KLM: Sitznachbar nach Social-Media-Profil aussuchen
Wer kennt das nicht: oftmals ist man froh die erzwungene Nähe seines Sitznachbarn überstanden zu haben. Eine Fluggesellschaft will zukünftig mit dem Programm "Meet & Seat" dafür Sorge tragen, dass die Zeit an Bord wie im Flug vergeht.
Die allgemeine Beliebtheit von Facebook und Co macht sich in vielerlei Hinsicht bemerkbar. Viele Unternehmen machen sich dies zu nutze. Die Form, in der sich jetzt eine Fluggesellschaft daran beteiligt, ist allerdings neu und sorgt damit bestimmt auch über den Wolken bald für Gesprächsstoff. Die niederländische Fluggesellschaft Royal Dutch Airlines (KLM) ermöglicht seinen Passagieren in naher Zukunft den Sitznachbarn selbst mitbestimmen zu können. Im ersten Moment klingt das nach gar keiner schlechten Idee, denn schließlich verbringt so manch einer viele kostbare Stunden seiner Lebenszeit im Flieger.
Gegenüber der Wirtschaftszeitung International Business Times erklärte die KLM-Sprecherin Mina Jarvis, dass das neue Projekt „Meet & Seat“ schon Anfang des nächsten Jahres an den Start gehen werde. Aufgrund der Tatsache, dass sich das Projekt momentan noch in der Entwicklungsphase befindet, sind detailliertere Informationen noch Mangelware. Fest steht allerdings, dass die Möglichkeit eingeräumt werden soll, den Sitznachbarn anhand seines Social-Media Profils aussuchen zu können. Somit soll während der Dauer des Fluges die Chance verbessert werden, dass man sich auch mit seinem Sitznachbarn gut verstehe.
Laut Mina Jarvis werde natürlich die Sicherheit der Fluggäste groß geschrieben – die Liste der Fluggäste werde nicht veröffentlicht. Es werde bei der Buchung eines Tickets nur die Möglichkeit eingeräumt auch einen Verweis auf das eigene Nutzerprofil eines Social Networks anzugeben. Wen man also als Sitznachbarn hat, stellt sich erst kurzfristig heraus. Hinsichtlich der Präferenzen kam bisher nur heraus, dass Passagiere die Wahl haben werden, ob die Zuteilung des passenden Sitznachbarn auf Grundlage gleicher Interessen, oder aufgrund des Berufs getroffen werden soll.
Ob das innovative Programm Zuspruch findet, wird die Zeit zeigen. In dem weiteren Bericht wird auf eine Umfrage hingewiesen, nach der von 1000 befragten Flugreisenden wohl 45 Prozent zugaben, auf einem Flug mit seinem Sitznachbarn schon geflirtet zu haben. Davon soll bei immerhin zwei Dritteln dann auch ein weiteres Treffen am Boden gefolgt sein. Acht Prozent sollen sogar ihren zukünftigen Lebenspartner an Bord eines Flugzeuges getroffen haben.
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