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Startschwierigkeiten

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Bevor wir mit dem Test des 4big Quadra anfangen konnten mussten wir jedoch zuerst ein paar Probleme beheben. Diese Schwierigkeiten stehen nicht in direktem Zusammenhang mit dem Produkt von LaCie, sondern treten bei allen Storage-Produkten auf, die eine Kapazität von 2 TB überschreiten – ein Manko, das behoben werden muss.

Bei 2 TB ist Schluss

Bei Windows Vista sind unter Verwendung von GPT statt MBR Partitionsgrößen von mehr als 2 TB möglich.

Auch wenn nicht alle Anwender von dieser Terabytegrenze (2 TB) wissen: sämtliche Hersteller von Speicherprodukten sind sich dessen sehr wohl bewusst, immerhin ist dies für Anwender, die Aufrüsten möchten, ein äußerst wichtiges Thema. Zahlreiche Betriebssysteme einschließlich Windows XP und Windows Vista vor SP1 sind dabei nicht in der Lage, mehr als 2 TB pro Partition anzusprechen. Die Ursache für diese Einschränkung liegt im Master Boot Record (MBR), der für 32-Bit-Systeme ausgelegt worden ist. Eine Blockgröße von 512 Bytes mal 232 beschränkt die Gesamtkapazität auf 2.000.000.000.000. Infolgedessen muss der Partitions-Identifier angepasst werden, um die Erstellung von Partitionen über 2 TB zu ermöglichen.

Die Lösung nennt sich GPT bzw. GUID Partition Table und ist Bestandteil des Extensible Firmware Interfaces (EFI), das als Ersatz für das herkömmliche System-BIOS angekündigt worden ist. Die Lösung basiert auf dem Logical Block Addressing (LBA) Verfahren und unterstützt bis zu 128 Partitionen pro Laufwerk, während MBR auf nur vier beschränkt ist. GPT ist zudem sicherer, da dessen Header- und Partitions-Tabelle aus Gründen der Redundanz sowohl am Anfang als auch am Ende des Speichermediums geschrieben werden.

GPT ist auf den meisten 64-bit Betriebssystemen wie Windows XP x64 verfügbar. 32-Bit-Ausnahmen sind die Versionen von Windows Vista mit Service Pack 1 und höher sowie Windows Server 2003 mit Service Pack 1 und höher – in diesen Fällen wurde die GPT-Unterstützung dem Betriebssystem hinzugefügt.

Allerdings gibt es eine Möglichkeit, die Beschränkung auf 2 TB zu umgehen: Sie können eventuell vorhandene RAID-Fähigkeiten des Betriebssystems nutzen, um damit Partitionensgrößen von bis zu 2 TB in einem großen RAID-Array zusammenzuführen.

Controller-Limits

Zusätzlich zu den Problemen mit der Partitionierung bieten zahlreiche Controller keine Unterstützung für große Partitionen. Zunächst haben wir einen Promise FastTrak TX4310 verwendet, der sporadisch nur 1,7 TB angezeigt und das 4big Quadra-Laufwerk manchmal überhaupt nicht erkannt hat. Es ist also wichtig, einen modernen Massenspeicher-Controller zu benutzen, um große Partitionen handhaben zu können. Wir haben danach auf einen On-Board Intel ICH10R gewechselt, der Bestandteil unseres Testsystems war.

Darüber hinaus kann es allerdings auch mit aktueller Hardware Schwierigkeiten geben: Sollten SATA-Treiber intern mit 32 Bit Sektorenwerten rechnen, so zeigt Windows möglicherweise falsche Kapazitäten an. In unserem Fall zeigte Windows Server auf einem der Testsysteme lediglich knapp 800 GB Kapazität an wenn das 4big Quadra im RAID 5 konfiguriert war. 2048 GB, also die ersten addressierten 32 Bit, fehlten völlig. Wie Boi Feddern vom Magazin c't in Ausgabe 2/2009 berichtet kann dieser Umstand auch fatale Folgen haben: Eventuell bemerken Sie im RAID 0 (also knapp 4 TB) den Fehler nicht gleich, formatieren und beschreiben das Laufwerk. Wird die 2-TB-Grenze überschritten, so können Daten am Anfang des Laufwerke ohne Warnung überschrieben werden - und sind somit selbst für Datenretter verloren. Vergleichen Sie die nutzbare Kapazität in der Datenträgerverwaltung und unter Zuhilfenahme von Diskpart. Stimmen diese nicht überein, so haben Sie ein Problem. LaCie, das sei wiederholt, kann dafür leider nichts.

