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Flache LCDs mit hoher Bildwiederholrate

Von - Quelle: Tom's Hardware | B 25 kommentare

Eine Bildwiederholrate von 240 Hz bei einer Reaktionszeit von 3 Millisekunden verspricht der taiwanische LCD-Panelhersteller Chi Mei Optoelectronics für seine künftigen Panels. Die Technik soll in Kürze vorgestellt werden.

Nach eigenen Angaben hat der taiwanesische LCD-Panelproduzent Chi Mei Optoelectronics (CMO) eine Technik entwickelt, die die Bildwiederholrate von LC-Displays auf 240 Hertz anhebt — das ist fast fünfmal so schnell wie bei klassischen Fernsehern mit 50 Hz und auch modernste HDTV-Geräte mit 120 Hz sehen dagegen alt aus. Gleichzeitig soll die Reaktionszeit nur 3 Millisekunden betragen. »Vivid Motion Technology« nennt CMO die Technik, die Mitte nächster Woche auf der Messe FPD International 2008 in Yokohama gezeigt wird. »Die Klarheit eines bewegten Bildes ist praktisch die gleiche wie bei Standbildern«, erklärt CMO.

Ebenfalls vorstellen will CMO die Technik »Milli-Power«, mit der der Strombedarf von Notebook-Displays um 80 Prozent reduziert werden soll. Beispiel von CMO: Ein 15,6-Zoll-Display benötigt eine Durchschnitts-Leistung von nur einem Watt. Auch mit konkreten Produkten wollen die Taiwaner glänzen und kündigen unter anderem ein 13,3 Zoll großes Panel an, das nur 100 Gramm wiegt und lediglich 1,2 Millimeter dick sein soll.

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  • Tier-BSE , 24. Oktober 2008 12:56
    Also für mich hat n klassischer Fernseher 100Hz.

    Ansonsten ne interessante Angelegenheit, mal sehen was es wieder kostet.
  • spartaner , 24. Oktober 2008 12:59
    Was soll das bringen, wenn das eingespeiste Signal nur aus 30fps besteht?

    Ich glaube nicht, dass in der Bildstabilität ein Unterschied zwischen 60 Hertz und diesen 240 Hertz besteht. Im einen Fall wird jede Frame doppelt, im andern 8mal angezeigt; aber im selben Zeitraum, nämlich 1 Sekunde.
  • jehaa , 24. Oktober 2008 13:09
    hört sich für mich nach ziemlich bahnbrechenden fortschritten an, stellt sich für mich jetzt die frage ob andere hersteller auch schon vergleichbare techniken vorgestellt haben (bezogen auf bildwiederholrate und stromverbrauch) und ichs nur nich mitbekommen hab oder ob das echte fortschritte sind.
    und wer is eigentlich cmo? hör die grad zum ersten mal, sind die sonst im oem-markt als reine produzenten tätig und haben jetzt auch n bisle F+E betrieben oder wie oder was oder wer?
  • Alle 25 Kommentare anzeigen.
  • Anonymous , 24. Oktober 2008 13:12
    Findet ihr das nicht interessant? Irgendein sinnvolles Anwendungsgebiet wirds schon geben. Ich denke da z.Bsp. an Echt-3d-Sachen, wo bei gleicher Auflösung jede Hälfte mit 120Hz flimmert.
  • Taigabaer , 24. Oktober 2008 13:19
    Ja ist die Frage ob man das für Shutterbrillen ohne Nachleuchten nutzen kann. Dann wärs interessant.
  • Tier-BSE , 24. Oktober 2008 13:20
    spartanerWas soll das bringen, wenn das eingespeiste Signal nur aus 30fps besteht?Ich glaube nicht, dass in der Bildstabilität ein Unterschied zwischen 60 Hertz und diesen 240 Hertz besteht. Im einen Fall wird jede Frame doppelt, im andern 8mal angezeigt; aber im selben Zeitraum, nämlich 1 Sekunde.


