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Qualität der Verarbeitung

LC-Power LC7300 300 Watt 80+ Silber im Exklusivtest - Silberling für Pfennigfuchser
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Platine und Lötqualität

Viel hilft viel. Zumindest scheint das der Hersteller zu denken, da mit Lötzinn wahrlich nicht gegeizt wird. Das maschinell in den Lötöfen aufgebrachte Feinlot ist reichlich vorhanden, jedoch an der Oberfläche nicht brüchig oder korrodiert. Flussmittelreste sind jedoch sichtbar existent. Wir haben keine kritischen Leiterbahnverengungen oder Lötmittelüberhänge feststellen können, auch die Shunts waren nicht vom Lot überbrückt (wichtig für OVP, OPP und SCP)

Bild 1 - Gesamtansicht des PCB von untenBild 1 - Gesamtansicht des PCB von unten

Interessant sind die handverlöteten Stellen. Hier erkennt man durchaus die Handschrift, Fertigkeit und Laune des jeweiligen Arbeiters. Die manuell aufgelötete dicke Litze (Ground - also eine zusätzliche fette Masseleitung) sitzt jedoch fest und bietet flächendeckenden Kontakt.

Bild 2 - Detailaufnahme des PCBBild 2 - Detailaufnahme des PCB

Die Überstände und Enden der manuell aufgelöteten Kabel sind manuell einigermaßen sauber gekappt worden. Aber auch hier sieht man kleinere Lötkleckse und vor allem Flussmittelreste.

Die Befestigung der Platine ist bombenfest - fast schon zu fest, so dass das ziemlich spröde Material schon beim Aufschrauben zerbrach. Glasfaser wird man in dieser Preisklasse ja eh umsonst erwarten. Wir nehmen an, die Platine stand unter starker mechanischer Spannung, als wir die extrem fest sitzende Schraube (samt Sprengring als Unterlegscheibe) entfernen wollten. Einem Normalanwender kann dieser kleine Makel egal sein, wer schraubt schon sein Netzteil auf und hebt die Leiterplatte an? Für die Fotos ließ sich das kleine und eigentlich funktionslose Stück übrigens leicht wieder ankleben. Hier half brutaler russischer Kontaktkleber (Клей "Момент").

Bild 3 - Knack und wegBild 3 - Knack und weg

Alle weiteren Kabelanschlüsse sind wiederum mit Schrumpfschlauch versehen. Vorbildlich und nicht immer selbstverständlich. Das Gehäuse selbst ist stabil, die Gewinde für die Verschraubung am Gehäuse sind sauber geschnitten und die Lackierung erscheint homogen und einigermaßen kratzfest.

Zwischenfazit:

An der Qualität der Verarbeitung sollte es diesmal bei LC-Power wohl eher nicht scheitern. Unter der Haube macht alles einen geordneten Eindruck und widerspricht in keinster Weise dem aufgerufenen Preis. Im Gegenteil, manches sieht sogar besser aus, als bei einigen preiswerten Mitwerbern, nur weniges schlechter. Am Ende werden es also die Messwerte sein, die über unsere Bewertung und die Chancen bei den Kunden entscheiden.

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