Festplattenkapazität mit Kopolymeren um das Fünfache steigern

Wissenschaftler der Universität von Texas in Austin haben in der Science ein Verfahren beschrieben mit dessen Hilfe die Kapazität von Festplatten um das Fünfache gesteigert werden kann, indem zwischen die Speicherzellen Blöcke aus Kopolymeren eingesetzt werden.

Will man das Speichervolumen eines magnetischen Speicherlaufwerken erhöhen, müssen die einzelnen Bits auf einer vorgegebenen Oberfläche möglichst dicht aneinandergereiht werden. Um diese zu vergrößern haben die Forscher auf ein 3D-Verfahren zurückgegriffen, das als Perpendicular Recording oder auch als Senkrechtaufzeichnung bezeichnet wird. Das Verfahren
wurde 1976 von Professor Shun-ichi Iwasaki am Tohoku Institute of Technology in Japan entwickelt und 2005 erstmals kommerziell eingesetzt.

Das Problem dabei ist allerdings, dass es eine physikalische Grenze in der Nähe der Bits existiert über der die Zelle ihren Wert aufgrund von elektromagnetischen Einflüssen der Nachbarzelle unfreiwillig ändert, und das verändert die unter Umständen die gespeicherten Daten. Um diese Grenze zu überspringen nutzen die Forscher neue Materialien und Fertigungsmethoden.

Die Forscher setzen auf eine Beschichtung mit Kopolymeren, die auf einen Träger aufgebracht wird, der zuvor mit einer Struktur versehen wurde. An dieser sich die Kopolymere selbst ausrichten, wenn ein elektromagnetisches Feld anliegt. Dabei verhindern sie Überschneidungen, sodass die einzelnen Bits sehr dicht gepackt werden können, ohne dass die auf der Festplatte gespeicherten Daten in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die Forschungsarbeit wurde maßgeblich von Hitachi GST unterstützt, unklar ist allerdings wann und ob diese Technologie in die Serienproduktion eingehen wird.

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11 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • THGLeser
    Verstehe nicht warum in Richtung Festplatte immer noch geforscht wird... die sollten mal lieber bei den SSD´s optimieren. Die Festplatte ist doch längst tot, und selbst wenn die HDD dann 20 TB speichern kann, wer riskiert bei sovielen Daten dann den GAU?
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  • texas
    Daten sind auf normalen Festplatten sicherer als auf SDD's.
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  • HTDV1
    "wenn die platten so groß werden, sind auf einmal viele daten weg" hab ich schon zu zeiten von hunderten MB bis ein paar GB gehört. zb als 80GB durchschnitt waren und das höchste der gefühle im bereich der 200 gelegen ist. mittlerweile ist 1TB normal und der satz ist gleich geblieben. ich blick also recht entspannt in die zukunft und datensicherungen wirds auch noch geben. ssd sind momentan als datengräber im TB-bereich ungeeignet: zu hoher preis für zu schnell und zu klein.
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