    Die 30fps haben doch mit den 240Hz nix zu tun. Es wird halt 240x pro Sekunde das auf dem Monitor angezeigte Bild wiederholt. Außerdem konnte man doch schon früher bei ner ollen Röhre nen deutlichen Unterschied zwischen 60 und 75Hz unterscheiden. :-)
  • kowa , 24. Oktober 2008 13:53
    Auf 100fps.com ist gut das Problem mit den FPS erklärt. 24fps (Kino) ist das Minimum für bewegte Bilder, ein Flimmern ist aber oft recht deutlich. Je nach Person, Alter der Person, Bildhelligkeit, Bewegungsprofil der Szene benötigt man mehr oder weniger FPS. Im Egoshooterbereich sollte das für neue Anforderungen an die Grafikkarten sorgen.
    Sorgen bereitet mir aber, daß die Firma als eirlegende Wollmilchfirma auftritt. Die wollen bestimmt kurzfristig Investoren ködern und dann hört man nie mehr etwas von denen.
  • kbon , 24. Oktober 2008 14:21
    Oder sie wollen einfach mal das ganze schneller vorantreiben und nicht wie andere Hersteller warten/verzögern, weil sie es könnten, aber sonst ihre eigenen aktuelln Produkte zu schnell veraltern ließen.
  • thoth , 24. Oktober 2008 15:09
    Zitat :
    Hab das schon wo anders gelesen, bringt sehr gute Vorteile:
    Die Auflösungen werden nämlich wahrscheinlich auch im TN Panel Bereich feiner, also nur noch 0,15mm pro Pixel statt den 0,267 (nur um eine Zahl zu nennen! Keine wahre Angabe)!


    Was hat die Bildwiederholrate bitte mit den Pixelgrößen zu tun?
    Bildwiederholrate... der Name sagt eigentlich schon alles. Es ist ein Index dafür, wie oft ein voller Durchlauf (hier ein angezeigtes Bild) in einer Sekunde statt findet. Denn die Frequenz ist der Kehrwert von der Umlaufdauer - oder besser hier der Dauer des dargestellten Inhalts auf einem Pixel.

    Eine höhere Pixeldichte hat etwas mit Fertigungsverfahren zu tun und nicht mit Schalt- oder Reaktionszeiten der einzelnen Pixel. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge von denen du da schreibst.

    Das Bild wird außerdem auch mit 240Hz nicht flüssiger, als wenn - theoretisch - der Monitor mit 30Hz, synchron mit 30fps arbeitet. Das entsprechende Bild wird nur öfter angezeigt, was sich aber nicht in einer flüssigeren Bilddarstellung äußert. Das ist marketingtechnischer Blödsinn. Solange das Eingangssignal nicht schneller wird, ist auch dein angezeigtes Bild nicht geschmeidiger, weil einfach nicht mehr Informationen in dieser Zeit übertragen werden.

    Für extrem schnelle Bildwechsel sind 24fps einfach zu wenig, auch wenn das Auge nur 25 Bilder in der Sekunde auflöst. Bei mehr Bildern sieht dein Auge die Zwischenschritte nicht mehr so extrem, weil es die Informationen nicht mehr in der Geschwindigkeit verarbeitet. Es wirkt folglich auf dich flüssiger.
    Bei LCDs sieht man ja auch kein Flimmern, da das Bild als ganzes aufgebaut wird und nicht zeilenweise wie beim CRT. Das Auge ist einfach nicht in der Lage in der kurzen Zeit einen Bildwechsel wahr zu nehmen. Da beim CRT der Lichtstrahl permanent von oben nach unten bewegt wird und es nicht synchron mit deinem Auge abläuft, sieht man diese Schritte - es ist bis zu einer bestimmten Frequenz (ab der es für das Auge zu schnell passiert) wahrnehmbar. http://de.wikipedia.org/wiki/Fernseher#Wiedergabe

    Das ist ein wenig kompliziert zu erklären, aber ich hoffe man kann folgen. Letztenendes ist das Flimmern und ein ruckelndes Bild auf der selben Ursache basierend, nämlich auf einem zu langsamen Bildaufbau. Jedoch einmal als Eingangs- und einmal als Ausgangssignal.
  • Asmodis , 24. Oktober 2008 15:27
    Ich muss thoth recht geben. Das Bild wird dadurch direkt gesehen nicht flüssiger. Es könnte aber eine Möglichkeit sein um Tearing zu unterbinden und so V-Sync überflüssig machen.
  • Anonymous , 24. Oktober 2008 15:33
    Das menschliche Auge kann ab 100Hz kein Unterschied mehr erkennen, z.B zwischen 100 und 200Hz.
    Manche Menschen merken nichtmal den Unterschied zwischen 50 und 100Hz. Wobei ich finde das dieser Unterschied schon sichtbar ist, da bei 50Hz ein Flimmern erkennbar ist. Dieses Flimmern gibt es bei 100Hz schon nicht mehr.

