Eastman Kodak stellt Insolvenzantrag
Das Traditionsunternehmen Eastman Kodak hat einen Insolvenzantrag gestellt. Vorerst ist der laufende Geschäftsbetrieb durch eine Finanzierung der Großbank Citigroup gesichert. Gegen diverse Hersteller wurden Patentklagen eingereicht.
Vor zwei Wochen berichteten wir bereits über den Überlebenskampf von Eastman Kodak und den angeblich laufenden Insolvenzvorbereitungen, von denen das Wall Street Journal durch nicht näher genannte Quellen erfahren hatte. Aus einer heutigen Pressemitteilung geht hervor, dass das 131 Jahre alte Traditionsunternehmen jetzt gemäß Kapitel 11 des US-amerikanischen Insolvenzrechts Schutz vor den Forderungen seiner Gläubiger eingereicht hat.
Der Mitteilung zufolge kann somit der laufende Geschäftsbetrieb vorerst ungestört vollzogen werden. Durch die Großbank Citigroup sei dafür eine Finanzierung von rund einer Milliarde US-Dollar zur Verfügung gestellt worden. Bisher blieben die seit Monaten andauernden Gespräche hinsichtlich eines Verkaufs der rund 1100 Patente erfolglos. Um an frisches Geld zu gelangen, wurden seit letzter Woche von Kodak alle Register gezogen. Zwischen dem 10. und 13. Januar reichte der Konzern Patentklagen gegen Apple, HTC und Fujifilm ein. Apple wird die Verletzung von vier und HTC die Verletzung von fünf Patenten vorgeworfen. Um den Druck auf die beiden Hersteller zusätzlich zu erhöhen, gingen vor der US-Handelsbehörde ITC auch Anträge ein, die einen Importstopp für Apples iPhone, das iPad 2, sowie für HTC-Geräte herbeiführen sollen. Auch Fujifilm muss sich jetzt gegen den Vorwurf fünf Kodak-Patente verletzt zu haben zur Wehr setzen. Des Weiteren ist seit gestern bekannt geworden, dass auch für die Anwälte des Elektronikkonzerns Samsung wegen fünf angeblicher Patentverletzungen Arbeit auf sie wartet.
Ob dies das letzte Aufbäumen eines um das Überleben kämpfenden Riesen ist, wird die Zeit zeigen. Es ist durchaus denkbar, dass der Versuch mit den Patentklagen die Schlagkraft zu demonstrieren Früchte trägt und womöglich so schneller ein Käufer für das nicht zu verachtende Patentportfolio gefunden wird. Vor allem für die 19.000 Beschäftigten ist zu hoffen, dass dies nicht der Beginn des letzten Kapitels einer über hundertjährigen Firmengeschichte ist und dem strauchelnden Fotopionier auch weiterhin eine Zukunft bevorstehen möge.
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Die 19.000 Beschäftigten werden auch anderswo wieder einen Job finden, wenn sie wollen. Davor ein paar Monate stempeln ... das würde ich auch gerne mal machen.
Eine Industrie löst die andere ab. zB Sony Bluray-Werk in Salzburg sperrt in ein paar Jahren zu, dafür baut ein anderer Hersteller neue SSD-Produktionsstätten in Taiwan usw. usf.
[quote=Krampflacher]Eine Industrie löst die andere ab. zB Sony Bluray-Werk in Salzburg sperrt in ein paar Jahren zu, dafür baut ein anderer Hersteller neue SSD-Produktionsstätten in Taiwan usw. usf.[/quote]
Genau darum gehts - raus aus Deutschland -> heimische Arbeitsplätze fehlen.
Ich habe von Kodak seit dem Aufkommen der Digitalkameras nichts mehr brauchbares gesehen. Ist doch klar, das man untergeht, wenn man technisch nicht mehr mithalten kann. Die sollten halt mal das Ungeziefer in der Geschäftsleitung ausräuchern und durch Leute mit Ideen ersetzen.
DAS Fotopapier ist immernoch erste sahne von denen.....aber Kameras.....Canon, Nikon, Sony....
Ich habe einen Multifunktionsdrucker von Kodak gekauft, der ist bestens, die Kamera von denen taugt nix. Die haben einfach die Technik verschlafen. Denke die haben in den oberen Etagen Altersstarrsinn.