KIT überträgt Daten mit 26 Tb/s per Laser
Mit Hilfe eines Lasers und eines speziellen Verfahrens für das Kodieren und Dekodieren von Daten überbieten die Karlsruher Forscher ihren eigenen Geschwindigkeitsrekord
Nach wie vor ist die Datenübertragung eines der wesentlichen Nadelöhre in Netzwerken – vor allem dann, wenn sie sich über weitere Distanzen erstrecken.
Bisher konnten 10 Tb/s mit Hilfe eines Lasers übertragen werden. Nun steigerte das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) seinen eigenen Rekord nochmals. Mit einer Datenrate von 26 Tb/s können die Forscher eine Datenmenge von 700 DVDs in der Sekunde übertragen, und das auf eine Strecke von 50 km.
Dazu wird ein spezielles optisch-elektrisches Dekodierverfahren entwickelt, das das Orthogonale Frequenz-Division Multiplexing nutzt, das in der Mobilkommunikation schon seit Jahren genutzt wird. Die Wissenschaftler rundum Professor Jürg Leuthold rechnen dabei zu Beginn die höchsten Datenraten rein. So kann die große Datenrate auf kleine Bitraten heruntergebrochen werden, die dann elektrisch weiterprozessiert werden können. Dies ist notwendig, weil es für derartige Übertragungsgeschwindigkeiten zurzeit (noch) keine elektronischen Verarbeitungsprozesse gibt.
Aktuell werden in Kommunikationsnetzen Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Gb/s, das entspricht etwa 0,1 Tb/s. Systeme für die Übertragungstecken von 400 Gb/s bis 1 Tb/s befinden sich momentan in der Entwicklung. Es wird also noch ein Weilchen dauern, bis das Übertragungsverfahren der Karlsruher Wissenschaftler soweit ausgereift ist, dass es Einzug in die alltägliche Kommunikation von Netzwerken halten kann.
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wie wird der Laser überhaupt angesteuert? Am Ende muss es ja trotzdem ein einzelner kleiner Schaltkreis sein, der dann mit 30.000GHz getaktet sein muss!
geht das überhaupt, dass man einen Schaltkreis so extrem schnell takten kann?
Wie kommst du auf 30.000Ghz?
"geht das überhaupt, dass man einen Schaltkreis so extrem schnell takten kann? "
Aktuell sicher nicht, muss man aber auch gar nicht
Steht ja im Text auch dass OFDM genutzt wird, welches unter anderem auch bei DVB-T genutzt wird.
Gaaannnzzz einfach gesagt werden die Daten parallel Übertragen.
Bei OFDM nutzt du mehrere Träger
wenn das ganze über einen einzelnen Laser übertragen wird, muss doch am Ende trotzdem irgendwas den Laser gezielt ein- und ausschalten, oder? Der Laser selbst pulst ja mehr oder weniger mit 30THz
Nein, soweit ich weiss werden verschiedene Licht-Wellenlängen genutzt um parallel Daten zu übertragen. Das Licht besteht ja aus einem grösseren Spektrum, und setzt sich aus vielen Wellenlängen zusammen. Und beim Multiplexen werden diese Wellenlängen genutzt um parallel Daten zu übertragen. Korrigiert mich wenn ich falsch liege
viele bits -> ein symbol -> symbolrate
manu hat im Grunde genommen recht. Um nicht zu tief in die Materie zugehen ,ist recht komplex, kann man es grob durch eine Parallelisierung beschreiben
Die Leute haben 256 Wellenlängen benutzt. Das macht "nur" ein paar GHz im Laser. Wenn man dann sieht, dass wir mit Lasern im Femtosekundenbereich arbeiten, sehen wir das Potenzial für einige hundert GHz (einige hundert GBit/s). Das Problem ist die Übertragung über lange Distanzen. Das KIT kann zwar diese Datenmenge über einige Meter stabil halten, aber bestimmt nicht über längere Distanzen. Das Problem ist eben die Distanz. Im Vakuum ist Licht 300.000 KM/s schnell. In Glasfaser hat jede Wellenlänge eine andere Geschwindigkeit. Auf 100 Kilometer kommt es dann dazu, dass die höchsten Frequenzen die niedrigsten Frequenzen um einige Femtosekunden abhängen. Je länger die Distanz desto größer die Diskrepanz. Hier in Paderborn abeiten wir an dem Bereich. Wir sind bei 84 Femtosekunden Verschiebung auf 212 Kilometer. Potential zur Verbesserung ist immer noch da. 42 Femtosekunden würden eine Verdopplung der Datenrate erlauben. Bei 40 GBit/s pro 200 Kilometer und pro Frequenz sind das theoretisch auch 10TBit mit 256 Frequenzen. Nur leider haben wir bisher nicht die finanzielle Unterstützung aus der Wirtschaft um 256 Einheiten von den Detektoren zu bauen.
ey voll krass ey. Den check ich net!!!
Zitat:
kann die große Datenrate auf kleine Bitraten heruntergebrochen werden, die dann elektrisch weiterprozessiert werden können. Dies ist notwendig, weil es für derartige Übertragungsgeschwindigkeiten zurzeit (noch) keine elektronischen Verarbeitungsprozesse gibt.
Na klar, die HW-Bauteile schaffen diese Geschwindigkeit nicht, also wird die Übertragung in Kanäle (versch. Wellenlängen) aufgesplittet und an mehrere Mo/Dems weitergegeben, so muss jeder Bauteil nur eine geringere Frequenz aufbieten und keine "30.000 GHz".
Lieg ich da für einen Laien einigermaßen richtig?
@KatSeiko
Ganz einfache frage: kann man nicht erst mit den niedrigen Frequenzen "anfangen" und dann mit den "höhen" und das schon beim absenden so sortieren, dass es bei der Ankunft wieder passt?