    Also was sollen die 240Hz hier reissen ?
    Warscheinlich wird hier nur ein größeres Loch in den Geldbeutel gerissen.

    Und wie in diesem Forum schon richtig erkannt wurde haben fps (Frames/sec) nichts mit Hz zu tun. Wer das nicht blickt sollte danach googeln und lernen.
  • Asmodis , 24. Oktober 2008 16:03
    Das Flimmern tritt bei Röhren auf aber nicht bei TFT. Normale TFT Bildschirme haben 60hz FLIMMERFREI... guck mal "in die Röhre" mit 60hz
  • master snowman , 24. Oktober 2008 16:25
    @Asmodis: richtig erkannt! es kommt immer auch auf das "leuchtmedium" an sich an. eine glühllampe flimmert bei 50Hz nicht, ein röhrenmonitor/leuchtstoffröhre, ab ca. 75Hz und eine LED ebenfalls erst ab etwa 75Hz. wobei bei höheren Hz natürlich gewisse spielchen (schweinereien) bezüglich kontrast möglich sind, die sonst nicht möglich wären ^^
  • tux-job , 24. Oktober 2008 17:10
    Spätestens am 85Hz hat man ein flimmerfreies Bild (alles was darüber geht ist quasi Sinnfrei, es sei denn dass alles unter 85Hz mit der doppelten bis dreifachen Bildwiederholrate angezeigt wird, um die Äuglein zu schonen)...

    Ansonsten würde Dragan nur sagen: 'Alda, kansu viel schneller Film schaun' :D 
  • Plasma80 , 24. Oktober 2008 23:42
    @Kowa: CMO ist einer der grössten Panel Hersteller der Welt und fertigen für so gut wie alle namhaften Hersteller (Samsung, Sony etc....). Die tauchen nicht mal eben auf und verschwinden dann wieder.
  • Anonymous , 25. Oktober 2008 00:28
    @Jehaa: CMO hat Ende letztens Jahres sein ersten "eignen" Monitor mit TN Panel vorgestellt (Chimei CMV 222H) der übrigens für damalige Verhältnisse sehr gut war.

    @Kowa: Erst informieren dann wilde Verschwörungstheorien aufstellen.

    @dunnet: Birnen glühen nicht, die sind höchstens saftig und schmackhaft.
    Und bei dir liefern die Energieversorger tatsächlich Gleichspannung an, oder vielleicht doch Wechselspannung 240V~ (mit 50Hz).
    Das die Glülampe nicht flimmert liegt wohl eher daran das ein ~2800 Grad warmer Wolframfaden nicht in 10 Milisekunden abkühlt.
  • 3D Mann , 25. Oktober 2008 05:38
    Sollen sie mal mehr Produktivität in LED und OLED stecken, LCD wird dann wie CRT verschwinden.
  • Bubbleman , 25. Oktober 2008 15:26
    Hallo

    In Bezug auf "weniger Flimmern" bringen die 240Hz auf einem TFT gar nichts, denn ein TFT ist "von Natur aus" flimmerfrei!
    Selbst wenn man einen TFT mit 10Hz ansteuern würde, würde dieser nicht flimmern, sondern nur 10 mal pro Sekunde seinen Bildinhalt ändern (können). Das Bild auf einem TFT verschwindet zwischen den einzelnen eingespeisten Bildern nicht, im Gegensatz zu einem Röhrenbildschirm. Einen Röhre lässt zwischen den Einzelbildern in ihrer Leuchtkraft augenblicklich nach (muss sie auch, sonst gäbe es schlieren), wird quasi schwarz. Dieser Wechsel von Bild zu Dunkel wird vom Menschen als das Flimmern wahrgenommen. Bei 100 Bildern pro Sekunde(Röhre) ist diese Zeitspanne rechnerisch nur halb so lang, weshalb das Flimmern nicht mehr als solches wahrgenommen wird.

