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Radeon HD 3870 X2, HD 4870, HD 4870 X2 und HD 5870

Kaufberatung ATI: Generationswechsel bringt doppelte Leistung
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Wer von der HD 4870 auf eine HD 5870 wechselt, bekommt fast 70 Prozent mehr Gesamtleistung. Das Spitzenmodell mit Radeon HD 5870 sieht sich eigentlich keiner ernstzunehmenden Konkurrenz aus den alten Generationen ausgesetzt. Mit aktuellem Treiber und unserer Benchmarksuite sind entweder vier Grafikchips vom Typ HD 3870 oder zwei Grafikchips mit der Bezeichnung HD 4870 nötig, um an die Performance einer HD 5870 heranzukommen. Grob überschlagen lässt sich sagen, dass ATI in jeder Generation die Leistung der Grafikchips fast verdoppelt hat.

Die Ergebnisse würden etwas günstiger ausfallen, wenn die älteren Crossfire Sets AVP und Avatar besser unterstützen würden. Entweder ist kein nennenswerter Zuwachs mit AVP zu erkennen oder es gibt bei achtfacher Kantenglättung Leistungseinbrüche durch 512 MByte Grafikspeicher (HD 3870 X2 Crossfire, Avatar 1680x1050 Pixel, 8AA). Avatar ist hier extrem empfindlich was sich wie folgt bemerkbar macht: Unterschiede zwischen 512 und 1024 MByte wirken sich stark aus, 1920x1200 Pixel mit achtfacher Kantenglättung wird bei 512er-Modellen gesperrt und 1680x1050 Pixel mit achtfacher Kantenglättung laufen schlecht und unruhig. Die anderen Benchmarks reagieren deutlich uninteressierter auf die Speichermenge der Grafikkarte, die Unterschiede in den Ergebnissen sind eher unbedeutend.

Die HD 3870 X2 kann als Doppelchipkarte im Crossfire-Betrieb bis zu 61 Prozent mehr Power liefern. Dieser eher schlechte Wert liegt an der mäßigen Unterstützung in AVP und der Speichermenge von 4x512 MByte, die Avatar nicht wirklich ausreicht. Dennoch beachtlich, dass vier Grafikchips im Parallelbetrieb noch so gut laufen. Leider hängt alles vom Grafiktreiber ab, denn wenn ATI die Optimierung einstellt, bringen auch die besten Crossfire-Pakete nichts. Weniger Schwierigkeiten macht die Doppelchipkarte HD 3870 X2 im Einzelbetrieb, und das obwohl die beiden 3870er-GPUs intern ebenfalls über Crossfire verbunden sind.

Bei der Radeon HD 4870 sehen die Werte etwas besser aus. Die Leistungssteigerung durch eine zweite Karte im Crossfire-Betrieb beträgt bis zu 75 Prozent. Es könnten problemlos mehr sein, da auch hier AVP nicht wirklich unterstützt wird und Avatar bei achtfacher Kantenglättung mit 512 MByte Grafikspeicher unsauber läuft.

Technisch gibt es keine Überraschungen. Die Radeon HD 5870 ist mit 2154 Millionen Transistoren und 1600 Stream-Prozessoren ausgestattet, für die eine HD 4870 X2 Doppelchipkarte mit 2x956 Millionen Transistoren und 2x800 Stream-Prozessoren nötig ist, um an die Ergebnisse heranzukommen. Bei der Leistungsaufnahme ist die HD 5870 der klare Sieger. Die neue Generation taktet im 2D-Betrieb sauber herunter: HD 5870 157/300 MHz (GPU/Speicher), HD 4870 X2 507/500 MHz (GPU/Speicher), was bei der Messung des Gesamtsystems 56 Watt ausmacht. Dank 40-nm-Fertigung liegt die Energieeinsparung der HD 5870 unter 3D-Volllast bei gewaltigen 161 Watt, die HD 4870 X2 ist dagegen mit ihren veralteten 55-nm-Chips ein kleines Heizkraftwerk. Für die Stromversorgung sollte man zwei 6-PIN-PCIe-Stecker einplanen.

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