Benchmark-Limits

Letztlich quittierte unser guter alter Benchmark h2benchw, den Harald Bögeholz vom c’t Magazin in Deutschland geschrieben hat, den Dienst. Noch bevor ein Testdurchlauf angefangen hatte erhielten wir die Meldung “*** Laufwerk zu groß”. Soviel also zum Testen eines Laufwerks mit solch beeindruckender Kapazität. Glücklicherweise soll eine Update-Version des Benchmarks verfügbar sein, welcher dann auch mit GPT und Partitionen zurecht kommt, die in den kommenden Jahren kaum eine Einschränkung darstellen dürften. Unseren Informationen zufolge beträgt die maximale Größe derzeit 18 Exabytes (EB) bzw. 18.000.000 TB. Bevor wir diese Grenze erreichen, dürften wir an der Windows-Einschränkung von 256 TB pro Partition und Laufwerk scheitern.

Wir mussten daher von unserem Storage-Referenzsystem auf eine andere Plattform mit ICH10R umstellen und für unsere Benchmarks statt h2benchw das Programm HDTach benutzen.

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corristo123 05/03/2009 13:04
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Dieses Gerät kenne ich nicht, aber wir hatten hier in der Firma schon einige Geräte von LaCie und es war jedes Mal die totale Katastrophe! Netzteile gehen häufig über die Wupper, sie waren meist sehr langsam und generell eher schlecht verarbeitet.

kmueho 10/03/2009 00:04
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Sooo schlimm ist das mit der 2 TByte-Grenze nun auch wieder nicht. Schließlich kann man ja auch 2 Partitionen anlegen. Das habe ich bei meinem 3,5 TByte NAS, das ich (zum Teil) via iSCSI ansteuere auch gemacht. Im (vernünfigen) RAID5-Modus sinkt die Nettokapazität sowieso um 25% (=3TByte).

Leider unterstützt das Gerät keinen Betrieb über Ethernet und fällt daher als Server aus.

Marauder 12/03/2009 10:27
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"Leider unterstützt das Gerät keinen Betrieb über Ethernet und fällt daher als Server aus."

Hä?!?

"Der neue 7er ist ein rundum gelungenes Auto - leider kann er nicht schwimmen und ist daher nicht als Boot nutzbar"...

Die LaCie 4big ist halt nunmal kein NAS (wobei übrigens jedes NAS ein Server ist und nicht erst als solcher genutzt werden muss).

Wenn du ein NAS suchst dann schau dir doch mal das entsprechende Modell an: http://www.lacie.com/de/products/product.htm?id=10315

speicherverbrater 25/03/2009 23:59
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Schön, dass LaCie wenigstens die 4big Quadra-Reihe solide verarbeitet. Von der Verarbeitungsqualität der 2TB LaCie Big Disk Extreme+ Triple Festplatte bin ich masslos enttäuscht. Der Ein/Ausschalter steht hervor und funktioniert nach einigem Hin- und Hertransport zwischen Arbeitsplatz und Wohnort nicht mehr richtig, weil er sich verbogen hat. Das ganze Gehäuse lottert und scheppert und was noch viel schlimmer ist, die Aussparung im Blech um den USB-Anschluss ist viel zu gross, so dass es ohne übermässige Kraftaufwendung möglich ist, den USB Stecker verkehrt herum anzuschliessen (!!!!!). Der USB-Controller der externen Festplatte geht so kaputt. Auf die Daten kann dann nur noch über Firewire zugegriffen werden. Der Artikel ist interessant geschrieben, aber LaCie wird zu fest hochgelobt.

anonymous 28/05/2009 00:30
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was bringt mir raid und schnell wenn die komplette kiste wegbricht, finger wesch von "lazy" technik

laciehater12@Guest 09/01/2012 10:28
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finger weg von lacie-schrott!

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