    Mit den angepriesenen 240Hz kann man halt 240x pro Sekunde ein echtes Bild darstellen. Wenn auch 240 Bilder pro Sekunde in den TFT eingespeist werden, könnte es bei schnellen Bewegungen was bringen. Ein Ball, der schnell (zB in einer Sekunde) durch das Bild fliegt wird dann in dieser einen Sekunde an 240 Positionen angezeigt. Das könnte diese Bewegung flüssig erscheinen lassen. Bei unseren, in der Regel 25fps bei PAL Material, erscheinen solche Bewegungen "abgehackt" (mir fällt keine bessere Beschreibung ein). Ebenso zu beobachten bei schnellen Kameraschwenks. Nur dazu braucht es erstmal (Film-)Material, dass mit (bis zu) 240fps erzeugt wurde.

    Vielleicht macht das bei gewissen technischen Anwendungen, oder auf Gebieten, die sich mir im Augenblick nicht erschließen wollen, heutzutage schon einen Sinn?
  • 3D Mann , 25. Oktober 2008 19:33
    Das ist so nicht ganz richtig, nimm dein Browser-Fenster und bewege es mal schnell mit der Maus mehrmals nach links und rechts, dann siehst du an den Fensterkanten deinen Bildaufbau. LCDs flackern genauso, wir nehmen die 60 Hz nur nicht so schlimm wahr, weil die Trägheit höher ist, deshalb ja auch die Schlieren.

    Wer es nicht glaubt, sollte sich fragen wozu Vsync da ist und warum der Streifen durch Tearing wandert, wenn man ja ein statisches Bild hat.

    Bei 240 Hz würde sich das Tearing verbessern und es wäre möglich 120 schwarze Bilder zu 120 tatsächlichen Bildern anzuzeigen, was die Schlierenbildung durch die Trägheit verringern würde. Ich glaube Panasonic/Philips hatte das mal vorgestellt, wurde bisher aber nicht vermarktet. Deren 60 zu 60 Bilder/Hz fand ich zu wenig, da man dann wieder das CRT-Flackern hätte, bei 240 Hz mit 120 zu 120 könnte ich mir das gefallen lassen.
  • Bubbleman , 26. Oktober 2008 10:58
    Ich zitiere hier mal eine alte Quelle, was sie aber nicht weniger wahr macht:
    Zitat :
    [...]Bei guten [Röhren]Monitoren geschieht dies zwischen 85 und 120 mal in der Sekunde. 60 bis 75 Hz werden vom menschlichen Auge als Flimmern war genommen, was zu Kopfschmerzen und auf Dauer zu Sehschwäche führt. TFT-Bildschirme kennen diese Schwäche nicht, da es hier Zustände von Pixeln gibt, die nur aktualisiert werden, wenn sie geändert werden - also wenn sich ein Menü in Windows aufklappt.

    http://www.windows-tweaks.info/html/tft-technik.html

    Bei TFTs gibt es bauartbedigt kein Flimmern. Tearing ja, aber kein Flimmern, "[...]da es hier Zustände von Pixeln gibt, die nur aktualisiert werden, wenn sie geändert werden[...]"
    Das Bild eines TFTs lässt in seiner Leuchtkraft zwischen zwei Frames nicht nach, also kann es nicht flimmern. Vielmehr wird bei einem Wechsel des Bildinhalts von einem Frame zum anderen nichtmal das gesamte Bild neu aufgebaut, sondern nur jene Pixel "umgeschaltet", die sich auch tatsächlich verändern. Zwischen den Umschaltvorgängen werden die Pixel aber nicht schwarz, sondern wechseln unmittelbar von einer Farbe zur nächsten.
    BTW: Wenn sie das eben nicht schnell genug können, dann kommt es zur Schlierenbildung (langsame Reaktionszeit)

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