Amazon stellt E-Book-Reader vor
Erneut versucht ein Hersteller, mit einem E-Book-Reader auf dem mageren Markt Fuß zu fassen. Amazon.com setzt bei »Kindle« vor allem auf »Always-Online«.
Amazon.com hat heute seinen E-Book-Reader »Kindle« vorgestellt. Seit über drei Jahren arbeitet der weltgrößte Online-Einzelhändler bereits an dem Gerät, und nun ist es so weit: »Vielleicht ändern wir die Art und Weise wie Leute lesen«, prescht Amazon-Chef Jeff Bezos gegenüber dem US-Nachrichtenmagazin »Newsweek« vor. Ob Kindle diese ziemlich hoch gesteckten Erwartungen erfüllen könnte, dürfen zunächst aber nur US-Kunden von Amazon testen. Ein Europa-Start des 399 US-Dollar teuren Readers ist bislang noch nicht geplant.
Das Gerät hat etwa die Größe eines Taschenbuchs und wiegt knapp 300 Gramm. Deutlich weniger als die virtuellen 200 Bücher, für die Kindle Platz hat. Per SD-Card-Slot kann die Kapazität erweitert werden. Mitgeliefert wird unter anderem das »New Oxford American Dictionary«, in dem der Anwender auch Begriffe nachschlagen kann. Technisch basiert Kindle auf dem E-Ink-System, das auch bei Sonys E-Reader zum Einsatz kommt (siehe auch »Sony verbessert den E-Reader« sowie »Elektronische Tinte in Farbe«). Im Gegensatz zu Sony setzt Amazon bei seiner Hardware unter das 6-Zoll-Display aber eine komplette Tastatur. Damit sind Suchbegriffe und Anmerkungen einzugeben. Auch das integrierte E-Mail-Programm wird damit bedient. Eine Akkuladung soll für 30 Stunden Lesen herhalten; in 2 Stunden sollen die Batterien wieder geladen sein.
Hoffnungen für hohe Verkaufszahlen macht sich Amazon vor allem durch das »Whispernet«-System, an das Kindle über den nächst gelegenen Hotspot angebunden ist. Darüber sind E-Books von Amazon aus direkt auf das Gerät zu laden — die Verbindungskosten fallen nicht an. Der zum Marktstart eröffnete E-Book-Store des Branchenriesen (»Kindle-Store«) hat über 90.000 Titel vorrätig. Die meisten kommen auf 9,99 US-Dollar, gekauft werden kann aber schon ab 1,99 Dollar. Mit Kindle soll nicht nur geschmökert, sondern auch informiert werden: Diverse Zeitungen wie die »New York Times«, das »Wall Street Journal« oder die »Washington Post« sind ebenfalls im Angebot wie auch diverse Blog-Abonnements.
Auf dem Markt für E-Books haben sich bereits diverse Hersteller die Finger verbrannt. Nicht, dass es an der E-Book-Auswahl mangeln würde — lediglich die Reader-Hardware wurde bisher kaum angenommen. Der Jahresumsatz für elektronische Literatur in den USA wird auf höchsten 25 Milllionen Dollar geschätzt; im Buchhandel gilt ein Umsatz von 25 Milliarden Dollar als Wasserstandsmarke. Doch Kindle soll es nun machen. Als größten Vorteil gegenüber herkömmlicher Papierkost nennt der Amazon-Chef die Schriftgrössen-Anpassung und die Möglichkeit, 200 Bücher auf einmal mit sich herumzutragen. Nicht neues also. Was Kindle jedoch von früheren Modellen wirklich abhebt, ist das Whispernet, über das das Gerät PC-unahbhängig zu füttern ist. Und zwar, so Bezos, »mit jedem jemals veröffentlichte Buch in weniger als einer Minute«.
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Das ist ja mal so was von zum Scheitern verurteilt. Kein vernünftiger Mensch der gern ein Buch in die Hand nimmt kauft sich dieses Gerät.
399 US-Dollar die man sinnvoller ausgeben könnte.
Naja für mich wäre es interessant aber 399 ist mir zuviel.
Mein Vorschlag wäre eine Ausleihfunktion einbauen (wie in der Bibliothek dafür ähnliche Preise + 25%)
dann anstelle der dauerhaft präsent sie vielleicht per Slider oder umklappbar.
für 250€ würde ich es nehmen, ich BIN eine Leseratte und habe das Problem dass ich so viele Bücher nicht mitnehmen kann. Wenn ich in den Urlaub fahre dann sind das im Normalfall ein 3/4 Buch das ich pro Tag rechne.
Da wäre ich also definitiv dabei.
Schlecht ist noch das umblättern, nicht die Tasten dazu, die sind schön gross und auch richtig platziert. Aber das Flackern beim Umblättern ist nervig, erst schwarz dann wieder der Text. Wird vielleicht nicht anders gehen, aber es stört halt.
Wenn diese Geräte nicht so teuer wären (dies hier 400 $ der von Sony 300 $) würde ich nur noch auf den Start hier in Deutschland warten (bzw. mir so ein Gerät mitbringen lassen wenn mein Bruder in die USA fährt).
Ich sehe das nicht als vollwertigen Ersatz für ein normales Buch an, allerdings schleppe ich als Student immer so viele Scripte mit mir rum die ich mir selbst ausdrucken muss...dafür fände ich die Geräte echt sinnvoll...wenn die für einen angemessenen Preis herauskommen würden.
Zumal das von Amazon sogar W-LAN hat, falls man also vergessen hätte das neue Script (bei uns kommen die Wöchentlich, vor bzw. nach der Vorlesung ins Netz) herunterzuladen könnte man es eben an der Uni aufspielen (ohne ein Kabel für seinen Laptop oder einen der Uni Rechner mit sich herumschleppen zu müssen).
Naja, aber da die Nachfrage, wie man schon an ein paar der Kommentaren hier sieht (nicht böse gemeint), niedrig sein werden die wohl für mich unerschwinglich sein.
Sorry aber beim besten willen!
für so einen Preis bekomme ich bereits ein GUTES PDA / PPC, da knallste Mobipocket (kostenlos!) drauf und kannst alles an PDF DOC RTF und sonstigen Formaten ins Mobipocket-Format umwandeln und mit dem PDA gemütlich im Bett lesen (alles einstellbar, schriftgröße Farbe, Hintergrundfarbe... Lesezeichen kann man auch setzen) und mit nem 640*480er Display ists auch absolut sauber lesbar (bei 320*240 hab ichs nicht getestet).
Und ganz abgesehen davon kann ich mir den PDA auch als Navi ins Auto hängen oder sonstwas mit machen... und Display ist in Farbe, das Teil da sieht sehr schwarz/weiss aus :-/
Sorry aber dieses Produkt ist nutzlos und überteuert, würd das teil 50€ kosten vielleicht 125€... könnte man sich das überlegen solang man nur Bücher lesen will und kein teures PDA braucht.
Für den Preis und nur für ebooks kann man doch besser nen Notebook oder Subnotebook oder PDA, Handheld usw. holen, dafür ist beim Amazon E-Book-Reader der Funktionsumfang zu hoch im Vergleich zum Preis.
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