine günstigsten Konfigurationen kosten um die 200€:
    - Stereo Verstärker von Ebay&Co (Technics, Pioneer, Sony), mittlerweile knapp 20 Jahre alt aber immer noch top - damals wurden solche Sachen fürs Leben gebaut und bei dezente Nutzung sollten sie genau so lange halten
    - Regallautsprecher (neu) mit 40-80W RMS. Hier bevorzuge ich neue Ware und nicht gebrauchte wegen der beweglichen Teile (Kalotten, Membranen), die nach einer Weile Ermüdungserscheinungen zeigen.

    Edit:
    Bei Lautsprecher folge ich zwei Regel:
    1. Hubraum ist durch nichts zu ersetzen
    2. Je schwerer das Gehäuse desto besser
  • drno , 27. März 2013 04:35
    Alteingessene Kieler lieben ELAC, und kaufen, so es denn geht, gern vom Hersteller "gleich um die Ecke"! Wenn man, wie du schon richtig schreibst, den Spaß und die Nutzungsdauer eines besseren Produktes wie die KEF mit einbringt, relativiert sich der Kaufpreis dafür zunehmend. Die Möglichkeit das 2-Wege Gehäuse je nach Standort dichtzumachen, macht durchaus Sinn. Werde mir die Boxen bei Gelegenheit selbst anhören.
  • FormatC , 27. März 2013 06:20
    Die zweiteiligen Bass-Stopfen sind eigentlich genial. Ich habe privat seit Langem was Ähnliches im Einsatz, um meine Subs "untenrum" etwas zu glätten. Ich habe leider nicht viel Platz zur Wand, da bietet sich so eine Lösung wirklich an.
  • drno , 27. März 2013 09:37
    In der Tat, leider ist der "Wumms" beim Bassreflex manchen Herstellern nicht überall gut gelungen. Es liegt ja durchaus nicht nur an der Box selbst, ob sie gut klingt - oder eben nicht. Die Umgebung durch Möbel, Stores, Polster, Parkett oder viele Mottenfiffis ist doch ganz entscheidend. Kein Platz, trotzdem soll im Klang ein Volumen her. Loch rein, Hinterlüftung. Dabei ist - je nach Aufstellort - oft eine geschlossene Box zu bevorzugen. Ich habe hier im Office ein Paar BS53 im Einsatz, die machen einen guten Job, woanders hingegen einen schlechten, da wäre eine Reflexbox wohl weitaus besser. Wer mal umstellt, ist mit der KEF auf der sicheren Seite, wenn er nicht den Proppen verbummelt...
  • trader22 , 27. März 2013 11:11
    Zitat :
    Nö, führt nicht zu weit. Immerhin gehen etwas über 280 Watt bereits allein für die Subs drauf. Solider Altbau, versteht sich :) 

    Resonanz kann man nicht nur an der Anzahl der Laberposts festmachen, denn über das Feedback per Mail und die Feedback-Funktion bekomme ich weitaus mehr Kontaktaufnahmen und Rückfragen, als es PÜosts in den Threads gibt. Das Thema ist speziell, das gebe ich ja zu, aber wir haben eine sehr große Zahl Leser, die selten mal was schreiben, aber gern konsumieren ;) 
    So ein Thema polarisiert zu wenig, da müssen schon noch Onlinezwang und AMD vs. Intel vs. Nvidia rein. Dann passts auch mit den Posts :D 


    Danke erneut.
    Es freut mich für euch, dass ich mich bzgl. der Resonanz geirrt habe. Nur weiter so.
    Solche Aktiven sind eben nur sinnvoll, wenn man keinen Platz für einen Verstärker hat, empfinde ich.
    Bei einem deutlich geringeren Stromverbrauch hätte ich solche LS an den TV angeschlossen und weiterhin nur Filme und Musik über die Anlage gehört. Dann eben nicht.

  • aconst , 27. März 2013 11:23
    Die Resonanz ist immer da, aber für solche spezielle Themen wie Lautsprecher ist das Publikum nicht mehr so jung.
    Die Leute die solche Artikel gerne lesen, müssen noch arbeiten und manchmal haben sie abends auch andere Verpflichtungen, wie z.B. zukünftige THG Leser :D 
    Besonderes vor Osternurlaub hat man bei der Arbeit schon einige Sachen zu erledigen.
  • kermit_nc , 28. März 2013 16:21
    Ich kann die Aufregung über die 800EUR+ Lautsprecher nict teilen. Natürlich sind diese für den Schreibtisch etwas überdimesoniert, aber für einen Vernünfitgen Test müssen eben auch Referenzen geschaffen werden. Und glaubt mir, dass ist nicht das obere Ende.
  • borstel , 5. April 2013 19:17
    Wie richtigerweise bemerkt, beschränken sich die Leistungsparameter eines Computers meistens auf CPU-Geschwindigkeit und Grafikleistung. Das musikbegeisterte Ohrenpaar bleibt da oft auf der Strecke. Bezugnehmend auf den Test der Aktivboxen möchte ich auf die sehr gute Qualität von Microanlagen verweisen, die durchaus das Zeug haben, einen sehr guten Sound zu bieten, was Qualität auf sehr hohen Niveau entspricht. Ich möchte den Lesern und Autoren dieses Beitrages als Beispiel die Microanlage von Denon M38, Nachfolger M39, empfehlen. Der Sound ist für diese Größe der Anlage ein Ohrenschmaus. Und nebenbei ist der Preis wesentlich geringer. Dieses System ist eine Empfehlung für PC und kleine und mittlere Räume. Die Messkurven sehen immer gut oder schlecht aus, das subjektive Hörbeispiel sagt mehr.
  • drno , 6. April 2013 02:03
    Zitat :
    Das musikbegeisterte Ohrenpaar bleibt da oft auf der Strecke. Bezugnehmend auf den Test der Aktivboxen möchte ich auf die sehr gute Qualität von Microanlagen verweisen, die durchaus das Zeug haben, einen sehr guten Sound zu bieten, was Qualität auf sehr hohem Niveau entspricht.


    Schön und gut, die Computerbranche hat die Bretter mit allerlei Soundzeug ausgerüstet. Das ist für mich aber eher keine Option.
    Vor geraumer Zeit habe ich mir eine ähnliche Anlage wie die von dir Vorgeschlagene geleistet, nur ist da die USB-Buchse vom Typ B hinten an der Kiste dran und vorn eine Taste mit der Aufschrift "PC". Da ist dann quasi die externe Soundcard gleich mit in die Anlage gebaut.



  • l05443 , 26. November 2013 11:17
    Hallo,

    sind die ca. 4,6 Watt im Leerlauf wirklich richtig? Ich habe die Boxen hier und messe ca. 11-12 Watt pro Box im idle....würde sie dann nämlich reklamieren.

    Grüße
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